Die Bedeutsamkeit des Glaubens

Kapitel 9 von 120 aus dem Buch “Die Lehre Bruno Grönings – Aufruf zur Nachfolge Christi”

(1) Glauben Sie doch, dass Sie nicht alleine sind, glauben Sie doch, dass Sie ein göttliches Geschöpf, glauben Sie doch, dass Sie ein Kind Gottes sind! Glauben Sie doch, dass Gott Ihnen alles gibt, was Er für Sie, was Er für jedes Lebewesen bestimmt hat! Natürlich muss jedes Lebewesen das aufnehmen! (05.10.1958)

(2) Gott wird helfen, so der Mensch daran glaubt, so er den guten, den göttlichen Willen hat, in dem er ja zu leben bestimmt ist, und so er den Glauben an Gott nicht verliert. Und Gott hilft ihm. (26.12.1958)

(3) Niemals den Mut sinken lassen, wenn man Ihnen auch schon gesagt hat: Da können wir nicht mehr helfen. Da macht es mir am meisten Spaß, wo die Hilfe schon versagt hat! (17.10.1949)

(4) Wer an seine Gesundheit glaubt, der glaubt an Gott. Der einzige Arzt ist Gott. Gott ist der Sender, du der Empfänger. Heilungssuchende sind Gottsuchende. (handschriftlich)

(5) Wenn Sie nur glauben, dass Sie das Heil erfahren werden, dann ist Ihnen schon geholfen. Glauben Sie nur! (05.10.1958)

(6) Dein Glaube hat dir geholfen! Das sind immer meine Worte gewesen. (24.09.1949)

(7) Wie oft Christus auch gesagt hat: „Dein Glaube hat dir geholfen!“ (05.10.1958)

(8) In der Bibel steht auch: Der Glaube kann Berge versetzen. Ich aber sage Ihnen: Der Glaube versetzt Berge, glauben Sie nur! (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 121)

(9) Wer standfest ist, wer den wahren, göttlichen Glauben in sich festhalten kann, siegt! (31.08.1950)

(10) Das anhaltende Gute überwindet das Böse. (handschriftlich)

(11) Ich will nichts Neues bringen, sondern nur den Fall (…), wo ein Kindchen, das ich noch nicht gesehen, noch nicht zu Gesicht erhalten habe, einen voll gelähmten Körper hatte. (…) Es hatte nur von einem Mädel (…) eine Kugel verabreicht erhalten. Der Name „Gröning“ ist nicht gefallen. Dieses Mädel hat diesem Kind die Kugel gegeben: „Mein liebes Kind, glaubst du, dass Gott dir die Kraft wiedergeben wird, dass du wieder gesund wirst?“ „Ja, Tante, daran glaube ich!“ „Komm, hier hast du eine Kugel, und verlier sie nur nicht!“ „Nein! Oh, das kitzelt, oh, das wird warm, oh, sieh mal, Tante, wie die Beine schon sind, ja, ich glaube, sieh mal, wie die Beine sich schon bewegen!“ Und so fing das Kind gleich zu strampeln an, weil es das Leben bejahte, das nicht mehr in dem Körper, nicht mehr in den Gliedern vor – handen war. Das ist Glauben! Die Eltern hatten es aufgegeben, deshalb, weil die Ärzte sagten: „Da können wir nichts machen.“ Aber dies Kind zeigte es ja und wollte nur mit dieser Tante, mit diesem Mädel alleine sein und zeigte Abwehr, weil das Kind fühlte, die Eltern stören nur. Und so ging es rapide, es ging sehr schnell, und das Kind war auf den Beinen! Und es wurde gesund, es ist noch gar nicht lange her. Im Frühjahr war ich dort, im März hat das Kindchen die Kugel gekriegt, und kurz darauf ist es gesund geworden. Als ich letztens unten war, leider habe ich es nicht gesehen, muss auch nicht sein, aber eines: ein Glücksgefühl! Es hat es zugelassen, es hat geglaubt, dass wieder das Leben in die Glieder eintreten wird, hat sich geöffnet, hat sich ganz Gott hingegeben. Ja, die Verbindung zu Gott hat das Kind gehabt! (…) Das Kind sprach mit offenem Herzen: „(…) Ja, ich glaube, dass ich wieder gesund werde!“ So nebenbei hat es auch gesagt: „Die Mutti glaubt nicht mehr!“ Das ist treffend. „Aber ich glaube!“ Und schon passierte es. Schauen Sie, Freunde, könnte es Ihnen nicht auch so gehen? Warum glauben Sie nicht? (05.10.1958)

(12) Nicht nur heute und morgen, nein, Ihr ganzes Leben lang sollen Sie den Glauben an unseren Herrgott stärken und mit ihm leben. (24.09.1949)

(13) Das Schwerste hierbei ist, dass der Mensch dem göttlichen Glauben, den er in sich führt, auch genau nachgibt und dementsprechend lebt. Es soll nicht nur so sein, wie Menschen sich das bisher vorgestellt haben, dass sie einmal in der Woche, und das ist der Sonntag, ins Gotteshaus gehen und dort beten, und damit wäre das wieder für die Woche abgetan, und er kann sich be – wegen, wie er gerade Lust und Liebe dazu hat. Das ist falsch! Wenn ich sage, ich glaube an den Herrgott, so muss ich auch dementsprechend der Mensch sein, muss Vorbild sein und muss mich dementsprechend als Mensch auch bewegen und muss auch zeigen, dass ich ein guter Mensch bin. (17.10.1949)

(14) Sie sind mit dem zufrieden, wenn hier und dort die Gotteshäuser stehen, dass Sie die vielleicht täglich oder wöchentlich einmal oder gleich wann besuchen, dass Sie da schon Ihren Zweck erfüllen, wenn Sie dort einmal hingehen und Ihr Gebetchen dort runterleiern. Da glaubt jeder Mensch, er hätte schon die richtige Verbindung zum göttlichen Werk. So ist es nun (aber) nicht. Ich wünsche es von ganzem Herzen, dass die Menschen wirklich gottgläubige Menschen werden, dass sie den wahren, göttlichen Glauben in sich tragen und dieses nicht beweisen mit Worten, sondern mit Taten, denn viele Menschen haben heute (nur) so die Angewohnheit und sagen: „Ich glaube daran, ich glaube daran“. (12.10.1950)

(15) Setzen Sie – ich sage es noch einmal – dieses Wort „Glauben“ in die Tat um! Tun Sie es! Gehen Sie doch den Weg, der für Sie bestimmt ist! (05.10.1958)

(16) Christus sagt: „Folgen kann nur der, der da glaubt. Folget mir!“ (05.10.1958)

(17) Viele Menschen sagen, sie glauben an Gott, und sie lästern Gott, sie schenken Ihm keine Beachtung, sie haben keine Verbindung. Das ist nur der lose Mund, nur der Glauben, in den sie sich versetzt haben, der in Wirklichkeit aber kein Glauben ist und durch den sie überall gegen den Willen Gottes nicht nur sprechen, sondern auch wirken, dass sie alles das tun, was gegen Gott spricht. Sind Sie jetzt noch ein so gläubiger Mensch? Waren Sie ein gläubiger Mensch? Ich frage, wollen Sie jetzt einer werden? Dann umkehren! Dann sich wirklich nicht mehr versündigen und nie mehr gegen den Willen Gottes arbeiten, auch nie ein Heuchler sein und sagen: „Ich glaube“, sondern setzen Sie dieses Wort „Glauben“ in die Tat um! Tun Sie es, dann ist es gut! Dann haben Sie wieder heimgefunden, zurückgefunden, und dann wird die Hand Gottes Sie führen. Aber ergreifen Sie die Hand, lassen Sie sich führen, dann wird es gut sein! (05.10.1958)

(18) Nichts wissen sie (die Menschen) von Gott, obwohl sie sich in den Glauben versetzen, sie seien ein gläubiger Mensch. Aber das Wort „Glauben“ ist ihnen geläufig geworden, (…), kommt auch von dieser Macht, von dieser Macht der Gewohnheit: „Ich glaube“, ohne zu überprüfen, ob das der wirklich wahre Glauben ist, ob der Mensch wirklich an das glaubt, was er selbst in Wirklichkeit, in Wahrheit ist, ob der Mensch wirklich überzeugt ist von dem, was er ist und wozu Gott ihn bestimmt hat. (05.10.1958)

(19) Was weiß er (der Mensch), was das Wörtchen „Glaube“ überhaupt bedeutet? Was das Wörtchen „Glaube“ ist? Es gibt ja Menschen, die heute noch sagen: „Ich habe immer geglaubt“, aber sagen: „dies und dies ja noch nicht. Und der, der andere, der hat nicht geglaubt, wie ich weiß; der ist (aber) gesund geworden.“ Mensch, was weißt Du von Deinem Nächsten? (…) Du hast geglaubt, dass er nicht glauben kann, und doch: Er hat den wirklichen Glauben gehabt! Er hat nur nicht den Glauben gehabt, wie Menschen ihn haben. Wo sie nicht einen, wo sie viele Glauben haben, aber was ist der echte unter all diesen? (05.10.1957)

(20) Sie haben kein Selbstvertrauen. Sie haben nicht den Glauben an das Gute, das Gott für Sie bestimmt hat. Und Sie glauben auch gar nicht, obwohl Sie es sich immer wieder aufs Neue ein – reden. Denn so ein gläubiger Mensch sind Sie noch lange nicht! Gott gibt dem Menschen alles, dass er gläubig werden kann, aber der Mensch nimmt es nicht an. Er bildet es sich nur ein, er lebt nur in dem Glauben, er wäre es, er wäre das, woran er glaubt. Aber er tut nie das, was er zu tun hat. Er tut nie das an sich, er tut nie das um sich, er tut nie das an seinen Nächsten. (04.12.1958)

(21) Zweifeln Sie aber nie das Gute an, denn am Guten zweifeln heißt an Gott zweifeln, und dann erleben Sie immer nur Ungutes. (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 108)

(22) Sie alle glaubten, erst dann den festen Glauben haben zu können, wenn Ihnen der Herrgott persönlich vor Augen er – scheint. Sie haben zum Teil nach Jahren immer noch geglaubt, es müsste so sein. Nein. Der Herrgott ist und bleibt für uns Menschen der Unsichtbare, aber doch der Spürbare. Jeder spürt es an seinem eigenen Leib, so wie er den Glauben in sich hat, und er verspürt, dass die Hilfe Gottes die Einzige, die Größte und die Beste nur sein kann. (03.09.1949)

(23) Nein, Freunde, ein Glaube, an den Bedingungen ge – knüpft sind, das ist kein Glaube. Das ist ein Verlangen, ein Gottverlangen, also ein absolutes Misstrauen gegenüber Ihrem Schöpfer! Wie sagte doch Christus zu Thomas: Nicht sehen und doch glauben – das bringt uns Gott näher! (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 208)

(24) Der Herrgott räumt einem Menschen nicht das Recht ein, dass er sagt: „Ich möchte Ihn sehen, Er muss helfen, dazu ist Er da.“ Das ist falsch, so sieht es nicht aus! Das Recht kann der Herrgott keinem Menschen einräumen, dass er als einzelner Mensch, obwohl er ein guter Anhänger ist, ein gut gläubiger, ein gottgläubiger Mensch, sich das anmaßt. Wer tatsächlich den wahren, göttlichen Glauben in sich trägt und auch dementsprechend lebt, der darf diesen Glauben nicht nur in Worte umsetzen, sondern in Taten. Und wenn das geschieht, dann hat er wohl ein Anrecht – aber immer noch kein Anrecht, den Herrgott zu sehen. Denn dann ist er ja kein gläubiger Mensch, denn hier heißt es, nicht nur das zu glauben, was man sieht! Aber es ist doch so, dass der Mensch es dann am eigenen Leibe verspürt. (19.09.1950)

(25) Ich weiß, dass viele den Glauben an Gott verloren haben, so dass der eine und der andere sagt: „Ja, wenn es einen Herrgott gäbe, dann würden wir besser leben, würde der Krieg nicht sein, würde Er es nicht zulassen, dass Kirchen, dass Wohnungen zerstört werden, dass wir aus der Heimat vertrieben werden.“ (17.10.1949)

(26) Der Mensch fühlte sich schon alleine, er fühlte sich schon gottlos. Er sagt natürlich: „Ich bin nicht gottlos, ich bin ein Gottgläubiger!“ Aber in Wirklichkeit hat er Gott nicht mehr in sich getragen, er hatte Gott verlassen, er ist auch ein Gottverlassener. (05.10.1958)

(27) Wo bleiben Sie? Wo sind Sie? Wo ist überhaupt der wirkliche Mensch? Wo ist noch Natürliches in ihm? Nach außen hin gesehen schämt er sich sogar zu sagen, dass er ein Gläubiger ist! Oder aber auf der anderen Seite brüstet er sich, um sich nur zu behaupten, um all das zu verstecken, all das zu tarnen, was er hinter sich gelassen hat an Bösem, indem er die Menschen nur beschwichtigen, betäuben will, indem er sagt, er sei ein Christ, er sei ein Gläubiger! Ein wirklich wahrer Christ kann nur der sein, der Christus so folgt, wie Christus es von uns erwartet, wie Seine Lehre uns das alles sagt! (…) Natürlich muss der Mensch all das tun, was er sich selbst und seinen Nächsten schuldig ist! Und ich frage Sie, warum sagte Christus: „Folget Mir!“? Wer folgt Ihm? Wer tut all das, was er zu tun hat? Wer ist hier mal zur Tat übergegangen? Wo ist der Mensch, wo sind die Menschen, wie weit ist die Menschheit abgegangen von dem Weg, der uns, der alle Menschen zu Gott führt? Das ist der Weg, meine lieben Freunde, den Christus uns aufgezeigt, den wir zu gehen haben! Aber nicht nur, dass wir sagen, wir gehen ihn, nicht nur, dass wir sagen, wir glauben an Ihn, nicht nur, dass wir sagen, wir sind ein Gläubiger, wir sind ein Christ; wir bitten, wir beten, wir gehen zur Kirche, wir gehören dieser oder jener Konfession an beziehungsweise einer Glaubensgemeinschaft. Aber was tut der Mensch in Wirklichkeit? Setzt er das alles in die Tat um, so wie er sich herausstellt, als ein wirklich gut gottgläubiger Mensch? Tut er wirklich all das, was er zu tun hat, was er tun müsste, um ein Gottliebender zu sein? Ja, meine lieben Freunde, dazu gehört mehr, viel, viel mehr! (04.12.1958)

(28) Wie viele Menschen es doch so abzutun wissen, indem sie von sich aus behaupteten und heute noch behaupten, sie seien ein gläubiger Mensch, sie beten, sie seien ein Christ, und sie haben immer geglaubt, und sie haben zu Gott gebetet, und Er hat sie nicht erhört, und sie sind von dem Übel nicht frei geworden. Nein, Freunde, Sie müssen sich von dem Übel abwenden! Sie dürfen sich niemals mit dem, das Sie als Übel empfinden, abgeben. Und dürfen sich auch nicht mit dem Übel abfinden, indem Sie gleichgültig werden, wie viele doch gleichgültig geworden sind: „Da ist nichts mehr zu machen, da ist nichts mehr zu helfen. Ich werde so langsam dahinsiechen, es kann mir kein Mensch mehr helfen.“ Er sagt nicht von sich aus, dass Gott ihm helfen kann, ihm helfen wird. Wenn er den ersten Schritt zu Gott tut, damit wird ihm geholfen. Er, der Mensch, muss sich Gott nähern, er muss den Weg gehen, den Christus uns an- und auch aufgezeigt hat. Wir müssen Ihm folgen; der Mensch muss alles dazu tun. Tun heißt zur Tat übergehen. Sich nicht nur mit eigenen Worten trösten oder womöglich mit Worten Ihrer Nächsten trösten lassen. Und sich nur in einen Glauben versetzen, dass sie von sich aus sagen, dass sie glauben, aber dieses Wort „Glauben“ niemals in die Tat umsetzen und immer wieder Zweifel aufnehmen. Zweifel aufnehmen heißt das Gute anzweifeln. Sie verabscheuen das Gute, sie werfen es von sich, und sie können es niemals in sich aufnehmen, und sie werden das Gute auch niemals in und noch viel weniger um sich fühlen, sondern da wird erst recht das Böse in ihnen haften und wird sie und ihren Körper herabwürdigen, so dass sie da dann dem Siechtum ausgeliefert sind. (04.12.1958)

(29) Viele glauben gar nicht und sie sagen: „Jesus ist tot. Er ist gekreuzigt.“ Sie glauben nicht mehr, dass Er unter uns ist. Sie glauben nicht mehr, dass Er auf dieser Erde ist, sie glauben überhaupt nicht mehr. Sie tun es auch damit ab, das sei eine weit zurückliegende Geschichte, es sei eine Religionslehre geworden. Und sie sagen auch von sich: „Der Mensch muss ja einen Glauben haben. Ohne Glauben könnte er nicht leben, ohne Glauben könnte er nicht existieren. Und er muss auch einer Formation angehören, er muss auch einer Konfession angehören, und der Ordnung halber muss er auch einer Nation angehören. Und weiterhin – na ja, er muss sicher auch im Leben etwas tun, er muss seinen Beruf haben …“ Und das ist aber alles. Meine lieben Freunde, überlegen Sie jetzt genau, wie Sie sich selbst versündigt haben, wie Sie immer wieder der Sünde, wie Sie immer wieder dem Bösen verfallen sind! Wie Sie immer wieder nur dem Bösen dienten – denn Sie hatten sich ja mit dem Bösen abgegeben, viele sogar schon abgefunden, denn Sie haben sich verloren gesehen. Sie hatten keine Kraft mehr, sich von dem Bösen zu befreien! Natürlich keine Kraft deshalb mehr, weil Sie alles Mögliche selbst versucht haben und auch viele Versuche anstellen ließen von Ihren Nächsten. Sie selbst gaben sich und das Gute auf, und Ihr Nächster sagte: „Ach, ich habe alles versucht, ich kann nicht helfen!“ Wer so weit gesunken ist, wer so weit von dem guten, göttlichen Weg abgekommen ist und wer sich heute nicht mehr beraten, nicht belehren lässt, wer heute nicht mehr den Rat Christi befolgt, wer heute nicht mehr das tut, wer heute nicht mal mehr den Gedanken aufnimmt, das zu tun, sondern nur daran glaubt, das müsste alles so kommen, so wie er es sich denkt, (…) – und das wäre dann alles … Nein, das ist nichts. Was es ist? Doch nur das Böse! (04.12.1958)

(30) Ich verabscheue entschieden das Böse (Krankheit) und glaube fest an all das Gute im Menschen, auch für denjenigen, der heute noch nicht glauben kann oder will. Daher sehe ich hierin meine Lebensaufgabe: für all die zu beten, die es nicht können. Ich werde es so lange tun, bis sie selbst dazu in der Lage sind. (handschriftlich) (31) Würden Sie mal aufhören zu glauben, dass Sie doch nicht mehr glauben können, dass Sie doch von Menschen umgeben sind, die Sie um den Glauben bringen, dann will ich für Sie so lange glauben, dass es nicht aufhört, das heißt dass Sie immer die Verbindung zu dem haben, zu dem auch Sie, wir alle gehören. Das tu ich für Sie, daran können Sie auch glauben. Aber dann nicht bequem werden und sagen: „Er tut’s ja für mich. Dann kann ich ja mal ungläubig werden, dann kann ich ja mal den Glauben anzweifeln, und dann kann ich mich ja mal gehen lassen. Soll er’s für mich tun!“ Nein, Freunde! (05.10.1957)