Bruno Grönings Lehre

Seine Lehre hat Bruno Gröning nicht in schriftlicher Form festgehalten, sondern hielt in erster Linie frei gesprochene Glaubensvorträge, die zum Teil auf Tonbändern aufgenommen oder mitstenographiert worden sind. Außerdem existieren Gespräche, die ebenfalls auf diese Weise der Nachwelt erhalten blieben sowie einige handschriftliche Notizen von ihm. Wer sich näher mit seiner Lehre beschäftigt, wird eine große Vielfalt an Themen vorfinden, die weit über den Aspekt der Heilung hinausgehen.

Er schöpfte sein Wissen nicht, wie es heutzutage üblich ist, durch den Verstand. Sein Weg zum Erkennen der Wahrheit führte ihn vor allem in die Natur. Bereits als Kind zog es ihn in den Wald.

„Hier erlebte ich Gott: in jedem Strauch, in jedem Baum, in jedem Tier, ja selbst in den Steinen. Überall konnte ich stundenlang – es gab eigentlich keinen Zeitbegriff – stehen und sinnen, und immer war es mir, als weite sich mein ganzes inneres Leben bis in die Unendlichkeit hinein.“ (aus einem seiner Lebensläufe)

„Ich bin kein studierter Mensch, ich bin weder belesen noch habe ich eine menschliche Lehre angenommen, nein. Ich bin meine eigenen Wege (…) gegangen und werde sie auch weiter zu gehen wissen. Ich nehme keine menschliche Lehre an.“ (24.09.1949)

Bruno Gröning besuchte nur die Volksschule bis zur fünften Klasse, was man ihm später, seitens der Gelehrten der heutigen Zeit, sehr negativ auslegte. Man nannte seine einfachen, für jeden verständlichen Worte primitiv und stempelte ihn als ungebildeten, ja sogar dummen Menschen ab.

In China gibt es diesbezüglich eine interessante Lebensweisheit:
„Ein edler Mensch, der den rechten Weg gefunden hat, muss keineswegs die Tracht der Gelehrten tragen; noch weiß man von jenen, die die Tracht des Gelehrten tragen, keineswegs, ob sie den rechten Weg auch wirklich gefunden haben.“ (Dschang Dse, „Worte, die Berge versetzen – Weisheit der Chinesen“, I,198)

Die Lehre Bruno Grönings hat tatsächlich keinen intellektuellen oder gar wissenschaftlichen Anspruch, sondern er schöpfte aus einer Quelle, die ihm immer das Wichtigste war: Gott und Seine Schöpfung!

Tantanga Mani, vom Volk der Stoney Indianer, sagte diesbezüglich:
„Ich habe keine höhere Schule besucht, aber der Große Geist gab mir, was ich in keinem Klassenzimmer hätte lernen können (…). Viele gebildete Menschen verstehen sehr wenig von der Schöpfung des Großen Geistes und ihren Wundern, während viele ungebildete Menschen dieses Verständnis besitzen. Ich ging auf keine eurer höheren Schulen, und doch besuchte ich die beste Universität, die es gibt, die große Universität draußen in der Natur.“ (Bydlinski/Recheis, „Die Erde ist eine Trommel“, S.89)

Mahatma Gandhi, die „Große Seele Indiens“, wie man ihn ehrerbietig nannte, sagte:
„Ein Wissen, das sich auf den Kopf beschränkt und nicht im Herzen Wurzel faßt, ist (…) von geringem Nutzen.“ (G. Berron, „Auserwählte Kostbarkeiten“, S.18)

Eine weitere Lebensweisheit aus China besagt:
„Die, welche ihre Fähigkeiten in bloß weltlichen Studien ausbilden, indem sie hoffen, (…) , dadurch zur Erleuchtung zu gelangen – solche Menschen tappen im Dunkeln!“ (Lao Dse, „Worte, die Berge versetzen – Weisheit der Chinesen“, I,186)

Heutzutage werden in unserer modernen, hochtechnisierten, ausschließlich vom Verstand geprägten Zivilisation komplizierteste Erklärungen zu verschiedenen Bereichen von Wissenschaftlern abgegeben und später oftmals wieder revidiert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis neueste Erkenntnisse alte überholen. Immer häufiger wird aufgrund dieser Tatsache eine absolute Wahrheit in Frage gestellt. Man hegt Zweifel an dem Anspruch einer universell gültigen, immerwährenden Wahrheit.

Als Christen dürfte man diese Zweifel jedoch nicht hegen. Jesus spricht im Neuen Testament diesbezüglich klare, unmissverständliche Worte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!“ (Joh. 14,6); „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“ (Joh. 8,32); „Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll.“ (Joh. 18,37); „Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht?“ (Joh. 8,46). Bruno Gröning bezog sich sehr häufig auf Christus und seine Lehre.

Der Kern der Lehre Bruno Grönings ist die Lehre Christi! Mit eindringlichen, berührenden Worten rief er in seinen Vorträgen immer wieder zur konsequenten Nachfolge Christi auf! Er hatte einen ganz engen Bezug zu ihm und seiner Lehre und bemängelte, dass man “dem größten Vorbild der Menschheit” nicht wirklich gefolgt sei:

“Ein wirklich wahrer Christ kann nur der sein, der Christus so folgt, wie Christus es von uns erwartet, wie Seine Lehre uns das alles sagt. Und daher war Christus dreiunddreißig Jahre auf dieser Erde, das heißt in dem Körper, den Gott Ihm für dieses Erdenleben geschenkt, damit Er uns all das vermitteln kann, was Gott für uns, für die gesamte Menschheit zu sagen hat! Denn anders haben die Menschen nicht mehr auf Gott hören können.” (04.12.1958)

Wir, die Verantwortlichen dieser Homepage, und viele andere Bruno Gröning Freunde sind davon überzeugt, dass Bruno Gröning einen tiefen Einblick in diese unvergängliche Wahrheit des Lebens hatte. Wenn er auch betonte, dass er letzten Endes nichts Neues sagen würde, so fühlte er sich dennoch verpflichtet, mit den Worten der heutigen Zeit, den Menschen auf vieles hinzuweisen und wachzurütteln.

„Ich fühle mich verpflichtet den Menschen aufzuklären.“ (22.09.1950)
„Ich lehre unsere Menschen all das, was jeden Menschen durch die Lehre Christi, die wir Menschen in die Tat umzusetzen haben, zu Gott führt.“
(Datum unbekannt)
„Es geht doch hier um die Wahrheit, den Menschen die Wahrheit zu unterbreiten; den Menschen das kundzutun, was Wahrheit ist und wie Gott das Leben (…) für den Menschen bestimmt hat.“
(18.01.1959)
„Wie notwendig es ist, dass man ihnen immer wieder nur die Wahrheit sagt, nur das sagt, was sie an Wahrheit auch selbst erfahren können. Nur müssen sie dazu übergehen, sich davon zu überzeugen.“ (04.12.1958)
„Ich dränge niemandem was auf, ich stelle jedem Menschen alles frei und rate ihm nur immer wieder an, sich (…) von allem zu überzeugen.“ (26.12.1958)
„Seien sie bitte, bitte nicht leichtgläubig! (…) Sie brauchen das nicht zu glauben, was ich sage. (…) Eine Pflicht, die sie haben: sich selbst von dem zu überzeugen!“ (05.10.1958)

Unverblümt, immer einfach, manchmal sogar recht laut, sprach Bruno Gröning zu den Menschen.

„Glaubten sie, ich wäre hier, um sie alle einzeln gesehen nur zu streicheln, (…) sie zu liebkosen, sie zu umarmen? Ich glaube, (…) , es ist besser, ich sage offen die Wahrheit, wie Menschen das Leben hier verlebt haben. (05.10.1958)
„Ich habe mich so oft (…) wiederholt, und immer wieder kann ich nur betonend sagen: es ist notwendig, Freunde! (…) Ich sage es jahrein, jahraus, solange ich hier sein darf, bis der Mensch es erfasst hat, bis der Mensch das befolgt, was er zu befolgen hat und bis er dem folgt, dem wir alle über kurz oder lang doch folgen müssen.“ (03.10.1958)

„Wann hört die Not und das Elend einmal auf? Wann wird das Krankheitsheer verringert? (…) So, liebe Freunde, wie der Mensch es gewohnt ist, nicht. (…) Er muss umkehren, er muss wirklich das werden und auch das tun, wozu Gott ihn bestimmt hat, nicht anders, er muss Gotthörig werden. Er muss in die göttliche Führung kommen, ohne diese gibt es kein Leben.“ (05.10.1958)

Wir sind davon überzeugt, dass es dringend notwendig ist, dass die Menschheit von der Wahrheit erfährt, sie erkennt und befolgt. Christus sagte bereits so aufschlussreich: „Die Wahrheit wird euch frei machen!“ (Joh. 8,32) Wir glauben, die Wahrheit bietet jedem einzelnen Menschen den Schlüssel zur inneren Freiheit und wird global gesehen die Menschheit von den vielen ungelösten Problemen unserer heutigen Zeit befreien!

Wir möchten jedoch betonen, dass sie nicht nur in der christlichen Lehre zu finden ist, sondern auch in anderen Religionen, spirituellen Bewegungen und bei geistig weit entwickelten Persönlichkeiten. Gott hat viele Wege offenbart, damit wir Menschen zu ihm zurückfinden können. Da wir durch die Befolgung der Worte Bruno Grönings große Hilfen und Heilungen und eine berührende Gottesnähe erleben dürfen, möchten wir speziell diese besonders empfehlen und weitergeben.

Wenn bei den folgenden Zitaten Bruno Grönings, innerhalb der verschiedenen Rubriken, eine Klammer mit drei Pünktchen auftaucht, wurden einige Worte oder Sätze zur leichteren Verständlichkeit weggelassen, da sich entweder etwas wiederholte oder nicht direkt mit dem Thema der jeweiligen Rubrik zu tun hatte. Sollten innerhalb einer Klammer einige Worte auftauchen, so haben wir sie zur leichteren Lesbarkeit hinzugefügt. Wer über Original CD`s der Vorträge Bruno Grönings verfügt, kann alles kontrollieren und wird feststellen, dass es dabei zu keinerlei Sinnverfälschungen kommt.