Nicht menschenhörig sein

Kapitel 11 von 120 aus dem Buch “Die Lehre Bruno Grönings – Aufruf zur Nachfolge Christi”

(1) Freunde, nur nicht von Menschen abhängig sein, nur von Einem, wie es auch in Wirklichkeit ist: Wir alle sind von Gott abhängig! (05.10.1958)

(2) Dazu hat Gott Sie nicht bestimmt, dass Sie so einem „Gott“, so einem Menschen, der sich „Gott“ nennt, (…) der seine Mitmenschen erniedrigt, der sie unterdrückt, dienen. Nein, Freunde, so hat Gott das Leben hier nicht gewollt! (…) Nur nicht von Menschen abhängig sein, nur von Einem, wie es auch in Wirklichkeit ist: Wir alle sind von Gott abhängig. (05.10.1958)

(3) Jeder Mensch, der auf Erden geboren wird, hat schon vor seiner Geburt eine, für dieses Leben spezielle Aufgabe übernommen, zu deren Erfüllung er von Gott einen Körper geschenkt bekam. Wenn jemand seine Lebensaufgabe erkennt und sich ehrlich bemüht sein Bestes zu geben, dann hat er nicht umsonst gelebt. Jeder soll daher auf seine innere Stimme hören und beim richtigen Einstellen erfühlen, was zu tun ist. Wer sich aber vom Bösen verlocken und verleiten lässt, kommt unweigerlich vom Weg zu Gott ab. Oft ist es dann so, dass die Menschen zunächst ein bestimmtes Gefühl haben, wie sie ihr Leben gestalten werden. Aber leider lassen sie sich sehr leicht von sogenannten guten Freunden von ihrer vorgesehenen Lebensaufgabe durch irgendwelche logisch klingenden Argumente abbringen. Sie hören nicht mehr auf ihre innere Stimme und verlieren dadurch die Verbindung zu Gott, das heißt letztlich auch zu sich selbst. Meine lieben Freunde, ich warne Sie! Immer wenn es um Ihre Zukunft geht, ist das Ihre ganz persönliche Angelegenheit. Beten Sie doch um Erkenntnis, die Ihnen von Gott zuteilwird. Nur so werden auch Sie gotthörig und erkennen die vorbestimmte Aufgabe, deren Erfüllung zum wahren Glück und zum Seelenfrieden führt. Wer aber immer nur auf die Meinungen anderer hört, findet nie zu sich selbst. (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 103)

(4) Seht zu, dass Ihr immer auf die innere Stimme hört und euch keine eigennützigen oder eigensüchtigen Menschen vom guten, göttlichen Weg abbringen. (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 237)

(5) Sie können auch verrückt werden; Sie sind auch verrückt worden von Ihrem Platz, auf den Gott Sie gestellt hat. Warum? Alleine deshalb, weil Sie menschenhörig geworden sind, nicht mehr gotthörig. So Sie jetzt gotthörig werden, kommen Sie langsam auf Ihren Platz zurück, von dem Sie verrückt worden sind. (07.11.1958)

(6) Will der Mensch nicht frei sein? Aber er wurde ja von vornherein um diese seine Freiheit, die Gott ihm gegeben hat, gebracht, von Menschen, die unwissend sind, die nur in dem Glauben lebten, dieses, das und jenes müsste so sein, er hat sich zu fügen. Da ist der Mensch menschenhörig geworden, und daher konnte er nicht mehr auf das hören, was Gott ihm zu sagen hat. Und daher stand er auch nicht mehr in der göttlichen Führung. (05.10.1958)

(7) Ich mische mich ja auch grundsätzlich nicht in die Privatangelegenheiten eines Einzelnen ein, sondern ich rufe ihn allgemein zur Ordnung und bin ihm wirklich ein Vorbild. (23.11.1958)

(8) Höre in Stille auf dein Gewissen! Horche ganz abgeschaltet auf dieses, dein Gewissen, abgeschaltet von dem Tun um dich, abgeschaltet von den Worten um dich und abgeschaltet von den Gedanken um dich. Horche in dich hinein und lasse dein Gewissen dir sagen, was gut ist und was böse ist, und dieses Gewissen wird dir antworten. Und wie diese Antwort sein wird, so lasse es gelten, so ist es allein wahr, denn dein Gewissen, das ist deine Seele und deine Seele ist göttlich, ist Gott in dir. (Oktober 1955, Zeitung „Okkulte Stimme“)

(9) Üben Sie, üben muss ich schon sagen, üben Sie Selbst – vertrauen! (05.10.1958)