Vorträge von Bruno Gröning

Wie bereits bei der Rubrik „Seine Lehre“ erwähnt wurde, hielt Bruno Gröning stets frei gesprochene Vorträge. Unverblümt, immer einfach, manchmal sogar recht laut, sprach er zu den Menschen.
„Ich bin kein Sprecher, ich bin kein Redner, ich bin weiter nichts als nur das, dass ich dem Menschen das kund tue, von dem ich überzeugt bin.“ (04.12.1958), erklärte er.
„Glaubten Sie, ich wäre hier, um Sie alle einzeln gesehen nur zu streicheln, (…) Sie zu liebkosen, Sie zu umarmen? Ich glaube, (…)es ist besser, ich sage offen die Wahrheit, wie Menschen das Leben hier verlebt haben. (05.10.1958)
„Ich habe mich so oft (…) wiederholt, und immer wieder kann ich nur betonend sagen: es ist notwendig, Freunde! (…) Ich sage es jahrein, jahraus, solange ich hier sein darf, bis der Mensch es erfasst hat, bis der Mensch das befolgt, was er zu befolgen hat und bis er dem folgt, dem wir alle über kurz oder lang doch folgen müssen.“ (03.10.1958)

Menschen, die zum ersten Mal Originalvorträge Bruno Grönings lesen oder hören, sind manchmal überrascht, wie unpoetisch Bruno Gröning sprach und wie einfach seine Wortwahl war. Wir glauben jedoch, dass es ein Zeichen von Größe ist, nicht hochtrabende, mit Fremdwörtern versehene Glaubensvorträge zu halten, sondern so zu sprechen, dass es wirklich jeder verstehen kann. Sicherlich war er kein Intellektueller, aber er hatte die Gabe, elementares Erkenntnisgut ohne Umschweife auf den Punkt zu bringen. Dabei nutzte er häufig Gleichnisse, um noch verständlicher zu sein.

Interessanterweise wird Bruno Gröning an manchen Stellen seiner Vorträge recht laut, was im ersten Moment bei Zuhörern zu Irritationen führen kann. Wer jedoch in sich hinein fühlt, wird wahrnehmen, dass Bruno Gröning ein großer Kämpfer war, der nicht nur aufklären, sondern auch wachrütteln wollte. Dabei konnte er schonungslos direkt sein. Immer wieder verteidigte er Gott und Seine Gesetze, immer wieder betonte er die Sündhaftigkeit vieler Menschen, immer wieder rief er eindringlich zur großen Umkehr auf.

Bruno Gröning hat im Laufe seines Lebens auch seine Ausdrucksweise verändert. 1949 sagte er z.B. noch häufiger: „Ich heile Sie im Namen Gottes!“ oder verwendete einfach nur die Kurzform: „Ich heile Sie!“. Als er später erlebte, wie man ihm diese Ausdrucksweise von gegnerischer Seite auslegte, betonte er immer wieder: „Nicht ich heile, sondern es heilt die göttliche Kraft durch mich.“ Er veränderte also aufgrund von negativen Erfahrungen seine Sprache, um unangreifbarer zu werden, obwohl er von allem Anfang an niemals sagen wollte, dass die Heilungen von ihm ausgehen würden. Doch durch die Kurzform: „Ich heile Sie“, im Vergleich zu: „Ich heile Sie im Namen Gottes!“ oder noch besser: „Nicht ich heile, sondern es heilt die göttliche Kraft durch mich.“, konnte es tatsächlich zu Missverständnissen kommen. Am 05.10.1958 erklärte er diesbezüglich: „Und jetzt komme ich noch mal zurück auf Herford, (d.h.) was ich selbst in Herford sagte: ´Im Laufe der Jahre werde ich meinen eigenen Wortschatz haben, so dass niemand von der Gegenseite hier ankommen kann (…).`“

Leider wurden in der Vergangenheit, aus verschiedenen Gründen, den Menschen die Originalvorträge Bruno Grönings oftmals vorenthalten oder nur wenig zur Verfügung gestellt. Meist erhielt man sie, wenn überhaupt, nur in schriftlicher Form. Leider gab es auch an manchen Stellen Entstellungen und Manipulationen.
Und das, obwohl Bruno Gröning sagte:
„Ich werde ein Tonbandarchiv aufstellen, das den höchsten Wert, den Wert aller Menschen wieder neu einigt; dass auf diesen all das gesprochen ist, das auch späterhin noch in der Schrift festgehalten werden wird, (…) , dass ich den Kommenden hinterlasse, (…)“. (26.12.1958)

Der „Informationskreis: Leben und Lehre Bruno Grönings e.V.“ möchte alles dazu tun, dass Menschen endlich Bruno Gröning original hören können und so umfangreich wie möglich schriftliches Material zur Verfügung erhalten. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf interessante Veröffentlichungen.
Er selbst sagte:
„Diese Lehre, die ich Ihnen heute bei meinem Hiersein mit auf dem Weg gegeben (habe), soll nicht bei Ihnen alleine verbleiben. Es darf nie ein Geheimnis sein, sondern wir leben hier in der göttlichen Freiheit, so dass wir uns verpflichtet fühlen müssten, nicht nur an uns, sondern an all unsere Nächsten zu denken. (…) Es wäre grundfalsch, wenn der eine so der andere diese große Lehre, die Lehre Gottes, nur für sich vereinnahmen (wollte) (…).“ (12.12.1955)

Bei “Auszüge aus Vorträgen” findet man einen Auszug von 20 Themenbereichen, die aus vielen Vorträgen Grönings zusammengestellt worden sind. Grundlage waren die 120 Kapitel des Buches “Die Lehre Bruno Grönings – Aufruf zur Nachfolge Christi” von Thomas Busse (erhältlich beim Traumleben Verlag: http://www.traumleben-verlag.de/bruno-groening-produkte/). Originalvorträge Bruno Grönings auf CD und komplette Vorträge in Textform sind vor allem bei der „Bruno Gröning Stiftung“ (www.bruno-groening-stiftung.org) erhältlich.

Die “Auszüge aus Vorträgen” sind so wortgetreu wie möglich festgehalten worden. Wenn eine Klammer mit drei Pünktchen auftaucht, wurde bei den schriftlich festgehaltenen Vorträgen (meist von Tonbändern entnommen) zur leichteren Verständlichkeit etwas weggelassen, da sich entweder etwas wiederholte oder akustisch leider nicht verständlich war. Sollten innerhalb einer Klammer einige Worte auftauchen, so wurden sie zur leichteren Lesbarkeit hinzugefügt. Die auf CD`s zu erhaltenden Vorträge ermöglichen jedem Zuhörer selbst, Bruno Gröning im Original zu hören und alles vergleichen zu können. Deshalb ist hinter jedem Zitat Grönings auf dieser Homepage, so weit es bekannt ist, das Datum angegeben.

Wir sind davon überzeugt, wenn Bruno Gröning in der heutigen Zeit leben würde, dass er die aktuellen Vervielfältigungsmöglichkeiten nutzen würde, um seine Lehre zu verbreiten. Er sagte einmal: „Geh mit der Zeit, sonst gehst du mit der Zeit!“ (Datum unbekannt). Das er damals, vor allem aus finanziellen Gründen, Tonbänder seiner Vorträge nicht jedem mitgeben konnte, ist nur allzu verständlich. So erhielten nur die Gemeinschaftsleiter Tonbänder, mit der Anweisung, sie in den Gemeinschaftsstunden ablaufen zu lassen. Die Zurückhaltung seiner Originalvorträge in den letzten Jahren wurde oftmals damit begründet, verhindern zu wollen, dass man Bruno Gröning beim Bügeln oder Kochen usw. hört und damit entehrt. Wenn das so wäre, dann dürfte man z.B. ein Buch wie die Bibel auf gar keinen Fall überall erhalten. Wir glauben jedoch, es liegt im Ermessen und der Eigenverantwortlichkeit jeder einzelnen Person, vernünftig mit solchen Gaben umzugehen.

Ganz herzlich möchten wir uns bei all denen bedanken, die uns bereits schriftliches oder von Bruno Gröning original besprochenes Material zur Verfügung gestellt haben. Sollte man uns weiteres Material zur Verfügung stellen wollen, ob Original oder Kopie, so wären wir jedem sehr dankbar, auch im Namen all derer, die keine Interpretationen mehr über Bruno Grönings Lehre hören wollen, sondern endlich ihn selbst. Dadurch wird in Zukunft gewährleistet sein, dass viele Missverständnisse bezüglich seiner Lehre ausgeräumt werden können und Manipulationen erschwert werden.