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Bruno Gröning besuchte nur die
Volksschule bis zur fünften Klasse, was man ihm später,
seitens der Gelehrten der heutigen Zeit, sehr negativ
auslegte. Man nannte seine einfachen, für jeden
verständlichen Worte primitiv und stempelte ihn als
ungebildeten, ja sogar dummen Menschen ab. In China gibt
es diesbezüglich eine interessante Lebensweisheit: „Ein
edler Mensch, der den rechten Weg gefunden hat, muss
keineswegs die Tracht der Gelehrten tragen; noch weiß
man von jenen, die die Tracht des Gelehrten tragen,
keineswegs, ob sie den rechten Weg auch wirklich
gefunden haben.“ (Dschang Dse, „Worte, die Berge
versetzen – Weisheit der Chinesen“, I,198)
Die Lehre Bruno Grönings hat tatsächlich
keinen intellektuellen oder gar wissenschaftlichen
Anspruch, sondern er schöpfte aus einer Quelle, die ihm
immer das Wichtigste war: Gott und Seine Schöpfung!
Tantanga Mani, vom Volk der Stoney Indianer, sagte
diesbezüglich: „Ich habe keine höhere Schule besucht,
aber der Große Geist gab mir, was ich in keinem
Klassenzimmer hätte lernen können (...). Viele gebildete
Menschen verstehen sehr wenig von der Schöpfung des
Großen Geistes und ihren Wundern, während viele
ungebildete Menschen dieses Verständnis besitzen. Ich
ging auf keine eurer höheren Schulen, und doch besuchte
ich die beste Universität, die es gibt, die große
Universität draußen in der Natur.“ (Bydlinski/Recheis,
„Die Erde ist eine Trommel“, S.89) Mahatma Gandhi, die
„Große Seele Indiens“, wie man ihn ehrerbietig nannte,
sagte: „Ein Wissen, das sich auf den Kopf beschränkt und
nicht im Herzen Wurzel faßt, ist (...) von geringem
Nutzen.“ (G. Berron, „Auserwählte Kostbarkeiten“, S.18)
Eine weitere Lebensweisheit aus China besagt: „Die,
welche ihre Fähigkeiten in bloß weltlichen Studien
ausbilden, indem sie hoffen, (...) , dadurch zur
Erleuchtung zu gelangen – solche Menschen tappen im
Dunkeln!“ (Lao Dse, „Worte, die Berge versetzen –
Weisheit der Chinesen“, I,186)
Heutzutage werden in unserer modernen,
hochtechnisierten, ausschließlich vom Verstand geprägten
Zivilisation komplizierteste Erklärungen zu
verschiedenen Bereichen von Wissenschaftlern abgegeben
und später oftmals wieder revidiert. Es ist nur eine
Frage der Zeit, bis neueste Erkenntnisse alte überholen.
Immer häufiger wird aufgrund dieser Tatsache eine
absolute Wahrheit in Frage gestellt. Man hegt Zweifel an
dem Anspruch einer universell gültigen, immerwährenden
Wahrheit.
Als Christen dürfte man diese Zweifel
jedoch nicht hegen. Jesus spricht im Neuen Testament
diesbezüglich klare, unmissverständliche Worte: „Ich bin
der Weg, die Wahrheit und das Leben!“ (Johannes 14,6);
„Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird
euch frei machen!“ (Johannes 8,32); „Ich bin dazu
geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit
bezeugen soll.“ (Johannes 18,37); „Wenn ich aber die
Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht?“ (Johannes
8,46). Bruno Gröning bezog sich sehr häufig auf Christus
und seine Lehre und bemängelte, dass man Christus nicht
wirklich gefolgt sei.
Wir, die Verantwortlichen dieser
Homepage, und viele andere Bruno Gröning Freunde sind
davon überzeugt, dass Bruno Gröning einen tiefen
Einblick in diese unvergängliche Wahrheit des Lebens
hatte. Wenn er auch betonte, dass er letzten Endes
nichts Neues sagen würde, so fühlte er sich dennoch
verpflichtet, mit den Worten der heutigen Zeit, den
Menschen auf vieles hinzuweisen und in gewisser Weise
wachzurütteln. „Ich fühle mich verpflichtet den Menschen
aufzuklären.“ (22.09.1950) „Ich lehre unsere Menschen
all das, was jeden Menschen durch die Lehre Christi, die
wir Menschen in die Tat umzusetzen haben, zu Gott
führt.“ (Datum unbekannt) „Es geht doch hier um die
Wahrheit, den Menschen die Wahrheit zu unterbreiten; den
Menschen das kundzutun, was Wahrheit ist und wie Gott
das Leben (...) für den Menschen bestimmt hat.“
(18.01.1959) „Wie notwendig es ist, dass man Ihnen immer
wieder nur die Wahrheit sagt, nur das sagt, was Sie an
Wahrheit auch selbst erfahren können. Nur müssen Sie
dazu übergehen, sich davon zu überzeugen.“ (04.12.1958)
„Ich dränge niemandem was auf, ich stelle jedem Menschen
alles frei und rate ihm nur immer wieder an, sich (...)
von allem zu überzeugen.“ (26.12.1958) „Seien sie bitte,
bitte nicht leichtgläubig! (...) Sie brauchen das nicht
zu glauben, was ich sage. (...) Eine Pflicht, die Sie
haben: sich selbst von dem zu überzeugen!“ (05.10.1958)
Unverblümt, immer einfach, manchmal sogar
recht laut, sprach Bruno Gröning zu den Menschen.
„Glaubten Sie, ich wäre hier, um Sie alle einzeln
gesehen nur zu streicheln, (...) Sie zu liebkosen, Sie
zu umarmen? Ich glaube, (...) , es ist besser, ich sage
offen die Wahrheit, wie Menschen das Leben hier verlebt
haben. (05.10.1958) „Ich habe mich so oft (...)
wiederholt, und immer wieder kann ich nur betonend
sagen: es ist notwendig, Freunde! (...) Ich sage es
jahrein, jahraus, solange ich hier sein darf, bis der
Mensch es erfasst hat, bis der Mensch das befolgt, was
er zu befolgen hat und bis er dem folgt, dem wir alle
über kurz oder lang doch folgen müssen.“ (03.10.1958)
„Wann hört die Not und das Elend einmal auf? Wann wird
das Krankheitsheer verringert? (...) So, liebe Freunde,
wie der Mensch es gewohnt ist, nicht. (...) Er muss
umkehren, er muss wirklich das werden und auch das tun,
wozu Gott ihn bestimmt hat, nicht anders, er muss
gotthörig werden. Er muss in die göttliche Führung
kommen, ohne diese gibt es kein Leben.“ (05.10.1958)
Wir sind davon überzeugt, dass es
dringend notwendig ist, dass die Menschheit von der
Wahrheit erfährt, sie erkennt und befolgt. Christus
sagte bereits so aufschlussreich: „Die Wahrheit wird
euch frei machen!“ (Johannes 8,32) Wir glauben, die
Wahrheit bietet jedem einzelnen Menschen den Schlüssel
zur inneren Freiheit und wird global gesehen die
Menschheit von den vielen ungelösten Problemen unserer
heutigen Zeit befreien!
Wir möchten jedoch betonen, dass sie
nicht nur in der christlichen Lehre zu finden ist,
sondern auch in anderen Religionen, spirituellen
Bewegungen und bei geistig weit entwickelten
Persönlichkeiten. Gott hat viele Wege offenbart, damit
wir Menschen zu ihm zurückfinden können. Da wir durch
die Befolgung der Worte Bruno Grönings große Hilfen und
Heilungen und eine berührende Gottesnähe erleben dürfen,
möchten wir speziell diese besonders empfehlen und
weitergeben.
Wenn bei den folgenden Zitaten Bruno
Grönings, innerhalb der verschiedenen Rubriken, eine
Klammer mit drei Pünktchen auftaucht, wurden einige
Worte oder Sätze zur leichteren Verständlichkeit
weggelassen, da sich entweder etwas wiederholte oder
nicht direkt mit dem Thema der jeweiligen Rubrik zu tun
hatte. Sollten innerhalb einer Klammer einige Worte
auftauchen, so haben wir sie zur leichteren Lesbarkeit
hinzugefügt. Wer über Original CD`s der Vorträge Bruno
Grönings verfügt, kann alles kontrollieren und wird
feststellen, dass es dabei zu keinerlei
Sinnverfälschungen kommt.
(Zurück
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Gott, der Vater
aller Menschen
Bruno Gröning erfüllte eine große Liebe und Ehrfurcht
vor Gott und seiner Schöpfung. Er sagte: „Gott ist unser
Vater, Schöpfer unserer Erde!“ (31.08.1950); „Gott ist
das Leben. Die Liebe ist Gott.“ (handschriftlich) Und er
machte deutlich: „Wir alle sind von Gott abhängig. Ohne
Gott gibt es kein Leben, denn Gott ist das Leben
selbst!“ (05.10.1958); „Gott ist für uns alles, und was
sind wir ohne Ihn? Ich sage überzeugenderweise – ein
Nichts!“ (04.12.1958)
In all seinen Vorträgen sprach er immer
wieder davon, wie wichtig es sei, dass der Mensch zur
Selbsterkenntnis kommt. Alle Menschen, gleich welcher
Religion oder Nation, bezeichnete er als Kinder Gottes.
Und er erklärte, dass jeder es nötig hätte die
Schöpfungsgesetze zu erkennen und umzusetzen. „Unser
wirklicher Gastgeber ist Gott auf dieser Erde (...) und
wir haben uns nach unserem Gastgeber zu richten.“
(03.10.1958) „Jedes Lebewesen gehört zu Gott und Gott
hat ein, d.h. sein Gesetz. Wer dieses nicht kennt,
dieses nicht beherzigt, dieses nicht befolgt, der hat
auch keinen Erfolg.“ (Datum unbekannt) Mit mahnenden
Worten rief er eindringlich die Menschheit zur großen
Umkehr auf. Er war davon überzeugt, dass aufgrund der
Nichtbefolgung der weisen Gesetze Gottes, so viel Elend,
Not und Leid auf der Erde entstanden sei.
„Gott
wird keinen Menschen, keines Seiner Lebewesen um seinen
Willen bringen.“ (05.10.1958), erklärte er weiter. Doch
er sagte auch: „Gottes Wille ist bestimmt. Gott will,
dass dem Menschen geholfen wird, so er erkannt hat, dass
das Böse ihn herabgewürdigt. Gott hilft ihm, Gott führt
ihn und Gott verzeiht auch.“ (05.10.1958) Viele seiner
Vorträge beendete er mit den Worten: „Liebet das Leben –
Gott! Gott ist überall.“ (04.12.1958)
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Christus, der
Erlöser
Bruno Gröning bekannte sich ganz klar und sehr häufig zu
Christus. In vielen seiner Vorträge sprach er immer
wieder mit größtem Respekt von ihm und seiner Lehre. Als
Zeichen trug er selbst ständig ein Kruzifix um seinen
Hals. Er sagte: „War Christus der Menschheit nicht das
größte Vorbild? (...) Er tat all das, was er zu tun
hatte, all das, was Gott ihm sagte. Er ging dahin, wohin
Gott ihn führte, nicht Menschen. Und er sprach all das,
was Gott zu ihm gesprochen. (...) Es ist nun mal die
Lehre Christi, die sie beherzigen müssten.“ (...)
„Christus hat uns so viel des Guten mit auf unseren
Lebensweg gegeben. Warum haben die Menschen das Gute
nicht beherzigt, warum haben sie es nicht in sich
aufgenommen?“ (04.12.1958)
Ein zentraler Punkt der Lehre Bruno
Grönings ist der Aufruf an alle Menschen, Christus
endlich ernsthaft zu folgen. „Ein wirklich wahrer Christ
kann nur der sein, der Christus so folgt, wie Christus
es von uns erwartet, wie Seine Lehre uns das alles sagt,
meine lieben Freunde. Und daher war Christus
dreiunddreißig Jahre auf dieser Erde (...), damit Er uns
all das vermitteln kann, was Gott für uns, für die
gesamte Menschheit zu sagen hat. Denn anders haben die
Menschen nicht mehr auf Gott hören können. (...) Er (der
Mensch) hat es nötig, mit Gott verbunden zu sein. (...)
Und mehr wollte Christus nicht, mehr wollte Gott nicht,
das ist die wirklich wahre göttliche Lehre, das ist die
Lehre Christi, wie er sie uns, wie er sie der Menschheit
mit auf dem Weg gegeben hat: Gottverbundensein, das,
meine lieben Freunde, ist alles!“ (04.12.1058)
Weihnachten empfand Bruno Gröning als das
heiligste Fest im Jahr. Er fragte: „Was bedeutet für Sie
dieses Fest, (...)? Was bedeutet für Sie die Geburt
Christi? (...) Warum schenkte Gott Christus hier ein
Erdenleben? (...) Was wollte Gott damit und was sollte
Christus hier? (...) Heißt es nicht in dem Lied ´Stille
Nacht, heilige Nacht`, dass Christus der Erlöser ist?
(...) `Christ, der Retter ist da!` Ja, meine lieben
Freunde, Sie singen es, aber Sie wissen es nicht, Sie
glauben nicht daran, Sie haben das nicht beherzigt! Sie
haben nie all das befolgt, was Christus uns durch seine
Lehre hier für unser weiteres Erdenleben übergeben hat.“
(04.12.1958) Und aus Überzeugung sagte er: „Christus ist
immer unter den Menschen, er ist nicht tot, es gibt
keinen tot, es gibt nur eine Erlösung!“ (05.10.1958)
Das Bekenntnis Bruno Grönings zu Christus
und seiner Lehre bedeutet jedoch nicht, dass er in
irgendeiner Form dogmatisch oder untolerant gewesen
wäre. Niemals hat er behauptet, dass nur der christliche
Weg zu Gott führe. Im Gegenteil, er stellte klar: „Mir
ist es völlig egal, wie der Mensch zu Gott findet,
Hauptsache er findet zu Gott!“ (Datum unbekannt)
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Es gibt kein
unheilbar
„Der größte Arzt aller Menschen ist und bleibt unser
Herrgott!“ (24.09.1949) „Wer hat Ihnen das Leben
gegeben? Nur allein der Herrgott! Und Er will Ihnen die
Gesundheit geben!“ (September 1949) Bruno Gröning stand
mit Nachdruck dafür ein, dass es keine unheilbare
Krankheit gäbe. „Es gibt vieles, das nicht erklärt
werden, aber nichts, das nicht geschehen kann.“
(04.09.1950), war eine seiner vielen Lebensweisheiten.
Die Gesundheit betrachtete er als die göttliche Ordnung
im Menschen, die Krankheit als die Unordnung. Diese
Unordnung käme immer dann zustande, wenn der Mensch sich
nicht nach den Gesetzen Gottes richten würde, was
meistens unbewusst geschähe. Auf diese Weise könnte das
Böse (die Krankheit) in den Menschen eindringen. „Jesus
Christus wusste, dass jede Krankheit durch Sünde kommt.
Deshalb ermahnte er den Kranken nach der Heilung:
´Sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas
Ärgeres widerfahre.`“ (handschriftlich)
Leider hätten viele, laut Bruno Gröning,
den Glauben daran verloren, dass Gott sie auf geistigem
Weg heilen kann. „Wie viele Menschen es doch abzutun
wissen, indem sie von sich aus behaupteten und heute
noch behaupten, sie seien ein gläubiger Mensch, (...)
und sie haben immer geglaubt, und sie haben zu Gott
gebetet, und Er hat sie nicht erhört, und sie sind von
dem Übel nicht frei geworden. (...) Ich weiß, (...),
dass sie einer Macht verfallen sind, das ist die Macht
der Gewohnheit, und dass sie sich mit dem Wort ´Glauben`
nur trösten, aber in Wirklichkeit nicht glauben können,
denn sie haben das Wort ´Glaube` ja noch nicht
beherzigt, sie sind noch gar nicht zur Tat
übergegangen!“ (04.12.1958) Diesen Glauben an Gottes
Hilfe stellt Bruno Gröning als Grundbedingung heraus, um
eine Heilung auf geistigem Weg erleben zu können. „Wenn
Sie nur glauben, dass Sie das Heil erfahren werden, dann
ist Ihnen schon geholfen. Glauben sie nur!“ (05.10.1958)
„Wer an seine Gesundheit glaubt, der glaubt an Gott.“
(handschriftlich)
Aus diesem Grund sagte er auch: „Es ist
falsch, wenn Sie fragen: ´Was kann er heilen?` Nein, Sie
müssen die Frage stellen: ´Wen kann er heilen?` Sie
können sich genauso sperren. (...) Aber dann ist es
nicht meine Schuld!“ (05.09.1950) „Sollte ich Sie
belügen, sollte ich sagen, dass es hier auf einen
ankommt, wie ich es bin? Nein, Freunde, es kommt auf Sie
selbst an, wie Sie das Gute aufnehmen.“ (05.10.1958)
Außerdem stellte er klar: „Ich frage
keinen Hilfesuchenden, welcher Religion oder welcher
Nation er angehört. Mensch ist Mensch, wir Menschen sind
alle nur Kinder Gottes, da gibt es keinen Unterschied,
...“ (05.09.1950) Für Bruno Gröning war die Herkunft,
der Stand, der Titel, die Hautfarbe, usw. völlig
unwichtig, um im Namen Gottes jemanden zu helfen. Aber
eine Bedingung formulierte er immer wieder sehr
deutlich: „Die Hilfe und Heilung kommt nur diesen
Menschen zugute, die den festen Glauben an unseren
Herrgott haben. Wer ihn aber (...) verloren hat und
jetzt bereit ist, ihn wieder in sich aufzunehmen, auch
dem soll die Hilfe zuteil werden.“ (27.08.1949) „Es
liegt hier am Menschen selbst, wie er sich freigemacht
hat, um die Heilung zu empfangen, d.h. er muss rein
sein. Er muss wissen, dass er kein Gotteslästerer ist.
Er muss wissen, dass er sich verpflichtet und verbunden
fühlt, mit dem Herrgott zu leben. Dann ist er rein.“
(27.08.1949) „Haben Sie vertrauen und stärken Sie ihren
Glauben!“ (11.09.1949) „Es soll nicht nur so sein, wie
Menschen sich das bisher vorgestellt haben, dass sie
einmal in der Woche, und das ist der Sonntag, ins
Gotteshaus gehen und dort beten, und damit wäre es
wieder für die Woche abgetan, (...). Das ist falsch!
Wenn ich sage: ´Ich glaube an den Herrgott`, so muss ich
auch dementsprechend der Mensch sein, muss Vorbild sein
(...) und muss auch zeigen, dass ich ein guter Mensch
bin.“ (17.10.1949) „Gehen Sie in das Gotteshaus, beten
Sie dort andächtig, (aber) nicht wie bisher, dass
einzelne, vielleicht auch viele, nur dorthin gegangen
sind, um zu sehen, was der eine oder andere Mensch für
Kleidung trägt und über ihn zu reden, und vieles andere
Schmutzige, (...). Das soll man nicht tun, wenn man zur
Kirche geht! Dort soll man fromm und andächtig beten und
dem Herrgott für all das danken, was Er Gutes für den
Menschen getan hat.“ (17.10.1949) „Glauben Sie doch,
dass Sie nicht alleine sind, glauben Sie doch, dass Sie
ein göttliches Geschöpf, glauben Sie doch, dass Sie ein
Kind Gottes sind! Glauben Sie doch, dass Gott Ihnen
alles gibt, was er für Sie, was er für jedes Lebewesen
bestimmt hat.“ (05.10.1958)
Bruno Gröning wies aber auch darauf hin,
dass niemand etwas von Gott verlangen dürfe. „Der größte
Teil hat erwartet, sofort gesund zu werden. Das ist ein
Verlangen. (...) Sie haben nur zu erlangen, zu
empfangen!“ (22.09.1950) „Meistens geht es schnell, aber
wer sich darauf versteift, dass es schnell geht, das
Recht steht keinem Menschen zu, derartiges zu verlangen.
Nur nicht drängen und verlangen, sondern den Herrgott
bitten (...).“ (10.09.1949)
Das Geschenk der Gesundheit konnte sich
auch niemand bei Bruno Gröning erkaufen. Er lehnte
solche Vorhaben strikt ab und verwies diese Menschen
teilweise sehr schroff von sich. „Das Gute, das
Göttliche können sie sich mit Geld, mit Gold, auch
Brillant, mit sonst was, was sie haben, nicht erkaufen.
(...) Geld ist Macht, Gesundheit ist Allmacht!“
(03.10.1958) Die Gesundheit war für ihn das kostbarste
Gut und er bezeichnete eine Heilung sogar als Heiligung.
Aus diesem Grund sagte er häufig: „Reich sein heißt
gesund sein!“
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Die Bedeutsamkeit
der Kraftaufnahme
Die regelmäßige Aufnahme der göttlichen Kraft war für
Bruno Gröning eine der wichtigsten Voraussetzung, um auf
geistigem Weg eine Heilung erleben zu können. Er
bezeichnete die Kraft Gottes auch als Heilstrom und
erklärte: „Jeder dieser abgebauten Körper weist einen
großen Energiemangel auf. (...) Je größer der Verlust an
Energien ist, desto länger oder öfter bedarf es einer
Wiederaufladung, bis der Körper soviel an Energien
aufweist, dass er wieder einsatzfähig ist.
(handschriftlich) „Ein Mensch, der nervös ist, sage ich,
der ist energielos, der ist um die Kraft, um die eigene
Körperkraft gebracht worden.“ (05.10.1958) „Der
Energieverschleiß ist sehr groß, (...) und daher muss er
(der Mensch) erst recht dafür sorgen, dass er täglich
neue Energien aufnimmt. (...) Denken Sie täglich an
Ihren Körper. Nehmen Sie täglich neue, d.h. gute Kraft
auf. (...) Und dann werden Sie hernach sagen, so sie
genügend Kraft aufgenommen: Jetzt fühle ich mich wohl,
jetzt fühle ich mich frei. Ja, um das Böse (Krankheit)
zu beseitigen, Freunde, dazu braucht man viel, sogar
sehr viel gute Kraft, (...). Und dieses wird nur da dann
möglich sein, so er (der Mensch) sich auf die wirklich
wahre göttliche Sendung einzustellen und einzuschalten
weiß. Also, die Sendung Gottes können wir, kann jeder in
sich aufnehmen.“ (Datum unbekannt)
Die Menschen, die nach der Anweisung
Bruno Grönings diese Kraft in sich aufnahmen,
berichteten häufig, dass sie ein Kribbeln und ein
starkes Wärmegefühl in ihrem Körper verspürten. Viele
beschrieben dieses Körpergefühl auch als sanften,
angenehmen Strom, der den Körper durchflutete, oftmals
verbunden mit einem angenehmen Gefühl von Ruhe und
Leichtigkeit. Auch heute noch werden diese Phänomene von
Menschen beschrieben, die sich, durch die Lehre Bruno
Grönings angeregt, der Kraft Gottes öffnen. Die
göttliche Kraft sucht ganz von selbst die Stellen auf,
an denen sie wirken muss.
Bruno Gröning lehrte, dass der Mensch bei
der Aufnahme der göttlichen Kraft nicht die Arme und
Beine überkreuzen sollte, da dies das Eindringen des
Heilstromes behindere. Die Hände sollten wie geöffnete
Blütenkelche auf die Oberschenkel gelegt werden. Optimal
wäre außerdem, sich nicht mit dem Rücken an einem Stuhl
oder Sessel anzulehnen. „Und jetzt bitte ich Sie, die
Hände, die Sie zusammenhalten, auseinander zu nehmen.
(09./10.09.1949) „Den Rücken bitte freihalten, die Lehne
hat heute Ausgang.“ (04.09.1950) „Die noch einen
freibeweglichen Körper haben, die verkrampfen ihn so oft
so gerne. Das ist (...) die Macht, die Macht der
Gewohnheit: Beine über Kreuz, übereinander geschlagen.
Sicher kann er (der Mensch) sich mal lümmeln, (...),
aber nicht da dann, wenn er das Gute, das Göttliche
empfangen will.“ (05.10.1958)
Im autogenen Training spricht man auch
von der so genannten „Droschkenkutscherhaltung“. Er
erklärte, dass man sich Arme und Beine wie Stromleiter
vorstellen könnte. Im technischen Vergleich führe eine
Berührung zweier nicht isolierter Stromleiter zu einem
Kurzschluss. Ähnlich sei dies im Körper. Das Überkreuzen
der Arme oder Beine führe dort zu einem Energiestau, so
dass die feinen Energien nicht richtig durchfließen
könnten. Selbst wenn ein Mensch bettlägerig ist, kann er
dies befolgen. So ist auch im Liegen die Heilkraft
Gottes erlebbar.
Bruno Gröning erklärte zudem, dass eine
enge Verbindung zwischen der Aufnahme der göttlichen
Kraft und dem göttlichen Schutz bestehen würde. „Nimmt
er (der Mensch) die Kraft Gottes in sich auf, bleibt er
in der göttlichen Führung, dann hat er den Schutz. Kommt
er aber aus dieser Führung heraus, dann hat er ihn
nicht, dann ist er ohne Führung.“ (05.10.1958)
Aufgrund dieser Erklärungen wird
deutlich, wie elementar wichtig es ist, sich täglich
Zeit dafür zu nehmen, um in die Stille zu gehen und die
göttliche Kraft in sich aufzunehmen. Ein Sprichwort sagt
schon: „In der Ruhe liegt die Kraft!“ „Denn das muss er
(der Mensch) zuerst tun: die Unruhe von sich schütteln,
die Unruhe erst gar nicht aufnehmen, sondern nur Eines:
die Ruhe aufnehmen, sich zur Ruhe bewegen, (...), und
dann wird er nicht nur ein gutes, ein wohlwollendes
Gefühl erhalten, sondern dann wird er die guten
Gedanken, die Gedanken aus der guten, aus der göttlichen
Gedankenquelle empfangen.“ (26.12.1958)
Natur, die wahre
Medizin
Nicht nur die regelmäßige Aufnahme der göttlichen Kraft,
sondern auch die Verwendung von Naturheilkräutern kann
den Heilungsprozess positiv beeinflussen. „Ich stehe
nach wie vor dafür: Naturheilkräuter! Die Natur gibt dem
Menschen alles, durch das, was der Herrgott für uns
wachsen lässt. Warum alles künstlich herstellen?“
(11.07.1949) „Alles das, was durch Menschenhand
künstlich geschaffen, gibt es auch natürlich, besser und
leichter (...).“ (22.09.1950)
Er bemängelte immer wieder, dass der
Mensch einen künstlichen Weg eingeschlagen hätte und
stellte klar: „Viel getan ist in der Naturheilkunde noch
nicht.“ (11.07.1949) Er verwies in diesem Zusammen-hang
gerne auf Zeiten, in denen die Menschen noch intensiver
im Einklang mit der Natur lebten. „Die ersten Menschen
(...) nahmen das Kräutlein mal in den Mund oder legten
das irgendwo auf (...) und das Auge (z.B.) war gesund,
das Gehör war wieder da. (...) Der Herrgott hat uns auf
diese Erde gesetzt und hat uns alles mit auf den Weg
gegeben, dass wir uns auch heilen können.“ (07.09.1950).
In diesem Zusammenhang betonte er häufig: „Zurück zur
Natur! Zurück zu unserem Herrgott!“
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Positives Denken
Nicht nur die körperliche Haltung ist bei der Aufnahme
der göttlichen Heilkraft wichtig, sondern auch die
innere Einstellung. „Wann können Sie es aufnehmen? Nicht
früher, bis Sie sich selbst von dem Bösen gelöst, dass
Sie wirklich mit dem Bösen nichts mehr gemein haben.
Früher kommt die Aufnahme nicht. Früher ist es nicht
möglich. Also, jetzt öffnen Sie ihr Herz und schütten
Sie wirklich alles aus. Fort mit allen Sorgen und
Nöten!“
Ein elementarer Bestandteil der Lehre
Bruno Grönings ist das Wissen um die Macht der Gedanken.
Der Hilfe- oder Heilungssuchende sollte sich ganz
bewusst von allen negativen Gedanken lösen, vor allem
vom Krankheitsgedanken, von allen Ängsten, Sorgen und
Nöten. „Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die
göttliche Kraft.“, betonte Bruno Gröning immer wieder.
Die innere, positive Einstellung stellte er als
Grundvoraussetzung heraus, damit Gott wirken könne.
„Denken Sie nicht an die Krankheit, nicht
an das Vergangene.“ (19.09.1950) Bruno Gröning sagte
manchmal, dass viele Menschen förmlich auf der Krankheit
sitzen und sie nicht loslassen würden. „Wenn er (der
Mensch) sich mit seinem Leiden beschäftigt, ist es
unmöglich, dass er überhaupt empfängt.“ (07.09.1950)
„Immer wieder beschäftigt der Mensch sich mit dem, das
er als Unheil an seinem Körper empfunden hat. Er hegt
und pflegt es. Er tut alles Mögliche. Er weiß weiter
nichts anderes mehr zu tun, da die Macht dieser
Gewohnheit ihm so in Fleisch und Blut übergegangen ist,
(...). Er beschäftigt sich wirklich mit dem Unheil, und
damit wrackt und würdigt er seinen Körper herab.“
(05.10.1958) „Ich sage, wer sich mit seiner Krankheit
beschäftigt, der hält sie fest, wer sie aber los werden
will, und das wollen Sie wohl alle, der möge nicht daran
denken, sondern seinen Körper beobachten, (...).
(23.09.1950) „Das Gute geht nur da hinein, wo das
Schlechte entfernt ist.“ (31.08.1950) Die bewusste
Lösung vom Krankheitsgedanken ist also
Grundvoraussetzung für jede geistige Heilung. Darum
sollte der Mensch auch nicht sagen: „Das ist meine
Krankheit“, denn mit diesen Gedanken würde er alles
festhalten. Auch sollte er nicht sagen: „Ich habe diese
Krankheit“, sondern: „Ich hatte diese Krankheit“, um
sich innerlich bereits davon zu lösen. Bruno Gröning
warnte die Heilungssuchenden grundsätzlich davor, über
Krankheiten zu sprechen.
Wichtig ist, um die Heilwelle zu
empfangen, dass der Mensch richtig eingestellt ist, d.h.
auf den festen Glauben an die Heilung und auf den
richtigen Sender, Gott selbst! Bruno Gröning brachte
oftmals den Vergleich mit dem Radio. Alle negativen
Gedanken würden einen schlechten Empfang erzeugen. Gott
würde immer alles Gute senden, aber viele Menschen
könnten es nicht empfinden, da sie eine falsche
Lebenseinstellung hätten.
Empfehlenswert ist es, sich während des
Einstellens auf den göttlichen Sender eine wohltuende
Musik anzuhören und einfach an etwas Schönes zu denken.
Viele stellen sich dabei das Meer vor, die Berge, Bilder
vom Wald oder einer Landschaft, einen Sonnenuntergang
oder anderes. Dabei sollte man den Körper beobachten.
„Sie haben sich nur darauf einzustellen, um hier die
wahre göttliche Sendung zu empfangen, besser gesagt zu
erlangen. Wie Sie diese Sendung erlangen, das stellen
Sie fest. Aber immer wieder muss ich sagen, erst da
dann, so Sie Ihrem Körper wirkliche Beachtung schenken,
so Sie acht geben, was in ihm geschieht, noch viel
weniger, um ihn, sondern nur in ihm, in Ihrem eigenen
Körper. So Sie von der Umwelt, von Ihrer Umgebung
abgelenkt werden, dann schließen Sie einfach die Augen,
(...).“ (Datum unbekannt)
Friedrich Retlow erwähnt in seiner
Broschüre aus den fünfziger Jahren „Bruno Grönings
Heilstrom – seine Natur und seine Wirkung“ noch einen
anderen wichtigen Aspekt bezüglich des positiven
Denkens: „Besonders bei Heilungen durch den Kraftstrom
(...), dem die materialistische Welt ungläubig und
ablehnend gegenübersteht, ist die Gefahr vorhanden, dass
abfällige Meinungen, böswillige Urteile auf den Kranken
einstürmen (...) und damit den Glauben an seine Heilung
und Gesundung zerstören. (...) Mancher Rückfall in den
früheren Krankheitszustand ist auf diese zerstörende
Einwirkung von negativen Gedanken zurückzuführen.
Gedanken sind Kräfte, die ihre spezifische Schwingung
und Ausstrahlung haben. (...) Wenn daher Kranke, (...),
aus einer harmonischen Umgebung von guten, hilfsbereiten
und zuversichtlichen Menschen in einen anderen Kreis von
Spöttern, Zweiflern und Ungläubigen eintreten und dort
verbleiben müssen, können aus den genannten Gründen
Rückfälle eintreten, deren Ursachen äußerlich gesehen
nicht erkennbar sind. Es ist daher ein Gebot der
Klugheit, bei einem solchen Wechsel der Umgebung, wie
überhaupt im Verkehr mit Skeptikern und Unwissenden,
über eine eingeleitete Heilung durch den Strom möglichst
zu schweigen. Erst wenn die Übergangszeit beendet und
der Gesundheitszustand fest fundiert und gesichert
erscheint, sollte man frei darüber reden.“
Auf die Macht der Gedanken, nicht nur im
Bezug zur Gesundheit, sondern in allen Lebenslagen, wird
in vielen Büchern der heutigen Zeit, zum Teil in
Millionenauflage, hingewiesen. Autoren wie Dr. Joseph
Murphy, Norman Vincent Peale, K. O. Schmidt, Dale
Carnegie, Louise L. Hay und viele andere haben
großartige Bücher zu dieser Thematik verfasst.
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Regelungen, ein
Reinigungsvorgang
Während oder nach dem Einstellen auf die göttliche
Heilkraft kann es zu Schmerzen im Körper kommen,
sogenannte Regelungsschmerzen. Diese treten dann auf,
wenn durch das Einfließen des Heilstromes der Körper von
der ursprünglichen Krankheit (Unordnung) zur Gesundheit
(Ordnung) geführt wird. Dabei müssen die angestauten
Ablagerungen und Giftstoffe abgebaut und ausgeschieden
werden. Bruno Gröning sagte dazu: „Was nicht hinein
gehört, muss hinaus!“ (Datum unbekannt) In den
Regelungen sah er nichts anderes als einen
Reinigungsprozess, der bei manchen Personen einfach
notwendig sei. „Der Regelungsschmerz muss sein! Es
befürchteten oft einzelne Menschen, wenn der
Regelungsschmerz einsetzte, dass ein Rückfall
eingetreten sei. (...) Deswegen mache ich Sie
aufmerksam, wenn der Regelungsschmerz kommt, das zu
erdulden. Es passiert nichts Schlimmes, sondern nur,
dass der Mensch gesund wird.“ (01.10.1949) „Da, wo alles
in Unordnung war, muss die Gesundheit sich auch diesen
Weg erkämpfen und solange daran arbeiten, bis das eine
oder andere Organ, d.h. das kranke Organ, wieder in
Ordnung ist. Nichts fürchten, lassen Sie das über sich
ergehen. Es ist das Gute, das Göttliche!“ (2309.150) „Es
liegt bloß immer an der Größe des Leidens, das der eine
oder andere in oder an seinem Körper hat. Es dauert
alles seine Zeit!“ (15.10.1949)
So kann es z.B. häufig zu Kopfschmerzen
kommen. „Wer Kopfschmerzen kriegt, sage ich prima, denn
da muss es ansprechen, das muss jetzt durchgehen, um auf
das Organ zu wirken, (..). (31.08.1950) Es kann auch zu
Schmerzen an den Stellen kommen, wo die Krankheit sich
festgesetzt hatte. Reaktionen wie Durchfall, Erbrechen,
Fieber, Müdigkeit, u.a.m. sind ebenfalls nicht selten.
Bruno Gröning bezeichnete diesen Regelungsprozess als
etwas sehr Positives, da dies ein Zeichen dafür sei,
dass der Mensch auf die göttliche Kraft anspricht und
der Reinigungsvorgang in seinem Körper beginnt.
Aus dem Bereich der Homöopathie ist
ebenfalls der Begriff der „Erstverschlimmerung“ bekannt.
In den Schriften aus dem 16. Jahrhundert des berühmt
gewordenen Arztes Paracelsus, wird bereits deutlich,
dass auch er vom Phänomen der „Erstverschlimmerung“
wusste: „Der gesund werden will, der muss daran denken,
dass es ohne Schmerzen nit geht, (...) und wie wir in
unserem Schweiß die Nahrung gewinnen, so ist es auch
hier: in unserem Schweiß, mit Schmerzen werden wir von
Krankheiten gesund.“ (aus „Paracelsus, die Geheimnisse“,
S. 208) Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es aber
auch viele Heilungen ohne jegliche Regelungszustände
gegeben hat und heute noch gibt.
Vor allem möchten wir betonen, dass man
stets unter ärztlicher Kontrolle bleiben sollte. Bruno
Gröning hat nie vom Arztbesuch oder vom Gebrauch von
Medikamenten abgeraten! Dies belegen viele
Tonbandaufnahmen seiner Vorträge.
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Aufruf zur großen
Umkehr
„So wahr wie es ist, dass es einen Herrgott gibt, so
gibt es auch einen Satan.“ (22.09.1950) Mit seinen
klaren Worten über das Böse wollte Bruno Gröning weder
Ängste heraufbeschwören noch religiösem Fanatismus einen
Boden bereiten, sondern den modernen Menschen aufklären
und vor dieser negativen Kraft warnen. Denn die Existenz
des Bösen war für ihn die Ursache für alle negativen
Entwicklungen auf der Erde, wie z.B. Kriege, Seuchen,
Krankheiten, die Naturzerstörung und vieles andere mehr.
„Dass der Satan hier unter den Menschen wütet, das kann
man nicht genug sagen.“ (19.09.1950) „Dem Satan ist sein
Werk gelungen. Sein Werk ist vollbracht!“ (23.09.1950)
„Dieser Satan, (...), hat es tatsächlich fertig
bekommen, den Menschen mit allem möglichen (...) zu
verlocken; er hat es fertig bekommen, den Menschen von
dem wahren, göttlichen Weg abzuziehen. Er hat ihn
verlockt, er hat ihn gelockt und auf den Irrweg geführt,
auf dem die Menschheit sich zum größten Teil befindet.“
(26.09.1950) Bruno Gröning sprach in diesem Zusammenhang
vor allem auch von der Herrsch- und Geldsucht, der viele
verfallen wären. Auch hob er hervor, dass das Streben
nach materiellen Gütern viele vom Streben nach Gott
abgehalten hätte. „Das Böse (...) setzt alles daran, um
immer wieder Menschen daran zu hindern, dass sie ja
nicht den guten Weg einschlagen (...).“ (26.12.1958)
Er erklärte auch, wie das Böse Macht über
den Menschen bekommen kann und zwar über die Gedanken.
Gott stellte er als die gute Gedankenquelle dar, Satan
als die böse. Der Mensch müsste immer wieder überprüfen,
woher ein Gedanke kommen würde und ob er es wert sei
aufgenommen zu werden. Die unguten Gedanken sollte jeder
Mensch bewusst von sich weisen, wie. z.B. Gedanken der
Rache, des Neides, der Habgier, usw. Und wieder warnte
er: „Das Böse wird sich zur Wehr setzen. Das Böse wird
immer alles dazu tun, damit es nicht beseitigt wird. Und
das Böse ist so hinterlistig und weiß sich überall ein-
und anzuschleichen.“ (04.12.1958) Deshalb forderte Bruno
Gröning die Menschen dazu auf, den Kampf gegen das Böse
zu führen, d.h. sich gegen all das innerlich zu wehren,
was man bereits als Ungutes durchschaut hätte. Ohne
Kampf gäbe es keinen Sieg, stellte er klar.
Das eindeutige Bekenntnis Christi im
Neuen Testament zur Existenz einer satanischen Macht,
wird heutzutage von weiten Kreisen liberaler Theologen
leider nur noch als zeitbedingte Fehlvorstellung
gedeutet. Es scheint nicht in das Weltbild eines
aufgeklärten Menschen zu passen. Dahinter verbirgt sich
jedoch eine große Gefahr. Augustinus sagte bereits: „Die
Macht des Teufels ist dort am größten, wo man nicht mehr
an ihn glaubt.“
Bruno Gröning war sich dessen bewusst und
rief deshalb die Menschheit zur großen Umkehr auf: „Zwei
Herren, meine lieben Freunde, können Sie nicht dienen.
Nicht auf der einen Seite dem Bösen und auf der anderen
Seite Gott. (...) All das, dass Sie bisher in diesem
Erdenleben als böse empfunden haben, müssen sie ganz
beiseite stellen. Sie müssen dem Bösen den Rücken
kehren; Sie müssen den anderen weg gehen. Und daher rufe
ich Sie auf zur großen Umkehr! Gehen Sie den Weg, so wie
er Ihnen von Gott - uns allen durch Christus - bestimmt
ist.“ (04.12.1958)
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Gotthörigkeit,
statt Menschenhörigkeit
Eine Grundvoraussetzung, um wieder zu Gott
zurückzukehren, beschrieb Bruno Gröning mit folgenden
Worten: „Er (der Mensch) muss gotthörig werden. Er muss
in die göttliche Führung kommen, ohne diese gibt es kein
Leben!“ (05.10.1958) Leider hätten sich aber viele
abhängig von den Ansichten oder Meinungen ihrer
Mitmenschen gemacht, wodurch der Weg zur Gotthörigkeit
versperrt wurde. Deshalb warnte Bruno Gröning immer
wieder eindringlich davor: „Freunde, nur nicht von
Menschen abhängig sein, nur von Einem, wie es auch in
Wirklichkeit ist: Wir alle sind von Gott abhängig!“
(05.10.1958) „Will der Mensch nicht frei sein? Aber er
wurde ja von vornherein um diese seine Freiheit, die
Gott ihm gegeben hat, gebracht, von Menschen, die
unwissend sind, die nur in dem Glauben lebten, dieses,
das und jenes müsste so sein, er hat sich zu fügen. Da
ist er menschenhörig geworden! Und daher konnte er nicht
mehr auf das hören, was Gott ihm zu sagen. Und daher
stand er auch nicht mehr in der göttlichen Führung. Da
wurde er schutzlos, da wurde er rechtlos!“ (05.10.1958)
Dieses Dilemma der Menschenhörigkeit ist
nach unserer Überzeugung leider auch in vielen
Religionen und spirituellen Bewegungen heutzutage noch
sehr häufig verbreitet. Immer wieder gibt jemand den Ton
an, äußert sozusagen den Willen Gottes, und alle anderen
haben zu folgen. Wer nicht folgt, wird meistens zum
Außenseiter oder zum schwarzen Schaf. Viele werden
geächtet, verbannt oder ausgeschlossen. Durch solche
Praktiken wird der einzelne Mensch entmündigt und um
seine eigene Entscheidungsfähigkeit gebracht. Wer sich
in solch ein Abhängigkeitsverhältnis begibt, wird
niemals lernen, die eigene göttliche Stimme oder das
Gewissen in sich selbst wahrzunehmen und das klare
Gefühl, was gut oder schlecht für einen ist. Deshalb ist
es offenbar ein fataler Fehler die Eigenverantwortung
für sein Leben aus der Hand zu geben! „Höre in Stille
auf Dein Gewissen. Horche ganz abgeschaltet auf dieses,
Dein Gewissen, abgeschaltet von dem Tun um Dich,
abgeschaltet von den Worten um Dich und abgeschaltet von
den Gedanken um Dich. Horche in Dich hinein und (...)
dieses Gewissen wird Dir antworten. Und wie diese
Antwort sein wird, so lasse es gelten, so ist es allein
wahr, denn Dein Gewissen, das ist Deine Seele und Deine
Seele ist göttlich, ist Gott in Dir.“ (Oktober 1955)
In einem Vortrag forderte Bruno Gröning
einmal die Menschen auf, sich selbst eine Frage zu
stellen. Nach einer kurzen Zeitspanne fragte er sie, ob
sie im Herzen eine Antwort erhalten hätten. Eine Frau,
die er ansprach, bejahte dies. Bruno Gröning freute sich
darüber und sagte dem Sinn nach: „Sehen Sie, Sie
brauchen gar nicht den Gröning zu fragen. Es liegt alles
in Ihnen selbst!“ Viele Zeitzeugen berichteten, dass
Bruno Gröning sich grundsätzlich nicht gerne fragen
ließ.
Sicherlich ist der Weg zum
Selbstvertrauen nicht immer leicht. Bruno Gröning sagte
diesbezüglich: „Üben Sie, üben muss ich schon sagen,
üben Sie Selbstvertrauen!“ (05.10.1958) Und er erklärte
weiter: „Selbstvertrauen ist Gottvertrauen!“ (Datum
unbekannt) Man benötigt natürlich eine ganze Portion
Mut, um die Angst vor Fehlentscheidungen zu verlieren.
Sicherlich wird man ab und zu auch auf die Nase fallen.
Dies ist jedoch nicht schlimm, wenn man bereit ist, aus
seinen Fehlern zu lernen. Nur so wird es mit der Zeit
möglich sein, die innere Herzensstimme immer deutlicher
wahrzunehmen. Man muss es einfach nur üben und sich
nicht von Tarot-Karten, einem Pendel, einem Medium oder
einem Guru abhängig machen. Nur so wird sich das
erfüllen können, was im „Vater unser“ immer wieder
ausgesprochen wird: „Herr, Dein Wille geschehe!“
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Liebe, der Weg zum
wahren Glück
„Gibt es einen Grundsatz, nach dem man sein ganzes Leben
richten kann? Ja, die Nächstenliebe!“ (handschriftlich)
Dieser Leitsatz Bruno Grönings verdeutlicht seine tiefe,
innere Einstellung. Sehr oft kommt er auf diesen
zentralen Punkt seiner Lehre zu sprechen. „Der Mensch
ist ein Geschöpf der Liebe. Was in der Liebe geschaffen,
kann nur in der Liebe leben. Liebe ist Gott!“
(handschriftlich) Diese Liebe, so betont er, kann der
Mensch in sich aufnehmen, d.h. die Liebe zu Gott, zu
sich selbst und seinen Nächsten, wenn er sich auf Gott
konzentriert und Ihn darum bittet.
Die Verbreitung der Liebe unter den
Menschen sieht er als Garant für die Entwicklung von
wahrem Frieden auf der Erde. „Sie sollen Mensch zu
Menschen sein. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!
Nicht gehässig, nicht falsch (sein), niemandem etwas
Schlechtes antun. Sie sollen alle gut sein, gut
untereinander. Sie sollen wissen, dass Sie
zusammengehören, ob arm oder reich.“ (27.08.1949) „Das
kann man schon als Mensch tun, seinen Mitmenschen (...)
zu helfen. Wenn es jeder tut, dann ist ja wieder der
Friede auf Erden.“ (19.09.1950)
Das tätige Umsetzen von Nächstenliebe war
für ihn auch der Weg zum wahren, inneren Glück. „Liebe
Freunde, so Sie Gutes nicht nur an sich selbst, sondern
schon an Ihren Nächsten tun, das ist ein wirklich wahrer
Gottesdienst. Dann werden Sie auch den Lohn Gottes
empfangen. Glauben Sie es mir. Nicht herzlos sein,
sondern nehmen Sie viel Gutes, nehmen Sie die Liebe
Gottes in sich auf, dann sind auch Sie ein anderer. Dann
haben Sie keine Sorgen und Nöte, im Gegenteil: dann sind
Sie ein lebensfroh, bejahender Mensch. Sie zählen sich
dann zu den glücklichsten Menschen (...). Wie glücklich
ist der Eine und der Andere, wenn er hier und dort mal
einem Menschen das Leben gerettet, wie man sagt, als
Lebensretter ausgezeichnet wird. Was für ein
glückstrahlendes Gefühl hat dieser Mensch Zeit seines
Lebens in sich. (...) Wer schon einem geholfen hat, auch
dem Allernächsten, ich frage Sie, war das kein
Glücksgefühl für Sie? Wenn Sie (ihm) nur eine Bleibe
verschafft (haben), wenn Sie nur einen Stuhl gegeben
oder das, was er sich nicht kaufen konnte, wenn es ein
Bett war oder (...) ein Bekleidungsstück, es war doch
ein Glücksgefühl! (...) Aber um wieviel wäre es schöner
und um wieviel wäre es größer, ich meine hier das
Glücksgefühl, wenn Sie mehr haben und mehr geben können.
Und noch größeres Glück wird über Sie kommen, wenn Sie
mit ihrem Nächsten teilen. (...) All diese kalten
Herzen, liebe Freunde, müssen ja wieder erwärmt werden.
Man muss seinem Nächsten sagen, dass wir alle das
gleiche Geschöpf sind, wir alle nur von einem geschaffen
sind, wir wirklich alle nur einen einzigen Gott haben,
zu dem wir gehören und dem wir zu folgen haben. Der
Mensch ist (...) lieblos geworden. Und gerade deswegen
habe ich kurz den Krieg erwähnt, der die Not und das
Elend herbeigebracht . Die Menschen sind erkaltet. Sie
sind brutal geworden. Sie gehen, wie sie oft so sagen
(...) über Leichen. Gott verlässt keine Menschen, nur
haben Menschen Gott selbst verlassen! (...) Und daher
sind sie lieblos geworden. Daher sind sie erkaltet.
Daher haben sie so ein kaltes Herz. Sie haben weder das
Empfinden, noch das Gefühl für ihre Nächsten. (...) Die
Not und das Elend ist heute am größten. Und jetzt kommt
Gott und ruft sie. Er ruft sie zurück, er ermahnt sie
zum Guten. Ja er mahnt sie (...) das Liebevolle, das er
jedem geboten hat, jetzt in sich aufzunehmen, (...).“
(06.10.1958)
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Grönings
Selbstverständnis
Bruno Grönings Lebensziel formulierte er wie folgt: „Ich
will jeden Menschen wieder zum Glauben zurückführen,
denn jeder Mensch ist ein Wesen der Natur, jeder Mensch
ist ein Kind Gottes. Wir Menschen haben nur einen Vater,
und das ist unser Herrgott! Und weil viele Menschen vom
Glauben abgekommen sind, so will ich sie wieder zum
Glauben zurückführen.“ (01.10.1949)
„Ich stehe vor den Menschen nur wie ein
Wegweiser, der ihnen (...) den Weg wieder zeigt, den der
Mensch seit Jahrtausenden so nach und nach verlassen
hat. (...) Ob sie sich zu diesem Weg entscheiden, ist
nicht meine Angelegenheit, das ist jedes Menschen eigene
Sache.“ (29.09.1950) Bruno Gröning betonte immer wieder,
dass er sich einfach verpflichtet fühle, der Wahrheit zu
dienen und den Mut hätte, sie unverblümt, mit den Worten
der heutigen Zeit, weiterzugeben. „Nun habe ich hier den
Willen, jeden Menschen auf den guten Weg zu führen, aber
ich muss ihm die Wahrheit sagen.“ (06.10.1958) Er sagt
aber auch: „Ich weiß nicht viel, ich weiß weiter nur
das, was Menschen heute nicht mehr wissen.“ (Datum
unbekannt)
Seine Belehrungen, bei gleichzeitiger
Aufnahme der göttlichen Heilkraft, die Bruno Gröning wie
ein Transformator weitergeben durfte, führte viele
Menschen tatsächlich zur Gesundheit. Offenbar floss ihm
diese Kraft in besonderem Maße zu, so dass er sie wie
ein Transformator, je nach Bedarf, weiterleiten konnte.
Er betonte aber immer wieder: „Nicht ich heile, sondern
es führt die Menschen nur zu ihrem Heil.“ Und er wies
jeden Dank seiner Person gegenüber von sich. „Wem die
Hilfe zuteil geworden ist, der soll dem Herrgott dafür
danken, nicht dem kleinen Gröning. Ich bin nichts, unser
Herrgott ist alles!“ (31.08.1949) „Ich sage (...) immer
wieder (...): Danket nie mir, danken wir Gott dafür. Ich
danke Gott immer dafür, dass ich das tun darf, dass ich
Ihm dienen darf (...). Wie Sie sich Gott gegenüber
dankbar zeigen, das belasse ich Ihnen selbst.“
(03.10.1958) „Glauben sie nur, dass ich weiter nichts
als nur Ihr Helfer bin! Glauben sie, meine lieben
Freunde, dass ich weiter nichts als nur ein Diener
Gottes bin, was auch Sie sein können, wenn Sie es nur
wollen, wenn Sie es nur tun! Und glauben Sie, meine
lieben Freunde, dass ich doch weiter nichts als nur ein
Werkzeug, ein Werkzeug Gottes bin (...).“ (04.12.1958)
„Ich bin und bleibe ein Kind, bin nur ein Kind Gottes,
mehr nicht!“ (05.10.1958)
Bruno Gröning lehnte jede Art von
Personenkult konsequent ab. „Ich habe nicht die Absicht
gehabt mich emporzuheben, nein, ich wurde erst von
kranken Menschen herausgehoben.“ (01.10.1949) Obwohl er
immer wieder darauf hinwies, das man ihn nur als Helfer
sehen sollte, gab es Menschen, die sich ihm gegenüber
fanatisch zeigten und ihn förmlich vergötterten. Deshalb
stellte er klar: „Ich will nicht von einem einzigen
meiner Mitmenschen verherrlicht werden. Ich bin nicht
Gott, sondern nur göttlich, wie jeder meiner
Mitmenschen!“ (17.10.1955)
Sein Versprechen: „So Gott will, werde
ich weiterhelfen!“ (Datum unbekannt), hat sich längst
erfüllt. Unzählige Heilungsberichte der heutigen Zeit
belegen, dass er auf geistigem Weg diesem Auftrag des
Helfens aus einer jenseitigen Dimension weiter
nachkommt. Vor allem seine Lehre ist ein Meilenstein auf
dem Weg zur Gesundheit und inneren Zufriedenheit, wenn
man sie wirklich beherzigt. So sind seine Worte zu
verstehen: „Wenn ich einmal nicht mehr auf dieser Erde
sein werde, so kann jeder aus sich selbst heraus die
Hilfe und Heilung erfahren.“ (Datum unbekannt)
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