Jesus Christus, der Erlöser

Kapitel 2 von 120 aus dem Buch “Die Lehre Bruno Grönings – Aufruf zur Nachfolge Christi”

(1) Was ist Christus für uns? Warum schenkte Gott Christus hier ein Erdenleben? Warum schenkte Er Ihm dazu diesen einen, Seinen ebenfalls so wundervollen Körper? Und warum war Christus uns immer in allem ein großes Vorbild? Was wollte Gott damit, und was sollte Christus hier? Er hat uns so viel des Guten, des Göttlichen, so viel von Gott vermittelt! Was wir alles tun können, wenn wir nur glauben, wenn wir all das in uns aufnehmen, was Gott für uns bestimmt hat! Ja, meine lieben Freunde, dieses alles lehrte Christus uns, Er war uns und ist uns und wird uns immer ein großes wie auch ein sehr gutes, das beste Vorbild sein! (04.12.1958)

(2) War Christus der Menschheit nicht das größte Vorbild? Hat Er nicht viele Wunder bewirkt? Hat Er den Menschen dafür nicht den Beweis gegeben, ohne dass Er es wollte? Denn die Tat war es. Er glaubte es, Er wusste es, denn das Wissen hat Er nicht von sich, sondern das hat Er von Gott. Und Er tat all das, was Er zu tun hatte, all das, was Gott Ihm sagte. Er ging dahin, wohin Gott Ihn führte, nicht Menschen. Und Er sprach all das, was Gott zu Ihm gesprochen. Und dabei geschah es. Niemals, liebe Freunde, ist es ein Mensch, sondern es ist und bleibt immer Gott. (04.12.1958)

(3) Ein wirklich wahrer Christ kann nur der sein, der Christus so folgt, wie Christus es von uns erwartet, wie Seine Lehre uns das alles sagt. Und daher war Christus dreiunddreißig Jahre auf dieser Erde, das heißt in dem Körper, den Gott Ihm für dieses Erdenleben geschenkt, damit Er uns all das vermitteln kann, was Gott für uns, für die gesamte Menschheit zu sagen hat! Denn anders haben die Menschen nicht mehr auf Gott hören können. (04.12.1958)

(4) Wenn jedoch ein Mensch oder eine Menschengruppe den falschen Weg geht beziehungsweise gegangen ist, und sie wollen umkehren, weil sie sich nun vom Wahren überzeugt haben, dann müssten sie, nach dem Gesetz (von) Ursache und Wirkung, zunächst bis zu der Stelle zurückgehen, an der sie den rechten, den göttlichen Weg verlassen haben. Das heißt, wenn jemand zum Beispiel zwanzig Jahre lang, aufgrund der Verlockungen und Verleitungen der bösen Seite, das Unrechte geglaubt und getan hat, dann muss er – trotz seines jetzigen guten Willens – genauso lange, also wiederum zwanzig Jahre, bis zur damaligen Weggabelung zurückgehen, um dann erst den richtigen Weg beschreiten zu können. Das verlangt also das harte Gesetz, solange das Wirken der geistigen Liebe, die erst das Vergeben und Vergessen ermöglicht, noch nicht aktiv ist. Durch die Lehre Christi jedoch, die wir einst alle in die Tat umsetzen müssen, geht das Abtragen von Schuld viel, viel schneller. Ja, es kann, wenn ein Mensch wirklich loslässt, schon im nächsten Augenblick geschehen. Das aber ist geistige Heilung und immer Gnade Gottes! Ahnen Sie nun, was Christus wirklich für die Menschen getan hat, und was Er für uns alle, ja, für die ganze Welt bedeutet? (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 190)

(5) Es wird Ihnen klar, dass das Erdenleben Christi nicht umsonst gewesen ist, denn Gott hat dieses Erdenleben für Christus deshalb bestimmt, weil es Gott nur so am ehesten möglich war, uns, das heißt den Menschen, durch die Lehre Christi auf den Weg zu führen, den Gott für die gesamte Menschheit bestimmt hat. Und das ist und bleibt alleine der Weg, der diesen, (…) der jeden einzelnen Menschen wirklich zu Gott führt. Aber zwei Herren, meine lieben Freunde, können Sie nicht dienen. Nicht auf der einen Seite dem Bösen und auf der anderen Seite Gott! Und dazwischen sind Sie ein Heuchler, ein Lügner, ein Betrüger, Sie sind nicht einmal ehrlich zu sich selbst. Dieses alles müssen Sie ablegen, all das, ich sage es noch einmal, all das, das Sie bisher in diesem Erdenleben als böse empfunden haben, müssen Sie ganz beiseite stellen. Sie müssen dem Bösen den Rücken kehren. Sie müssen den anderen Weg gehen. Und daher rufe ich Sie auf zur großen Umkehr! Gehen Sie den Weg, so wie er Ihnen von Gott – uns allen durch Christus – bestimmt ist! Was müssen wir Menschen tun? Was ist das für eine Lehre, die Lehre Christi? Ist das alles, wenn der Mensch von sich aus behauptet, von sich aus sagt: „Ich bin ein Christ“? Ist das alles? Müssen wir das nicht tun, wenn Christus sagt: „Folget mir!“ Folgen kann nur der, der sich von all dem Irdischen löst, sich nicht an das Irdische klammert, sondern der sich an den klammert und zu dem hin – gezogen fühlt, zu dem er gehört. Nur dieser kann Gott folgen. Der kann und wird auch durch die Lehre Christi das werden, wozu Gott ihn bestimmt hat. Da gibt es kein Hin und Her, kein Für und Wider. (04.12.1958)

(6) Es ist nun mal die Lehre Christi, die Sie beherzigen müssten. (04.12.1958)

(7) Wenn wir, wie Sie hier alle, hier in Europa, die christliche Lehre kennen, wenn auch nicht jetzt in späteren Jahren, aber wenigstens von der Schulbank, (…) da ist Ihnen doch so vieles bekannt geworden. Und was bedeutet für uns die Lehre Christi? (Reicht es) nur, dass wir sie da drin (im Kopf ) haben, dass wir bequem sind und gar nicht daran denken, (…) dass wir hier diese Lehre in die Tat umzusetzen haben. Nicht anders können wir Christus folgen. Nie anders wird es werden, wenn wir nicht zur Tat übergehen. Wir müssen es einfach tun! (05.10.1957)

(8) Wer sich heute nicht mehr beraten, nicht belehren lässt, wer heute nicht mehr den Rat Christi befolgt, wer heute nicht mehr das tut, wer heute nicht mal mehr den Gedanken aufnimmt, das zu tun, sondern nur daran glaubt, das müsste alles so kommen, so wie er es sich denkt, (…) – und das wäre dann alles. Nein, das ist nichts! Was es ist, doch nur das Böse! (04.12.1958)

(9) Wem nicht zu raten, dem ist auch nicht zu helfen! Und Christus selbst hat uns den guten, den besten, den einzigen Rat gegeben, den wir Menschen, den alle Menschen zu befolgen haben. Und so Sie jetzt richtig folgen – und dass Sie nichts verlangen, sondern wirklich all das erlangen, was für Sie bestimmt ist -, dann werden Sie viel Gutes an sich selbst, viel Gutes an Ihrem eigenen Körper, auch viel Gutes an dem Körper Ihres Nächsten erfahren! Glauben Sie nur! (04.12.1958)

(10) Der Mensch hat es nötig, mit Gott verbunden zu sein. (…) Und mehr wollte Christus nicht, mehr wollte Gott nicht, das ist die wirklich wahre, göttliche Lehre, das ist die Lehre Christi, wie Er sie uns, wie Er sie der Menschheit mit auf den Weg gegeben hat! Gottverbundensein, das ist alles! (04.12.1958)

(11) Christus hat uns so viel des Guten mit auf unseren Lebensweg gegeben. Warum haben die Menschen das Gute nicht beherzigt, warum haben sie es nicht in sich aufgenommen? Warum haben sie nie all das getan, erst mal, was sie sich selbst schuldig sind? Und daran hat es gehapert, und nun ist es wichtig, dass Sie wirklich, wirklich und ehrlich dazu übergehen, dass Sie das Versäumte nachholen, indem Sie jetzt das tun, immer das tun, was Sie sich selbst schuldig sind. Und dass Sie wirklich diesem Ihrem Körper, der doch ein göttliches Geschenk ist, Beachtung schenken und dass Sie sich wirklich öffnen, wirklich dem Guten, wirklich Gott hingeben, und dass Sie diese wahre, göttliche Sendung in sich aufnehmen, und dass Sie alles Gute wirklich beherzigen! Beherzigen heißt, dass Sie es aufnehmen! Und dann werden Sie auch fühlen, wie der Lebensstrom durch Ihren Körper nur so fließt! Und je mehr Sie des Guten aufnehmen, desto wohler werden Sie sich fühlen, desto eher wird die Ordnung in Ihrem Körper zustande kommen. Ja, liebe Freunde, mehr wollte Christus nicht. (04.12.1958)

(12) Jesus Christus wusste, dass jede Krankheit durch Sünde kommt. Deshalb ermahnte er den Kranken nach der Heilung: „Sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Ärgeres widerfahre!“ (handschriftlich)

(13) Wie Gott sich hier zeigte, indem Er durch den Körper Christi wirkte. Wie oft Christus auch gesagt hat: „Nicht Ich, sondern dein Glaube hat dir geholfen!“ (05.10.1958)

(14) Christus hatte auch nicht alle – wie es in einem Buche geschrieben steht – geheilt, die geheilt werden wollten, nein – auch nicht alle blieben gesund, wie es da heißt „geheilt“. Viele hatten auch diese Heiligung, Sie sagen „Heilung“, wieder verloren, auch das hat es gegeben. (05.10.1958)

(15) Über Christus selbst hat man viel gesprochen. Man hat Ihm viel Böses angetan, Er hat alles geduldig getragen. Für wen? Weil Er feige war? Nein, für uns! Damit wir zur Erkenntnis kommen, damit wir Ihn erkennen können, wie groß und mächtig Gott doch ist und wie gerecht, und wie ungerecht die Menschen sind. (05.10.1958)

(16) Das Kreuz (…) ist die Sünde der Welt. Ja, es wurde damit der größte Menschenfreund gemordet. (Datum unbekannt)

(17) Christus ist immer unter den Menschen, Er ist nicht tot, es gibt keinen Tod, es gibt nur eine Erlösung! (05.10.1958)