Die Arbeit an sich selbst

Kapitel 18 von 120 aus dem Buch “Die Lehre Bruno Grönings – Aufruf zur Nachfolge Christi”

(1) Jeder ist seines Glückes Schmied, denn was der Mensch sät, wird er ernten! (07.11.1958)

(2) Überlegen Sie jedes Wort und jeden Satz, den Sie sprechen und jeden Gedanken, den Sie aufnehmen, ob er es würdig ist, aufgenommen zu werden! Und überlegen Sie alles ganz genau, ob Sie auch richtig gehandelt haben! Rufen Sie sich täglich selbst zur Ordnung, das heißt zu Gott! Rügen Sie sich selbst! (07.11.1958)

(3) Wer andere besiegen will, muss erst sich selbst besiegen. (handschriftlich)

(4) Willst du das Göttliche erleben, so musst du danach streben. (handschriftlich)

(5) Strebe nach dem Leben – Gott, Gott in uns. (handschriftlich)

(6) Christus, Sein Leben müssen wir erstreben. (handschriftlich)

(7) Was ein Mensch an bösen Gedanken und Gefühlen im Laufe der Jahre aufnimmt, ohne sie von sich zu weisen, das speichert er und gibt es dann später verstärkt in Form von bösen Worten und Taten weiter. Keiner wird nämlich seine Schwierigkeiten dadurch los, indem er sie verdrängt, also bildlich gesprochen, unter den Teppich kehrt. Im Gegenteil, der zugedeckte Dreckhaufen wird immer unangenehmer und störender, bis er schließlich alles andere überlagert. Also ist es unumgänglich, nicht nur die Wohnung zu säubern und den Schmutz aus ihr zu entfernen, sondern genauso gründlich, ja noch gründlicher die innere Wohnung rein zu halten. (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 175)

(8) Wenn der eine oder andere von Ihnen einen Fehler macht, so wollen wir ihm deswegen nicht böse sein, im Gegenteil. Durch jeden Fehler des anderen haben wir und er die Gelegenheit zu lernen und es besser zu machen, denn erst durch diesen Fehler werden wir auf die Sache aufmerksam und können sie richtig erklären. Lernen Sie immer aus Ihren Fehlern und denen der anderen. Wir sind alle nur Schüler auf dieser Welt – auch ich – und ich lerne jedes Mal am meisten, wenn ich bei Ihnen bin. Ich ziehe aus jedem Fehler meiner Umgebung die Lehre. Seien auch Sie aufmerksam und beobachten Sie scharf, damit Sie einmal selbstständig unterscheiden können, was richtig und was falsch ist. Sie sollen nicht von mir abhängig sein. Ich kann ja nicht immer bei Ihnen bleiben und einmal werde auch ich diese Welt wieder verlassen. Auch dann müssen Sie weiterhin im Guten leben und müssen wissen, was Sie wollen. (Alfred Hosp, „Kräfte des Geistes“, Eigenverlag, S. 228)

(9) Also, lernen können Sie nur an all dem, was Sie selbst an Fehlern begangen haben oder wie die Fehler von Ihren Nächsten begangen worden sind. (07.11.1958)

(10) Einen Fehler begehen und sich nicht bessern, das erst heißt einen Fehler begehen. (handschriftlich)

(11) Wer standfest ist, wer den wahren, göttlichen Glauben in sich festhalten kann, siegt! (31.08.1950)

(12) Wenn Sie aber ziellos durchs Leben gehen, dann gibt es ein Durcheinander, dann kann überhaupt nichts Gutes sein. (03.10.1958) (13) Das anhaltende Gute überwindet das Böse. (handschriftlich)