Reinkarnation

Kapitel 14 von 120 aus dem Buch “Die Lehre Bruno Grönings – Aufruf zur Nachfolge Christi”

(1) Solange einem Menschen sein vorheriges Leben noch unbekannt ist, kann er durch einen unbefangenen Neubeginn seine Schuld leichter gutmachen, als wenn er die geistigen Ursachen kennt, weshalb er gerade dieses Schicksal durchleben, und ausgerechnet mit jenen Menschen zusammen sein muss. (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 212)

(2) Die Erinnerungen an frühere Erdenleben sind dem Menschen nicht genommen worden – nein! Der Mensch hatte das in dem vorherigen Leben nicht so in sich gefestigt. Er hat nicht so fest daran geglaubt, und er hat das wieder verloren. Es ist ihm nicht wieder in Erinnerung gekommen. Er hatte das nicht in diesen seinen heutigen Körper hineintragen können, um dieses seinem Bewusstsein zu übergeben. Daher ist er unwissend geblieben. Daher sage ich: von nun ab wird es ernst, ihr müsst es nur richtig verstehen. Und so ihr das Gute jetzt beherzigt, werdet ihr es immer bei und auch in euch tragen. Und so wie der Wechsel des Körpers vorkommt, werdet ihr das immer wieder mitbekommen und später in einem anderen Erdenleben, wenn ihr wieder mal auftaucht in einem noch sehr jungen Körper, werdet ihr so viel Gutes, Wahres von euch geben, dass jeder Mensch darüber sprechen wird und auch sagen wird: „Das ist ein Wunderkind.“ Wohl verstanden! Der hat das mitbekommen, der hat es in dem vorherigen Leben in sich zu festigen gewusst, und das ist das Wichtigste. Und deswegen soll es jetzt ernst werden, ihr sollt zur wirklichen Tat übergehen und sollt wirklich das tun, was ihr hier zu tun habt, sonst ist das vergeudete Zeit: Ihr könnt immer wieder zur Erde kommen, immer wieder einen anderen Körper haben, und immer wieder wisst ihr von nichts, immer wieder müsst ihr von vorn anfangen. (26.12.1958)

(3) Jeder Mensch, der eine bestehende Belastung während seines gegenwärtigen Lebens nicht überwindet, weil er keine inner – liche Trennung vom Unguten durchführt, wird immer wieder mit dem gleichen Übel konfrontiert, das mit jeder neuen Verkörperung hartnäckiger und unangenehmer werden kann. Das Einzige, was einen solchen wahrlichen Teufelskreis beendet, ist der Wille zur Umkehr und zur seelisch-geistigen Befreiung. (…) Wenn es einem Menschen vor seinem Heimgang gelingt, sich innerlich von allen Belastungen zu befreien, das heißt, wenn er einfach loslässt und sich der Gnade Gottes übergibt, dann bleibt alles Ungute zurück (…). Das aber ist die größte und dauerhafteste Heilung, denn sie wirkt sich auch in allen künftigen Leben heilbringend aus. (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 244)

(4) Auch ein in totaler Abgeschiedenheit lebender, seelischgeistig hochstehender Meister muss nochmals wiedergeboren werden, um im normalen Zusammenleben mit fehlerhaften Mitmenschen, all das in selbstloser Liebe zu verwirklichen, was einst (…) als göttliche Wahrheit erkannt wurde. Nur ein Mensch, der im täglichen Leben allen Versuchungen widersteht und sich durch nichts, aber auch gar nichts, aus der göttlichen Ruhe bringen lässt, kann sich von allen Bindungen lösen und ist erst dann auch wirklich erlöst. (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 240)