Satan, der Widersacher Gottes

Kapitel 3 von 120 aus dem Buch “Die Lehre Bruno Grönings – Aufruf zur Nachfolge Christi”

(1) Es hat mal einen Menschen gegeben, der nie etwas Gutes tun konnte, und dieser Mensch wurde damals vom Herrgott beiseitegestoßen. Er nannte ihn den Satan! Und dieser hat jetzt den Menschen und Gott Rache geschworen. (…) Dieser Satan, der beiseitegestoßen wurde, hat es tatsächlich fertigbekommen, den Menschen mit allem möglichen Gutaussehenden zu verlocken; er hat es fertigbekommen, den Menschen von dem wahren, göttlichen Weg abzuziehen. Er hat ihn verlockt, er hat ihn gelockt und auf den Irrweg geführt, auf dem die Menschheit sich zum größten Teil befindet. Hinter sich hat er die Brücke, die zum göttlichen Weg führte, zerstört. (26.09.1950)

(2) Satan war auch mal ein Mensch. Der ist endgültig bei – seitegestoßen worden. Dieser eine hat Rache geschworen. Das ist der Satan! (26.09.1950)

(3) So wahr wie es ist, dass es einen Herrgott gibt, so gibt es auch einen Satan. Und dieser Satan hat seine Extraaufgabe und lässt tatsächlich nichts unversucht, weil er ein Schlechter ist und sich rächen will an dem, was der Herrgott Gutes zu tun gedachte. (22.09.1950)

(4) Und dass der Satan hier unter den Menschen wütet, das kann man nicht genug sagen. (19.09.1950)

(5) Es stimmt, dass das Böse existiert (…). (26.12.1958)

(6) Wer ist der Satan, was tut und was lässt dieser? Soweit ich allein feststellen konnte – das andere müssen Sie selbst wissen – : nie etwas Gutes! Sie können nie von einem Satan verlangen, dass er Gutes tut, das ist unmöglich. Der Satan ist nun mal da, und dieser lässt nichts unversucht, den Menschen vom wahren, göttlichen Glauben abzuziehen. Der Satan hat es so gut verstanden, den Menschen zu verlocken. Das stellen wir auch heute immer wieder fest, dass ihn das Geld und das Gold, das Schöne verlockt; und so lockte auch der Satan, der es fertiggebracht hat, den Menschen vom wahren, göttlichen Weg abzudrängen. Jetzt hatte der Mensch die Verbindung zum Herrgott verloren. Der Mensch wurde auf den Irrweg geführt und hatte da auch nichts Gutes zu erwarten. Ich kann es gut verstehen, dass ihn das Ver – lockende heute noch lockt. Und das ist an erster Stelle das Geld. (…) Jetzt wundert sich der Mensch, dass er keine Hilfe erhält. Er hat sich ja vom göttlichen Wege gelöst, nicht nur Sie, nein, schon die Vorfahren. (29.09.1950)

(7) So arbeitet der Satan schon Generationen um Generationen zurück und nagt an den Menschen. Sie können vom Satan nie verlangen, dass er Gutes tut. Denn dafür ist er ja der leib – haftige Satan! Es ist schon richtig, wie die Kirche das aufgefasst, (…) nur sind sie alle so leicht darüber hinweggegangen. Niemand hat sich etwa den Kopf darüber zerbrochen. Wenn ein Kindlein geboren wird, so sagt man, es muss getauft werden, um die Erbsünde zu verlieren. Ja, es ist richtig, es ist diesem Kindlein die Erbsünde in Fleisch und Blut mitgegeben, dass es schon schlecht ist. Wenn Sie von einem Stück Fleisch, das schlecht ist, etwas abschneiden, so können Sie nicht erwarten, dass das abgeschnittene Stück gut sein kann. Es ist genauso schlecht wie das große, von dem Sie das kleine entfernt haben. Und hier ist es nicht anders, dass der Mensch tatsächlich das Kindlein, das er zur Welt bringt, auch erblich belastet hat, und zwar mit diesem Teuflischen, das der Mensch so im Laufe der Jahre angenommen hat. Er sagt: „Jeder ist sich selbst der Nächste“, und je größer die Not, je größer das Elend, desto schlechter wird der Mensch. (…) Um diesem Kindlein die Erbsünde abzunehmen, wird es getauft. Ich sage, die Erbsünde ist der kleine Teufel, den das Kind mitbringt. Das Schlechte ist immer das Teuflische! Und wenn dieses Kindlein heranwächst, und die Mutter oder der Vater oder ein anderes Familienmitglied sind schlecht, so ist es selbstverständlich, dass dieses Kind nicht besser, sondern auch schlecht werden muss.
Ich will Ihnen hier nur ein kurzes Beispiel geben: Sie haben eine Kiste mit Kartoffeln, und in diese Kartoffeln legen Sie eine angefaulte hinein, sie ist schlecht. Wenn diese eine angefaulte Kartoffel zwischen den vielen liegt, so ist es selbstverständlich, dass sie nach und nach ganz verfault. Aber ehe sie ganz zur Fäulnis übergeht, so steckt sie schon die dicht Danebenliegenden an. Und dies greift immer weiter um sich, so dass, wenn Sie sich die Arbeit und die Mühe nicht machen, dieses Schlechte herauszusuchen und wegzuwerfen, Ihnen alle Kartoffeln verfaulen. (…) Also wächst bei diesem Kindlein der Teufel mit, er wird vielleicht noch größer als bei einem der schlechten Angehörigen. Jetzt kommt der weitere Umgang, das Kindlein wird größer, und mit ihm wächst dieses Teufelchen. Es wird zum Teufel, und dieser Teufel gesellt sich gern zu den Schlechten, da fühlt er sich wohl. „Ich muss dieses tun, muss alles Mögliche tun, das gefällt mir, jawohl.“ Er kann nicht anders, weil er ja den Teufel im Leibe hat. Statt besser schlechter! Dieser Teufel, das ist eine Vorarbeit, das ist eine Vorstufe, um für den leibhaftigen Satan Platz zu machen. Man sagt hinterher auch schon: „Das ist ein Satansbraten, dieser Mensch.“ Ja, er ist tatsächlich ein Braten für den Satan. Der Teufel hat so schön vorgearbeitet, das ist die zweite Stufe, und hat dem (Satan) Platz gemacht, so dass er sich in diesem Menschenleib verkriechen kann.
Und es ist selbstverständlich, dass man von diesem Satansmenschen nichts Gutes zu erwarten hat. (…) Es gibt heimliche, auch „unheimliche“. Die heimlichen, die sind versteckt, und die unheimlichen, die lassen sich immer fassen. Und zwar merkt man das, wenn die Staatsführung, die ja mit Polizei bestückt ist, derart viel zu tun hat und diese Menschen, die nur Schlechtes tun, dauernd ins Gefängnis schicken muss. Aber sind sie draußen, tun sie dasselbe wieder oder noch in einem viel stärkeren Maß. Ich habe selbst die Bekanntschaft gemacht mit vielen solcher Menschen. Sie können nicht dafür. Da braucht man nur zurückgehen und nachzuforschen, wer die Angehörigen sind. Da spricht auch viel die nächste Umgebung mit.
Aber es kommt auch vor, dass in einer Familie tatsächlich ein Kind, ein Mensch darunter ist, der ein schlechter ist, genauso wenn ich sage, in einer Kiste mit Kartoffeln ist auch eine schlechte. Wenn man diese nicht gleich zu beseitigen weiß, dann droht Gefahr, Gefahr für die Angehörigen, für die danebenliegenden Kartoffeln. Alle Menschen, die derartig Schlechtes tun – ich sage immer: sie sind krank, nicht gesund, damit will ich sagen, sie sind schlecht, sie sind nicht gut -, sie müssten einmal geheilt werden, wie ich auch selbst nichts unversucht gelassen habe, diese Menschen zu heilen (…) und ihnen mal zu sagen, ob es nicht besser wäre, sie würden den guten, den vernünftigen Weg einschlagen und derartig Schlechtes, Sündhaftes unterlassen. Aber die meisten lassen sich nicht warnen, sie haben auch ein Wohlgefallen daran, wenn sie Monate oder Jahre im Gefängnis oder Zuchthaus bleiben können. Man hat sich daran gewöhnt. Statt besser noch schlechter. Vor diesen Menschen muss man sich hüten! Wie schön wäre es doch, wenn Sie Tür und Tor offen lassen könnten, dass ein Mensch den anderen nicht bestiehlt, im Gegenteil, dass er seinen Mitmenschen unterstützt und nicht ausnützt. Aber weil es so ist, wie ich schon sagte, hat der Satan tatsächlich Platz ge funden in vielen Menschenleibern, und diese lassen nichts unversucht, das Gute zu zerstören. (…) Zum größten Teil wissen sie gar nicht, dass sie dem Satan total verfallen sind. (22.09.1950)

(8) Dem Satan ist sein Werk gelungen. Sein Werk ist vollbracht! Er hat den Menschen so weit getrieben, dass ihm ohne die göttliche Hilfe nicht mehr geholfen werden kann. (…) Von dem Satan haben wir nichts Gutes zu erwarten. Dass es uns Menschen heute hier auf dieser Erde so geht, ist das satanische Werk, obwohl wir Menschen mehr oder weniger die Schuld haben, dass es uns so geht. (23.09.1950)