Selbsterkenntnis führt zur Gotterkenntnis

Kapitel 5 von 120 aus dem Buch “Die Lehre Bruno Grönings – Aufruf zur Nachfolge Christi”

(1) Wer sich selbst nicht kann erkennen, der wird Gott ständig verkennen. (handschriftlich)

(2) Wer andere erkennen will, muss erst sich selbst erkennen. (handschriftlich)

(3) Er (der Mensch) glaubt nicht mal daran, dass er göttlich ist. Er glaubt nicht mal daran, dass Gott ihn geschaffen, dass es das Werk Gottes ist. (05.10.1957)

(4) Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung. (05.10.1957)

(5) Einer muss mal den Anfang machen! In vielen Fällen sind es die Kinder, die den Anfang machen. Oder aber es sind die älteren Leute, es ist die Oma oder der Opa, die nichts anderes erwarteten im Leben als nur, sie würden sagen, einen gesunden Körper. Und ich würde sagen, dass sie die Ordnung in ihrem Körper haben und dass sie jetzt kurz vor dem Abtreten, wobei sie von ihrem Erdenleben erlöst werden, frei sind, dass sie doch zur Erkenntnis kommen und jetzt wissen, dass sie ein Kind Gottes sind, dass sie Gott folgen, dass sie jetzt in die göttliche Führung kommen, und dass sie den Weg so gehen können, den Gott für sie, für jeden Menschen bestimmt hat. Das ist das Wichtigste für ein Kind, das im Leben steht oder einen Menschen, der schon älteren Jahrgangs ist, der bald diese Erde, das heißt seinen Körper, verlassen muss. (05.10.1958)

(6) Heute haben Sie einen älteren Körper, heute wollen Sie kein Kind sein – obwohl Sie in Wirklichkeit, in Wahrheit ein Kind, ein Kind Gottes sind – aus reiner Erhabenheit. Als Ihr Körperchen klein war, (…) als Sie ein junger Erdenbürger hier waren, haben Sie ein schönes, ein gutes, ein herziges Gebetchen gebetet: „Ich bin klein …!“ Nun, haben Sie immer dazugestanden? Haben Sie das beherzigt? Vergessen? Ach, was für eine Erhabenheit: „Jetzt bin ich kein Kind mehr, ich kann es meine Kinder, ich kann das andere Kinder lehren, ich bin dafür nicht mehr, ich bin zu alt.“ Alt? Was sind Sie? Gerade, weil Sie schon viele Jahre (…) länger auf dieser Erde sind als die kleinen Kinder, müssten Sie mehr Vernunft haben, müssten Sie erst recht mehr Erfahrungen, mehr Wahrheit wissen, als Sie heute wissen. Dann wären Sie nicht so eingebildet, dann würden Sie nicht mehr sagen: „Ich bin doch ein Erwachsener, ich bin doch kein Kind mehr!“ Ich bin und bleibe ein Kind, ich werde mich nicht ändern, nein, und Sie alle und jeder kann glauben, was er will. Ich bin und bleibe ein Kind, bin nur ein Kind Gottes, mehr nicht; bilde mir nichts ein, nein, bin auch nicht feige, es zu sagen, weil ich weiß, ich bin nur ein Kind. Aber viele Menschen sind kein Kind mehr, weil sie erwachsen sind. (05.10.1958)