Alle Menschen und Lebewesen sind göttlich

Kapitel 4 von 120 aus dem Buch “Die Lehre Bruno Grönings – Aufruf zur Nachfolge Christi”

(1) Was ist der Mensch? Ein göttliches Geschöpf. Der Mensch besteht aus Geist, Seele und Körper. Ein Mensch ist er deshalb, weil Gott ihm einen erdgebundenen Körper für ein Erdenleben verliehen hat. (…) Alles, was Gott geschaffen hat, ist göttlich. (handschriftlich)

(2) Mensch ist Macht – Gott ist Allmacht. (handschriftlich)

(3) Jeder Mensch müsste von sich aus wissen, dass er ein natürlich göttliches Geschöpf und demnach auch dem göttlichen Gesetz unterworfen ist. (handschriftlich)

(4) Der Mensch ist ein Geschöpf der Liebe. Was in der Liebe geschaffen, kann nur in der Liebe leben. (Liebe ist Gott.) Was du liebst, musst du dir erhalten. (handschriftlich)

(5) Wie oft habe ich es Ihnen gesagt, dass Sie wie jeder Mensch und alle Lebewesen göttlich sind, und niemand kann Ihnen das Göttliche absprechen. Sie bleiben es. Nur mit dem Unterschied, dass der eine mehr oder weniger dem Bösen verfällt, dem Bösen dient, dass er sich mit dem Bösen abgibt, dass er sich mit dem Bösen abfindet oder dass er sich ganz dem Bösen hingibt; dass er das als leichter, als besser empfindet, um ein schmutziges, ein dreckiges Leben zu führen, wie er das von sich aus für richtig hält, was er unter diesem einen Wort „Leben“ überhaupt versteht. Da ist doch die Gefahr! (04.12.1958)

(6) Jeder Mensch und auch diese Körper, die Gott geschaffen hat, sind und bleiben göttlich; sind und bleiben auch göttlich, wenn diese vom Bösen erfasst und auch vom Bösen geführt werden. (handschriftlich)

(7) Das Göttliche steckt in ihm! Der Mensch ist und bleibt göttlich, niemals ist er teuflisch, niemals ist er satanisch, niemals ist der Mensch böse, sondern er kann nur, wenn er Gott verlässt, wenn er sich selbst vernachlässigt, (…) von dem Bösen behaftet werden. Das Böse erfasst ihn, und er muss dann dem Bösen dienen. Nicht der Mensch ist es, der Böses tut, sondern das Böse. Vom Bösen haben wir nichts Gutes zu erwarten! Aber ebenso von Gott nichts Böses! (05.10.1958)