Kernpunkte seiner Lehre

Hier finden Sie einen Kurzüberblick über die Kernpunkte der Lehre Bruno Grönings.

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Bruno Gröning erfüllte eine große Liebe und Ehrfurcht vor Gott und seiner Schöpfung. Er sagte:
„Gott ist unser Vater, Schöpfer unserer Erde!“ (31.08.1950)
„Gott ist das Leben. Die Liebe ist Gott.“ (handschriftlich)

Und er machte deutlich:
„Wir alle sind von Gott abhängig. Ohne Gott gibt es kein Leben, denn Gott ist das Leben selbst!“ (05.10.1958)
„Gott ist für uns alles, und was sind wir ohne Ihn? Ich sage überzeugenderweise – ein Nichts!“ (04.12.1958)

In all seinen Vorträgen sprach er immer wieder davon, wie wichtig es sei, dass der Mensch zur Selbsterkenntnis kommt. Alle Menschen, gleich welcher Religion oder Nation, bezeichnete er als Kinder Gottes. Und er erklärte, dass jeder es nötig hätte die Schöpfungsgesetze zu erkennen und umzusetzen.
„Unser wirklicher Gastgeber ist Gott auf dieser Erde (…) und wir haben uns nach unserem Gastgeber zu richten.“ (03.10.1958)
„Jedes Lebewesen gehört zu Gott und Gott hat ein, d.h. sein Gesetz. Wer dieses nicht kennt, dieses nicht beherzigt, dieses nicht befolgt, der hat auch keinen Erfolg.“ (Datum unbekannt)

Mit mahnenden Worten rief er eindringlich die Menschheit zur großen Umkehr auf. Er war davon überzeugt, dass aufgrund der Nichtbefolgung der weisen Gesetze Gottes, so viel Elend, Not und Leid auf der Erde entstanden sei. „Gott wird keinen Menschen, keines Seiner Lebewesen um seinen Willen bringen.“ (05.10.1958), erklärte er weiter. Doch er sagte auch: „Gottes Wille ist bestimmt. Gott will, dass dem Menschen geholfen wird, so er erkannt hat, dass das Böse ihn herabgewürdigt. Gott hilft ihm, Gott führt ihn und Gott verzeiht auch.“ (05.10.1958)
Viele seiner Vorträge beendete er mit den Worten: „Liebet das Leben – Gott! Gott ist überall.“ (04.12.1958)

Ganz klar und sehr häufig bekannte sich Bruno Gröning zu Christus. In vielen seiner Vorträge sprach er immer wieder mit größtem Respekt von ihm und seiner Lehre. Als Zeichen trug er selbst ständig ein Kruzifix um seinen Hals. Er sagte:
„War Christus der Menschheit nicht das größte Vorbild? (…) Er tat all das, was er zu tun hatte, all das, was Gott ihm sagte. Er ging dahin, wohin Gott ihn führte, nicht Menschen. Und er sprach all das, was Gott zu ihm gesprochen. (…) Es ist nun mal die Lehre Christi, die sie beherzigen müssten.“ (…) „Christus hat uns so viel des Guten mit auf unseren Lebensweg gegeben. Warum haben die Menschen das Gute nicht beherzigt, warum haben sie es nicht in sich aufgenommen?“ (04.12.1958)

Ein zentraler Punkt der Lehre Bruno Grönings ist der Aufruf an alle Menschen, Christus endlich ernsthaft zu folgen.
„Ein wirklich wahrer Christ kann nur der sein, der Christus so folgt, wie Christus es von uns erwartet, wie seine Lehre uns das alles sagt, meine lieben Freunde. Und daher war Christus dreiunddreißig Jahre auf dieser Erde (…), damit er uns all das vermitteln kann, was Gott für uns, für die gesamte Menschheit zu sagen hat. Denn anders haben die Menschen nicht mehr auf Gott hören können. (…) Er (der Mensch) hat es nötig, mit Gott verbunden zu sein. (…) Und mehr wollte Christus nicht, mehr wollte Gott nicht, das ist die wirklich wahre göttliche Lehre, das ist die Lehre Christi, wie er sie uns, wie er sie der Menschheit mit auf dem Weg gegeben hat: Gottverbundensein, das, meine lieben Freunde, ist alles!“ (04.12.1058)

Weihnachten empfand Bruno Gröning als das heiligste Fest im Jahr. Er fragte:
„Was bedeutet für Sie dieses Fest, (…)? Was bedeutet für sie die Geburt Christi? (…) Warum schenkte Gott Christus hier ein Erdenleben? (…) Was wollte Gott damit und was sollte Christus hier? (…) Heißt es nicht in dem Lied ´Stille Nacht, heilige Nacht`, dass Christus der Erlöser ist? (…) `Christ, der Retter ist da!` Ja, meine lieben Freunde, sie singen es, aber sie wissen es nicht, sie glauben nicht daran, sie haben das nicht beherzigt! Sie haben nie all das befolgt, was Christus uns durch seine Lehre hier für unser weiteres Erdenleben übergeben hat.“ (04.12.1958)

Und aus Überzeugung sagte er:
„Christus ist immer unter den Menschen, er ist nicht tot, es gibt keinen Tod, es gibt nur eine Erlösung!“ (05.10.1958)

Das Bekenntnis Bruno Grönings zu Christus und seiner Lehre bedeutet jedoch nicht, dass er in irgendeiner Form dogmatisch oder untolerant gewesen wäre. Niemals hat er behauptet, dass nur der christliche Weg zu Gott führe.
Im Gegenteil, er stellte klar:
„Mir ist es völlig egal, wie der Mensch zu Gott findet, Hauptsache er findet zu Gott!“ (Datum unbekannt)

„Der größte Arzt aller Menschen ist und bleibt unser Herrgott!“ (24.09.1949)
„Wer hat Ihnen das Leben gegeben? Nur allein der Herrgott! Und Er will ihnen die Gesundheit geben!“ (September 1949)

Bruno Gröning stand mit Nachdruck dafür ein, dass es keine unheilbare Krankheit gäbe.
„Es gibt vieles, das nicht erklärt werden, aber nichts, das nicht geschehen kann.“ (04.09.1950), war eine seiner vielen Lebensweisheiten. Die Gesundheit betrachtete er als die göttliche Ordnung im Menschen, die Krankheit als die Unordnung. Diese Unordnung käme immer dann zustande, wenn der Mensch sich nicht nach den Gesetzen Gottes richten würde, was meistens unbewusst geschähe. Auf diese Weise könnte das Böse (die Krankheit) in den Menschen eindringen.
„Jesus Christus wusste, dass jede Krankheit durch Sünde kommt. Deshalb ermahnte er den Kranken nach der Heilung: ´Sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Ärgeres widerfahre.`“ (handschriftlich)

Leider hätten viele, laut Bruno Gröning, den Glauben daran verloren, dass Gott sie auf geistigem Weg heilen kann.
„Wie viele Menschen es doch abzutun wissen, indem sie von sich aus behaupteten und heute noch behaupten, sie seien ein gläubiger Mensch, (…) und sie haben immer geglaubt, und sie haben zu Gott gebetet, und Er hat sie nicht erhört, und sie sind von dem Übel nicht frei geworden. (…) Ich weiß, (…), dass sie einer Macht verfallen sind, das ist die Macht der Gewohnheit, und dass sie sich mit dem Wort ´Glauben` nur trösten, aber in Wirklichkeit nicht glauben können, denn sie haben das Wort ´Glaube` ja noch nicht beherzigt, sie sind noch gar nicht zur Tat übergegangen!“ (04.12.1958)

Diesen Glauben an Gottes Hilfe stellt Bruno Gröning als Grundbedingung heraus, um eine Heilung auf geistigem Weg erleben zu können.
„Wenn sie nur glauben, dass sie das Heil erfahren werden, dann ist ihnen schon geholfen. Glauben sie nur!“ (05.10.1958)
„Wer an seine Gesundheit glaubt, der glaubt an Gott.“ (handschriftlich)

Aus diesem Grund sagte er auch:
„Es ist falsch, wenn sie fragen: ´Was kann er heilen?` Nein, sie müssen die Frage stellen: ´Wen kann er heilen?` Sie können sich genauso sperren. (…) Aber dann ist es nicht meine Schuld!“ (05.09.1950)
„Sollte ich sie belügen, sollte ich sagen, dass es hier auf einen ankommt, wie ich es bin? Nein, Freunde, es kommt auf sie selbst an, wie Sie das Gute aufnehmen.“ (05.10.1958)

Außerdem stellte er klar:
„Ich frage keinen Hilfesuchenden, welcher Religion oder welcher Nation er angehört. Mensch ist Mensch, wir Menschen sind alle nur Kinder Gottes, da gibt es keinen Unterschied (…)“ (05.09.1950)
Für Bruno Gröning war die Herkunft, der Stand, der Titel, die Hautfarbe, usw. völlig unwichtig, um im Namen Gottes jemanden zu helfen.

Aber eine Bedingung formulierte er immer wieder sehr deutlich:
„Die Hilfe und Heilung kommt nur diesen Menschen zugute, die den festen Glauben an unseren Herrgott haben. Wer ihn aber (…) verloren hat und jetzt bereit ist, ihn wieder in sich aufzunehmen, auch dem soll die Hilfe zuteil werden.“ (27.08.1949)
„Es liegt hier am Menschen selbst, wie er sich freigemacht hat, um die Heilung zu empfangen, d.h. er muss rein sein. Er muss wissen, dass er kein Gotteslästerer ist. Er muss wissen, dass er sich verpflichtet und verbunden fühlt, mit dem Herrgott zu leben. Dann ist er rein.“ (27.08.1949)
„Haben sie vertrauen und stärken sie ihren Glauben!“ (11.09.1949)
„Es soll nicht nur so sein, wie Menschen sich das bisher vorgestellt haben, dass sie einmal in der Woche, und das ist der Sonntag, ins Gotteshaus gehen und dort beten, und damit wäre es wieder für die Woche abgetan, (…). Das ist falsch! Wenn ich sage: ´Ich glaube an den Herrgott`, so muss ich auch dementsprechend der Mensch sein, muss Vorbild sein (…) und muss auch zeigen, dass ich ein guter Mensch bin.“ (17.10.1949)
„Gehen sie in das Gotteshaus, beten sie dort andächtig, (aber) nicht wie bisher, dass einzelne, vielleicht auch viele, nur dorthin gegangen sind, um zu sehen, was der eine oder andere Mensch für Kleidung trägt und über ihn zu reden, und vieles andere Schmutzige, (…). Das soll man nicht tun, wenn man zur Kirche geht! Dort soll man fromm und andächtig beten und dem Herrgott für all das danken, was Er Gutes für den Menschen getan hat.“ (17.10.1949)
„Glauben sie doch, dass sie nicht alleine sind, glauben sie doch, dass sie ein göttliches Geschöpf, glauben sie doch, dass sie ein Kind Gottes sind! Glauben sie doch, dass Gott Ihnen alles gibt, was er für sie, was er für jedes Lebewesen bestimmt hat.“ (05.10.1958)

Bruno Gröning wies aber auch darauf hin, dass niemand etwas von Gott verlangen dürfe.
„Der größte Teil hat erwartet, sofort gesund zu werden. Das ist ein Verlangen. (…) Sie haben nur zu erlangen, zu empfangen!“ (22.09.1950) „Meistens geht es schnell, aber wer sich darauf versteift, dass es schnell geht, das Recht steht keinem Menschen zu, derartiges zu verlangen. Nur nicht drängen und verlangen, sondern den Herrgott bitten (…).“ (10.09.1949)

Das Geschenk der Gesundheit konnte sich auch niemand bei Bruno Gröning erkaufen. Er lehnte solche Vorhaben strikt ab und verwies diese Menschen teilweise sehr schroff von sich.
„Das Gute, das Göttliche können sie sich mit Geld, mit Gold, auch Brillant, mit sonst was, was sie haben, nicht erkaufen. (…) Geld ist Macht, Gesundheit ist Allmacht!“ (03.10.1958)

Die Gesundheit war für ihn das kostbarste Gut und er bezeichnete eine Heilung sogar als Heiligung. Aus diesem Grund sagte er häufig: „Reich sein heißt gesund sein!“

Die regelmäßige Aufnahme der göttlichen Kraft war für Bruno Gröning eine der wichtigsten Voraussetzungen, um auf geistigem Weg eine Heilung erleben zu können. Er bezeichnete die Kraft Gottes auch als Heilstrom und erklärte:
„Jeder dieser abgebauten Körper weist einen großen Energiemangel auf. (…) Je größer der Verlust an Energien ist, desto länger oder öfter bedarf es einer Wiederaufladung, bis der Körper soviel an Energien aufweist, dass er wieder einsatzfähig ist. (handschriftlich)
„Ein Mensch, der nervös ist, sage ich, der ist energielos, der ist um die Kraft, um die eigene Körperkraft gebracht worden.“ (05.10.1958)
„Der Energieverschleiß ist sehr groß, (…) und daher muss er (der Mensch) erst recht dafür sorgen, dass er täglich neue Energien aufnimmt. (…) Denken sie täglich an Ihren Körper. Nehmen sie täglich neue, d.h. gute Kraft auf. (…) Und dann werden sie hernach sagen, so sie genügend Kraft aufgenommen: Jetzt fühle ich mich wohl, jetzt fühle ich mich frei. Ja, um das Böse (Krankheit) zu beseitigen, Freunde, dazu braucht man viel, sogar sehr viel gute Kraft, (…). Und dieses wird nur da dann möglich sein, so er (der Mensch) sich auf die wirklich wahre göttliche Sendung einzustellen und einzuschalten weiß. Also, die Sendung Gottes können wir, kann jeder in sich aufnehmen.“ (Datum unbekannt)

Die Menschen, die nach der Anweisung Bruno Grönings diese Kraft in sich aufnahmen, berichteten häufig, dass sie ein Kribbeln und ein starkes Wärmegefühl in ihrem Körper verspürten. Viele beschrieben dieses Körpergefühl auch als sanften, angenehmen Strom, der den Körper durchflutete, oftmals verbunden mit einem angenehmen Gefühl von Ruhe und Leichtigkeit. Auch heute noch werden diese Phänomene von Menschen beschrieben, die sich, durch die Lehre Bruno Grönings angeregt, der Kraft Gottes öffnen. Die göttliche Kraft sucht ganz von selbst die Stellen auf, an denen sie wirken muss.

Bruno Gröning lehrte, dass der Mensch bei der Aufnahme der göttlichen Kraft nicht die Arme und Beine überkreuzen sollte, da dies das Eindringen des Heilstromes behindere. Die Hände sollten wie geöffnete Blütenkelche auf die Oberschenkel gelegt werden. Optimal wäre außerdem, sich nicht mit dem Rücken an einem Stuhl oder Sessel anzulehnen.
„Und jetzt bitte ich sie, die Hände, die sie zusammenhalten, auseinander zu nehmen.” (09./10.09.1949)
„Den Rücken bitte freihalten, die Lehne hat heute Ausgang.“ (04.09.1950)
„Die noch einen freibeweglichen Körper haben, die verkrampfen ihn so oft so gerne. Das ist (…) die Macht, die Macht der Gewohnheit: Beine über Kreuz, übereinander geschlagen. Sicher kann er (der Mensch) sich mal lümmeln, (…), aber nicht da dann, wenn er das Gute, das Göttliche empfangen will.“ (05.10.1958)

Im autogenen Training spricht man auch von der so genannten „Droschkenkutscherhaltung“. Er erklärte, dass man sich Arme und Beine wie Stromleiter vorstellen könnte. Im technischen Vergleich führe eine Berührung zweier nicht isolierter Stromleiter zu einem Kurzschluss. Ähnlich sei dies im Körper. Das Überkreuzen der Arme oder Beine führe dort zu einem Energiestau, so dass die feinen Energien nicht richtig durchfließen könnten. Selbst wenn ein Mensch bettlägerig ist, kann er dies befolgen. So ist auch im Liegen die Heilkraft Gottes erlebbar.

Bruno Gröning erklärte zudem, dass eine enge Verbindung zwischen der Aufnahme der göttlichen Kraft und dem göttlichen Schutz bestehen würde.
„Nimmt er (der Mensch) die Kraft Gottes in sich auf, bleibt er in der göttlichen Führung, dann hat er den Schutz. Kommt er aber aus dieser Führung heraus, dann hat er ihn nicht, dann ist er ohne Führung.“ (05.10.1958)

Aufgrund dieser Erklärungen wird deutlich, wie elementar wichtig es ist, sich täglich Zeit dafür zu nehmen, um in die Stille zu gehen und die göttliche Kraft in sich aufzunehmen.
Ein Sprichwort sagt schon: „In der Ruhe liegt die Kraft!“
„Denn das muss er (der Mensch) zuerst tun: die Unruhe von sich schütteln, die Unruhe erst gar nicht aufnehmen, sondern nur Eines: die Ruhe aufnehmen, sich zur Ruhe bewegen, (…), und dann wird er nicht nur ein gutes, ein wohlwollendes Gefühl erhalten, sondern dann wird er die guten Gedanken, die Gedanken aus der guten, aus der göttlichen Gedankenquelle empfangen.“ (26.12.1958)

Natur, die wahre Medizin:

Nicht nur die regelmäßige Aufnahme der göttlichen Kraft, sondern auch die Verwendung von Naturheilkräutern kann den Heilungsprozess positiv beeinflussen.
„Ich stehe nach wie vor dafür: Naturheilkräuter! Die Natur gibt dem Menschen alles, durch das, was der Herrgott für uns wachsen lässt. Warum alles künstlich herstellen?“ (11.07.1949) „Alles das, was durch Menschenhand künstlich geschaffen, gibt es auch natürlich, besser und leichter (…).“ (22.09.1950)

Er bemängelte immer wieder, dass der Mensch einen künstlichen Weg eingeschlagen hätte und stellte klar:
„Viel getan ist in der Naturheilkunde noch nicht.“ (11.07.1949)
Er verwies in diesem Zusammenhang gerne auf Zeiten, in denen die Menschen noch intensiver im Einklang mit der Natur lebten.
„Die ersten Menschen (…) nahmen das Kräutlein mal in den Mund oder legten das irgendwo auf (…) und das Auge (z.B.) war gesund, das Gehör war wieder da. (…) Der Herrgott hat uns auf diese Erde gesetzt und hat uns alles mit auf den Weg gegeben, dass wir uns auch heilen können.“ (07.09.1950).
In diesem Zusammenhang betonte er häufig: „Zurück zur Natur! Zurück zu unserem Herrgott!“

Nicht nur die körperliche Haltung ist bei der Aufnahme der göttlichen Heilkraft wichtig, sondern auch die innere Einstellung.
„Wann können sie es aufnehmen? Nicht früher, bis sie sich selbst von dem Bösen gelöst, dass sie wirklich mit dem Bösen nichts mehr gemein haben. Früher kommt die Aufnahme nicht. Früher ist es nicht möglich. Also, jetzt öffnen Sie ihr Herz und schütten sie wirklich alles aus. Fort mit allen Sorgen und Nöten!“

Ein elementarer Bestandteil der Lehre Bruno Grönings ist das Wissen um die Macht der Gedanken. Der Hilfe- und Heilungssuchende sollte sich ganz bewusst von allen negativen Gedanken lösen, vor allem vom Krankheitsgedanken, von allen Ängsten, Sorgen und Nöten. „Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft“, betonte Bruno Gröning immer wieder. Die innere, positive Einstellung stellte er als  Grundvoraussetzung heraus, damit Gott wirken könne.

„Denken sie nicht an die Krankheit, nicht an das Vergangene.“ (19.09.1950)
Bruno Gröning sagte manchmal, dass viele Menschen förmlich auf der Krankheit sitzen und sie nicht loslassen würden.
„Wenn er (der Mensch) sich mit seinem Leiden beschäftigt, ist es unmöglich, dass er überhaupt empfängt.“ (07.09.1950)
„Immer wieder beschäftigt der Mensch sich mit dem, das er als Unheil an seinem Körper empfunden hat. Er hegt und pflegt es. Er tut alles Mögliche. Er weiß weiter nichts anderes mehr zu tun, da die Macht dieser Gewohnheit ihm so in Fleisch und Blut übergegangen ist, (…). Er beschäftigt sich wirklich mit dem Unheil, und damit wrackt und würdigt er seinen Körper herab.“ (05.10.1958)
„Ich sage, wer sich mit seiner Krankheit beschäftigt, der hält sie fest, wer sie aber los werden will, und das wollen sie wohl alle, der möge nicht daran denken, sondern seinen Körper beobachten, (…). (23.09.1950)
„Das Gute geht nur da hinein, wo das Schlechte entfernt ist.“ (31.08.1950)

Die bewusste Lösung vom Krankheitsgedanken ist also Grundvoraussetzung für jede geistige Heilung. Darum sollte der Mensch auch nicht sagen: „Das ist meine Krankheit“, denn mit diesen Gedanken würde er alles festhalten. Auch sollte er nicht sagen: „Ich habe diese Krankheit“, sondern: „Ich hatte diese Krankheit“, um sich innerlich bereits davon zu lösen. Bruno Gröning warnte die Heilungssuchenden grundsätzlich davor, über Krankheiten zu sprechen.

Wichtig ist, um die Heilwelle zu empfangen, dass der Mensch richtig eingestellt ist, d.h. auf den festen Glauben an die Heilung und auf den richtigen Sender, Gott selbst! Bruno Gröning brachte oftmals den Vergleich mit dem Radio. Alle negativen Gedanken würden einen schlechten Empfang erzeugen. Gott würde immer alles Gute senden, aber viele Menschen könnten es nicht empfinden, da sie eine falsche Lebenseinstellung hätten.

Empfehlenswert ist es, sich während des Einstellens auf den göttlichen Sender eine wohltuende Musik anzuhören und einfach an etwas Schönes zu denken. Viele stellen sich dabei das Meer vor, die Berge, Bilder vom Wald oder einer Landschaft, einen Sonnenuntergang oder anderes. Dabei sollte man den Körper beobachten.
„Sie haben sich nur darauf einzustellen, um hier die wahre göttliche Sendung zu empfangen, besser gesagt zu erlangen. Wie sie diese Sendung erlangen, das stellen sie fest. Aber immer wieder muss ich sagen, erst da dann, so sie ihrem Körper wirkliche Beachtung schenken, so sie acht geben, was in ihm geschieht, noch viel weniger, um ihn, sondern nur in ihm, in ihrem eigenen Körper. So sie von der Umwelt, von ihrer Umgebung abgelenkt werden, dann schließen sie einfach die Augen, (…).“ (Datum unbekannt)

Friedrich Retlow erwähnt in seiner Broschüre aus den fünfziger Jahren „Bruno Grönings Heilstrom – seine Natur und seine Wirkung“ noch einen anderen wichtigen Aspekt bezüglich des positiven Denkens:
„Besonders bei Heilungen durch den Kraftstrom (…), dem die materialistische Welt ungläubig und ablehnend gegenübersteht, ist die Gefahr vorhanden, dass abfällige Meinungen, böswillige Urteile auf den Kranken einstürmen (…) und damit den Glauben an seine Heilung und Gesundung zerstören. (…) Mancher Rückfall in den früheren Krankheitszustand ist auf diese zerstörende Einwirkung von negativen Gedanken zurückzuführen. Gedanken sind Kräfte, die ihre spezifische Schwingung und Ausstrahlung haben. (…) Wenn daher Kranke, (…), aus einer harmonischen Umgebung von guten, hilfsbereiten und zuversichtlichen Menschen in einen anderen Kreis von Spöttern, Zweiflern und Ungläubigen eintreten und dort verbleiben müssen, können aus den genannten Gründen Rückfälle eintreten, deren Ursachen äußerlich gesehen nicht erkennbar sind. Es ist daher ein Gebot der Klugheit, bei einem solchen Wechsel der Umgebung, wie überhaupt im Verkehr mit Skeptikern und Unwissenden, über eine eingeleitete Heilung durch den Strom möglichst zu schweigen. Erst wenn die Übergangszeit beendet und der Gesundheitszustand fest fundiert und gesichert erscheint, sollte man frei darüber reden.“

Auf die Macht der Gedanken, nicht nur im Bezug zur Gesundheit, sondern in allen Lebenslagen, wird in vielen Büchern der heutigen Zeit, zum Teil in Millionenauflage, hingewiesen. Autoren wie Dr. Joseph Murphy, Norman Vincent Peale, K. O. Schmidt,  Dale Carnegie, Louise L. Hay und viele andere haben großartige Bücher zu dieser Thematik verfasst.

Während oder nach dem Einstellen auf die göttliche Heilkraft kann es zu Schmerzen im Körper kommen, sogenannte Regelungsschmerzen. Diese treten dann auf, wenn durch das Einfließen des Heilstromes der Körper von der ursprünglichen Krankheit (Unordnung) zur Gesundheit (Ordnung) geführt wird. Dabei müssen die angestauten Ablagerungen und Giftstoffe abgebaut und ausgeschieden werden.

Bruno Gröning sagte dazu:
„Was nicht hinein gehört, muss hinaus!“ (Datum unbekannt)
In den Regelungen sah er nichts anderes als einen Reinigungsprozess, der bei manchen Personen einfach notwendig sei.
„Der Regelungsschmerz muss sein! Es befürchteten oft einzelne Menschen, wenn der Regelungsschmerz einsetzte, dass ein Rückfall eingetreten sei. (…) Deswegen mache ich sie aufmerksam, wenn der Regelungsschmerz kommt, das zu erdulden. Es passiert nichts Schlimmes, sondern nur, dass der Mensch gesund wird.“ (01.10.1949)
„Da, wo alles in Unordnung war, muss die Gesundheit sich auch diesen Weg erkämpfen und solange daran arbeiten, bis das eine oder andere Organ, d.h. das kranke Organ, wieder in Ordnung ist. Nichts fürchten, lassen sie das über sich ergehen. Es ist das Gute, das Göttliche!“ (23.09.150)
„Es liegt bloß immer an der Größe des Leidens, das der eine oder andere in oder an seinem Körper hat. Es dauert alles seine Zeit!“ (15.10.1949)

So kann es z.B. häufig zu Kopfschmerzen kommen.
„Wer Kopfschmerzen kriegt, sage ich prima, denn da muss es ansprechen, das muss jetzt durchgehen, um auf das Organ zu wirken, (…).“ (31.08.1950)
Es kann auch zu Schmerzen an den Stellen kommen, wo die Krankheit sich festgesetzt hatte. Reaktionen wie Durchfall, Erbrechen, Fieber, Müdigkeit, u.a.m. sind ebenfalls nicht selten. Bruno Gröning bezeichnete diesen Regelungsprozess als etwas sehr Positives, da dies ein Zeichen dafür sei, dass der Mensch auf die göttliche Kraft anspricht und der Reinigungsvorgang in seinem Körper beginnt.

Aus dem Bereich der Homöopathie ist ebenfalls der Begriff der „Erstverschlimmerung“ bekannt. In den Schriften aus dem 16. Jahrhundert des berühmt gewordenen Arztes Paracelsus, wird bereits deutlich, dass auch er vom Phänomen der „Erstverschlimmerung“ wusste: „Der gesund werden will, der muss daran denken, dass es ohne Schmerzen nit geht, (…) und wie wir in unserem Schweiß die Nahrung gewinnen, so ist es auch hier: in unserem Schweiß, mit Schmerzen werden wir von Krankheiten gesund.“ (aus „Paracelsus, die Geheimnisse“, S. 208)
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es aber auch viele Heilungen ohne jegliche Regelungszustände gegeben hat und heute noch gibt.

Vor allem ist es wichtig zu betonen, dass man stets unter ärztlicher Kontrolle bleiben sollte. Bruno Gröning hat nie vom Arztbesuch oder vom Gebrauch von Medikamenten abgeraten! Dies belegen viele Tonbandaufnahmen seiner Vorträge.

„So wahr wie es ist, dass es einen Herrgott gibt, so gibt es auch einen Satan.“ (22.09.1950)
Mit seinen klaren Worten über das Böse wollte Bruno Gröning weder Ängste heraufbeschwören noch religiösem Fanatismus einen Boden bereiten, sondern den modernen Menschen aufklären und vor dieser negativen Kraft warnen. Denn die Existenz des Bösen war für ihn die Ursache für alle negativen Entwicklungen auf der Erde, wie z.B. Kriege, Seuchen, Krankheiten, die Naturzerstörung und vieles andere mehr.

„Dass der Satan hier unter den Menschen wütet, das kann man nicht genug sagen.“ (19.09.1950) „Dem Satan ist sein Werk gelungen. Sein Werk ist vollbracht!“ (23.09.1950)
„Dieser Satan, (…), hat es tatsächlich fertig bekommen, den Menschen mit allem möglichen (…) zu verlocken; er hat es fertig bekommen, den Menschen von dem wahren, göttlichen Weg abzuziehen. Er hat ihn verlockt, er hat ihn gelockt und auf den Irrweg geführt, auf dem die Menschheit sich zum größten Teil befindet.“ (26.09.1950)
Bruno Gröning sprach in diesem Zusammenhang vor allem auch von der Herrsch- und Geldsucht, der viele verfallen wären. Auch hob er hervor, dass das Streben nach materiellen Gütern viele vom Streben nach Gott abgehalten hätte.
„Das Böse (…) setzt alles daran, um immer wieder Menschen daran zu hindern, dass sie ja nicht den guten Weg einschlagen (…).“ (26.12.1958)

Er erklärte auch, wie das Böse Macht über den Menschen bekommen kann und zwar über die Gedanken. Gott stellte er als die gute Gedankenquelle dar, Satan als die böse. Der Mensch müsste immer wieder überprüfen, woher ein Gedanke kommen würde und ob er es wert sei aufgenommen zu werden. Die unguten Gedanken sollte jeder Mensch bewusst von sich weisen, wie. z.B. Gedanken der Rache, des Neides, der Habgier, usw.

Und wieder warnte er:
„Das Böse wird sich zur Wehr setzen. Das Böse wird immer alles dazu tun, damit es nicht beseitigt wird. Und das Böse ist so hinterlistig und weiß sich überall ein- und anzuschleichen.“ (04.12.1958)
Deshalb forderte Bruno Gröning die Menschen dazu auf, den Kampf gegen das Böse zu führen, d.h. sich gegen all das innerlich zu wehren, was man bereits als Ungutes durchschaut hätte. Ohne Kampf gäbe es keinen Sieg, stellte er klar.

Das eindeutige Bekenntnis Christi im Neuen Testament zur Existenz einer satanischen Macht, wird heutzutage von weiten Kreisen liberaler Theologen leider nur noch als zeitbedingte Fehlvorstellung gedeutet. Es scheint nicht in das Weltbild eines aufgeklärten Menschen zu passen. Dahinter verbirgt sich jedoch eine große Gefahr. Augustinus sagte bereits: „Die Macht des Teufels ist dort am größten, wo man nicht mehr an ihn glaubt.“

Bruno Gröning war sich dessen bewusst und rief deshalb die Menschheit zur großen Umkehr auf:
„Zwei Herren, meine lieben Freunde, können sie nicht dienen. Nicht auf der einen Seite dem Bösen und auf der anderen Seite Gott. (…) All das, dass sie bisher in diesem Erdenleben als böse empfunden haben, müssen sie ganz beiseite stellen. Sie müssen dem Bösen den Rücken kehren; Sie müssen den anderen Weg gehen. Und daher rufe ich sie auf zur großen Umkehr! Gehen Sie den Weg, so wie er ihnen von Gott – uns allen durch Christus – bestimmt ist.“

Eine Grundvoraussetzung, um wieder zu Gott zurückzukehren, beschrieb Bruno Gröning mit folgenden Worten:
„Er (der Mensch) muss gotthörig werden. Er muss in die göttliche Führung kommen, ohne diese gibt es kein Leben!“ (05.10.1958)
Leider hätten sich aber viele abhängig von den Ansichten oder Meinungen ihrer Mitmenschen gemacht, wodurch der Weg zur Gotthörigkeit versperrt wurde. Deshalb warnte Bruno Gröning immer wieder eindringlich davor:
„Freunde, nur nicht von Menschen abhängig sein, nur von Einem, wie es auch in Wirklichkeit ist: Wir alle sind von Gott abhängig!“ (05.10.1958)
„Will der Mensch nicht frei sein? Aber er wurde ja von vornherein um diese seine Freiheit, die Gott ihm gegeben hat, gebracht, von Menschen, die unwissend sind, die nur in dem Glauben lebten, dieses, das und jenes müsste so sein, er hat sich zu fügen. Da ist er menschenhörig geworden! Und daher konnte er nicht mehr auf das hören, was Gott ihm zu sagen. Und daher stand er auch nicht mehr in der göttlichen Führung. Da wurde er schutzlos, da wurde er rechtlos!“ (05.10.1958)

Dieses Dilemma der Menschenhörigkeit ist nach unserer Überzeugung leider auch in vielen Religionen und spirituellen Bewegungen heutzutage noch sehr häufig verbreitet. Immer wieder gibt jemand den Ton an, äußert sozusagen den Willen Gottes, und alle anderen haben zu folgen. Wer nicht folgt, wird meistens zum Außenseiter oder zum schwarzen Schaf. Viele werden geächtet, verbannt oder ausgeschlossen. Durch solche Praktiken wird der einzelne Mensch entmündigt und um seine eigene Entscheidungsfähigkeit gebracht. Wer sich in solch ein Abhängigkeitsverhältnis begibt, wird niemals lernen, die eigene göttliche Stimme oder das Gewissen in sich selbst wahrzunehmen und das klare Gefühl, was gut oder schlecht für einen ist. Deshalb ist es offenbar ein fataler Fehler die Eigenverantwortung für sein Leben aus der Hand zu geben!

„Höre in Stille auf Dein Gewissen. Horche ganz abgeschaltet auf dieses, Dein Gewissen, abgeschaltet von dem Tun um Dich, abgeschaltet von den Worten um Dich und abgeschaltet von den Gedanken um Dich. Horche in Dich hinein und (…) dieses Gewissen wird Dir antworten. Und wie diese Antwort sein wird, so lasse es gelten, so ist es allein wahr, denn Dein Gewissen, das ist Deine Seele und Deine Seele ist göttlich, ist Gott in Dir.“ (Oktober 1955)

In einem Vortrag forderte Bruno Gröning einmal die Menschen auf, sich selbst eine Frage zu stellen. Nach einer kurzen Zeitspanne fragte er sie, ob sie im Herzen eine Antwort erhalten hätten. Eine Frau, die er ansprach, bejahte dies. Bruno Gröning freute sich darüber und sagte dem Sinn nach:
„Sehen Sie, Sie brauchen gar nicht den Gröning zu fragen. Es liegt alles in Ihnen selbst!“
Viele Zeitzeugen berichteten, dass Bruno Gröning sich grundsätzlich nicht gerne fragen ließ.

Sicherlich ist der Weg zum Selbstvertrauen nicht immer leicht. Bruno Gröning sagte diesbezüglich:
„Üben Sie, üben muss ich schon sagen, üben Sie Selbstvertrauen!“ (05.10.1958)
Und er erklärte weiter:
„Selbstvertrauen ist Gottvertrauen!“ (Datum unbekannt)

Man benötigt natürlich eine ganze Portion Mut, um die Angst vor Fehlentscheidungen zu verlieren. Sicherlich wird man ab und zu auch auf die Nase fallen. Dies ist jedoch nicht schlimm, wenn man bereit ist, aus seinen Fehlern zu lernen. Nur so wird es mit der Zeit möglich sein, die innere Herzensstimme immer deutlicher wahrzunehmen. Man muss es einfach nur üben und sich nicht von Tarot-Karten, einem Pendel, einem Medium oder einem Guru abhängig machen. Nur so wird sich das erfüllen können, was im „Vater Unser“ immer wieder ausgesprochen wird: „Herr, Dein Wille geschehe!“

„Gibt es einen Grundsatz, nach dem man sein ganzes Leben richten kann? Ja, die Nächstenliebe!“ (handschriftlich) – Dieser Leitsatz Bruno Grönings verdeutlicht seine tiefe, innere Einstellung. Sehr oft kommt er auf diesen zentralen Punkt seiner Lehre zu sprechen.
„Der Mensch ist ein Geschöpf der Liebe. Was in der Liebe geschaffen, kann nur in der Liebe leben. Liebe ist Gott!“ (handschriftlich)
Diese Liebe, so betont er, kann der Mensch in sich aufnehmen, d.h. die Liebe zu Gott, zu sich selbst und seinen Nächsten, wenn er sich auf Gott konzentriert und Ihn darum bittet.

Die Verbreitung der Liebe unter den Menschen sieht er als Garant für die Entwicklung von wahrem Frieden auf der Erde.
„Sie sollen Mensch zu Menschen sein. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Nicht gehässig, nicht falsch (sein), niemandem etwas Schlechtes antun. Sie sollen alle gut sein, gut untereinander. Sie sollen wissen, dass Sie zusammengehören, ob arm oder reich.“ (27.08.1949)
„Das kann man schon als Mensch tun, seinen Mitmenschen (…) zu helfen. Wenn es jeder tut, dann ist ja wieder der Friede auf Erden.“ (19.09.1950)

Das tätige Umsetzen von Nächstenliebe war für ihn auch der Weg zum wahren, inneren Glück.
„Liebe Freunde, so Sie Gutes nicht nur an sich selbst, sondern schon an Ihren Nächsten tun, das ist ein wirklich wahrer Gottesdienst. Dann werden Sie auch den Lohn Gottes empfangen. Glauben Sie es mir. Nicht herzlos sein, sondern nehmen Sie viel Gutes, nehmen Sie die Liebe Gottes in sich auf, dann sind auch Sie ein anderer. Dann haben Sie keine Sorgen und Nöte, im Gegenteil: dann sind Sie ein lebensfroh, bejahender Mensch. Sie zählen sich dann zu den glücklichsten Menschen (…). Wie glücklich ist der Eine und der Andere, wenn er hier und dort mal einem Menschen das Leben gerettet, wie man sagt, als Lebensretter ausgezeichnet wird. Was für ein glückstrahlendes Gefühl hat dieser Mensch Zeit seines Lebens in sich. (…) Wer schon einem geholfen hat, auch dem Allernächsten, ich frage Sie, war das kein Glücksgefühl für Sie? Wenn Sie (ihm) nur eine Bleibe verschafft (haben), wenn Sie nur einen Stuhl gegeben oder das, was er sich nicht kaufen konnte, wenn es ein Bett war oder (…) ein Bekleidungsstück, es war doch ein Glücksgefühl! (…) Aber um wieviel wäre es schöner und um wieviel wäre es größer, ich meine hier das Glücksgefühl, wenn Sie mehr haben und mehr geben können. Und noch größeres Glück wird über Sie kommen, wenn Sie mit ihrem Nächsten teilen. (…) All diese kalten Herzen, liebe Freunde, müssen ja wieder erwärmt werden. Man muss seinem Nächsten sagen, dass wir alle das gleiche Geschöpf sind, wir alle nur von einem geschaffen sind, wir wirklich alle nur einen einzigen Gott haben, zu dem wir gehören und dem wir zu folgen haben. Der Mensch ist  (…) lieblos geworden. Und gerade deswegen habe ich kurz den Krieg erwähnt, der die Not und das Elend herbeigebracht . Die Menschen sind erkaltet. Sie sind brutal geworden. Sie gehen, wie sie oft so sagen (…) über Leichen. Gott verlässt keine Menschen, nur haben Menschen Gott selbst verlassen! (…) Und daher sind sie lieblos geworden. Daher sind sie erkaltet. Daher haben sie so ein kaltes Herz. Sie haben weder das Empfinden, noch das Gefühl für ihre Nächsten. (…) Die Not und das Elend ist heute am größten. Und jetzt kommt Gott und ruft sie. Er ruft sie zurück, er ermahnt sie zum Guten. Ja er mahnt sie (…) das Liebevolle, das er jedem geboten hat, jetzt in sich aufzunehmen, (…).“ (06.10.1958)

Bruno Gröning wollte nicht nur den Menschen helfen, damit sie wieder gesund werden konnten, sondern er formulierte sein Lebensziel wie folgt:
„Ich will jeden Menschen wieder zum Glauben zurückführen, denn jeder Mensch ist ein Wesen der Natur, jeder Mensch ist ein Kind Gottes. Wir Menschen haben nur einen Vater, und das ist unser Herrgott! Und weil viele Menschen vom Glauben abgekommen sind, so will ich sie wieder zum Glauben zurückführen.“ (01.10.1949)

„Ich stehe vor den Menschen nur wie ein Wegweiser, der ihnen (…) den Weg wieder zeigt, den der Mensch seit Jahrtausenden so nach und nach verlassen hat. (…) Ob sie sich zu diesem Weg entscheiden, ist nicht meine Angelegenheit, das ist jedes Menschen eigene Sache.“ (29.09.1950)
Bruno Gröning betonte immer wieder, dass er sich einfach verpflichtet fühle, der Wahrheit zu dienen und den Mut hätte, sie unverblümt, mit den Worten der heutigen Zeit, weiterzugeben.
„Nun habe ich hier den Willen, jeden Menschen auf den guten Weg zu führen, aber ich muss ihm die Wahrheit sagen.“ (06.10.1958)
Er sagt aber auch: „Ich weiß nicht viel, ich weiß weiter nur das, was Menschen heute nicht mehr wissen.“ (Datum unbekannt)

Seine Belehrungen, bei gleichzeitiger Aufnahme der göttlichen Heilkraft, die Bruno Gröning wie ein Transformator weitergeben durfte, führten viele Menschen tatsächlich zur Gesundheit. Offenbar floss ihm diese Kraft in besonderem Maße zu, so dass er sie wie ein Transformator, je nach Bedarf, weiterleiten konnte.

Er betonte aber immer wieder:
„Nicht ich heile, sondern es führt die Menschen nur zu ihrem Heil.“ Und er wies jeden Dank seiner Person gegenüber von sich. „Wem die Hilfe zuteil geworden ist, der soll dem Herrgott dafür danken, nicht dem kleinen Gröning. Ich bin nichts, unser Herrgott ist alles!“ (31.08.1949)
„Ich sage (…) immer wieder (…): Danket nie mir, danken wir Gott dafür. Ich danke Gott immer dafür, dass ich das tun darf, dass ich Ihm dienen darf (…). Wie sie sich Gott gegenüber dankbar zeigen, das belasse ich ihnen selbst.“ (03.10.1958)
„Glauben sie nur, dass ich weiter nichts als nur Ihr Helfer bin! Glauben sie, meine lieben Freunde, dass ich weiter nichts als nur ein Diener Gottes bin, was auch sie sein können, wenn sie es nur wollen, wenn sie es nur tun! Und glauben sie, meine lieben Freunde, dass ich doch weiter nichts als nur ein Werkzeug, ein Werkzeug Gottes bin (…).“ (04.12.1958)
„Ich bin und bleibe ein Kind, bin nur ein Kind Gottes, mehr nicht!“ (05.10.1958)

Bruno Gröning lehnte jede Art von Personenkult konsequent ab.
„Ich habe nicht die Absicht gehabt mich emporzuheben, nein, ich wurde erst von kranken Menschen herausgehoben.“ (01.10.1949)
Obwohl er immer wieder darauf hinwies, das man ihn nur als Helfer sehen sollte, gab es Menschen, die sich ihm gegenüber fanatisch zeigten und ihn förmlich vergötterten. Deshalb stellte er klar:
„Ich will nicht von einem einzigen meiner Mitmenschen verherrlicht werden. Ich bin nicht Gott, sondern nur göttlich, wie jeder meiner Mitmenschen!“ (17.10.1955)

Sein Versprechen: „So Gott will, werde ich weiterhelfen!“ (Datum unbekannt), hat sich längst erfüllt. Unzählige Heilungsberichte der heutigen Zeit belegen, dass er auf geistigem Weg diesem Auftrag des Helfens aus einer jenseitigen Dimension weiter nachkommt. Vor allem seine Lehre ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Gesundheit und inneren Zufriedenheit, wenn man sie wirklich beherzigt. So sind seine Worte zu verstehen:
„Wenn ich einmal nicht mehr auf dieser Erde sein werde, so kann jeder aus sich selbst heraus die Hilfe und Heilung erfahren.“ (Datum unbekannt)