Kurzeinführung in Bruno Grönings Lehre

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Kaum jemand erregte in den fünfziger Jahren in Deutschland die Gemüter mehr als Bruno Gröning (1906 – 1959). Tausende Kranke, Kriegsversehrte und selbst als unheilbar Diagnostizierte erfuhren durch ihn wundersame Heilungen. In den Medien bezeichnete man ihn deshalb auch als “Wunderheiler”. Die einen sahen in ihm einen neuen Messias, andere verspotteten ihn als Scharlatan. Gröning wurde zu einem Phänomen.

Ein riesiger Presserummel begann. Innerhalb kürzester Zeit kam es an verschiedenen Orten zu Massenansammlungen. Bis zu 30000 Menschen wurden an manchen Tagen gezählt. Das, was er selbst nie angestrebt hatte, sondern die sensationelle Berichterstattung der Medien auslöste, erreichte ihren Höhepunkt. Selbst die Wochenschau berichtete und man drehte einen abendfüllenden Kino-Dokumentarfilm über diesen außergewöhnlichen Mann. Ministerpräsident Dr. Erhard erklärte, dass man eine solch „exzeptionelle Erscheinung“ wie Gröning nicht an Paragraphen scheitern lassen dürfe. Das bayerische Innenministerium bezeichnete Grönings Tätigkeit als „freie Liebestätigkeit“.

Vor allem aber die Ärzteschaft stand diesem unstudierten, einfachen Mann mehr als skeptisch gegenüber. Aufgrund ihres Druckes wurde er mit Heilverboten belegt und sogar juristisch verfolgt. Ein dramatischer Kampf zwischen Schulmedizin und Geistheilung war entbrannt. Am 26. Januar 1959 verstarb Bruno Gröning in Paris. Seine Freunde und Verehrer waren über seinen plötzlichen, unerwarteten Tod zutiefst betroffen, seine Feinde atmeten erleichtert auf. Nun schien das Phänomen Gröning endgültig beendet zu sein. Doch dies war ein folgenschwerer Irrtum.

Bis zum heutigen Tag beschäftigen sich Vereine, Freundeskreise und andere Gruppierungen mit diesem ungewöhnlichen Mann. Gleichzeitig gibt es seit 1959 unzählige Menschen, die unter Eid beschwören, dass sie durch die Umsetzung seiner Lehre, bei gleichzeitiger Aufnahme der göttlichen Heilkraft, gesund und glücklich geworden sind. Selbst seine im Erdenleben meist verbitterten Feinde, die Allgemeinmediziner, öffnen sich mittlerweile hier und dort seinem Gedankengut. Die Diskussionen um seine Person und seine Lehre reißen einfach nicht ab. Dennoch wird er auch heute noch, vor allem in der Öffentlichkeit, häufig als Scharlatan bezeichnet.

Menschen zu verurteilen ist sehr leicht, sie zu beurteilen jedoch viel schwerer. Ich persönlich beschäftige mich nun seit 1985 mit diesem Mann, habe über 100 Zeitzeugen aufgesucht und sie teilweise, für meinen dreiteiligen Dokumentarfilm “Das Phänomen Gröning”, interviewt. Außerdem studierte ich in verschiedenen Archiven unzählige Dokumente über oder von Bruno Gröning, hörte mir sehr viele Tondokumente von ihm an und bekam durch eine große Anzahl von Fotos auch sehr private Einblicke. Von daher glaube ich mir ein Urteil über ihn erlauben zu dürfen. In diesem Zusammenhang möchte ich auf eine Bibelstelle im Matthäus Evangelium (7, 15 f.) hinweisen: „Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor; ein schlechter Baum aber schlechte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.“
Diese Aussage ist für mich ein Richtwert, wenn es um die Beurteilung Grönings und seiner Lehre geht. Was ich an Früchten an mir oder anderen Menschen erlebt habe oder nach wie vor erlebe, das kann ich, und dies sage ich als äußerst kritischer Mensch, nur als wirklich gute Früchte bezeichnen: Atheisten finden zum Glauben an Gott zurück; Menschen bekommen wieder einen innigen Bezug zu Christus und seiner Lehre; der Glaube, dass Gott der größte Arzt ist, wird gestärkt; geistige Heilungen geschehen; Depressive werden wieder froh und lebensbejahend und vieles andere mehr.

Das es auch Menschen gibt, die mit Gröning einen Personenkult betreiben, sich fanatisch oder dogmatisch zeigen, liegt nicht an ihm, sondern ausschließlich an diesen Personen! Dies darf man ihm keineswegs in die Schuhe schieben. Leider sind es oftmals seine so genannten Freunde, die durch ihr Fehlverhalten seinem Ruf nachweislich sehr geschadet haben. Ähnliche Fälle wiederholen sich ständig in der Geschichte der Menschheit. Wenn ich nur darüber nachdenke, was man schon alles im Namen Christi gemacht hat, so erklärt sich die Sache von selbst.

Die “Kritiker”, die Bruno Gröning damals schon als Scharlatan bezeichneten, wussten sehr wenig über ihn und haben ihn in den meisten Fällen nicht einmal persönlich gekannt. Auch diejenigen, die ihn heutzutage noch verteufeln, sind oftmals sehr schlecht informiert. Dies merke ich immer dann, wenn man von seinem Leben berichtet oder ihn zitiert. Haarsträubend! Da schreibt einer vom anderen ab, ohne sich mal die Mühe gemacht zu haben, tiefer in die Thematik einzudringen. Ich kann nur aus inniger Überzeugung sagen, dass ich Gröning nicht für einen Scharlatan halte, sondern in ihm einen bedeutsamen Helfer und Diener Gottes sehe.

Bruno Gröning wollte nicht nur den Menschen helfen, damit sie wieder gesund werden konnten, sondern sein vordergründiges Lebensziel formulierte er wie folgt:
„Ich will jeden Menschen wieder zum Glauben zurückführen, denn jeder Mensch ist ein Wesen der Natur, jeder Mensch ist ein Kind Gottes. Wir Menschen haben nur einen Vater, und das ist unser Herrgott! Und weil viele Menschen vom Glauben abgekommen sind, so will ich sie wieder zum Glauben zurückführen.“ (01.10.1949)

„Ich stehe vor den Menschen nur wie ein Wegweiser, der ihnen (…) den Weg wieder zeigt, den der Mensch seit Jahrtausenden so nach und nach verlassen hat. (…) Ob sie sich zu diesem Weg entscheiden, ist nicht meine Angelegenheit, das ist jedes Menschen eigene Sache.“ (29.09.1950)
Bruno Gröning betonte immer wieder, dass er sich einfach verpflichtet fühle, der Wahrheit zu dienen und den Mut hätte, sie unverblümt, mit den Worten der heutigen Zeit, weiterzugeben.
„Nun habe ich hier den Willen, jeden Menschen auf den guten Weg zu führen, aber ich muss ihm die Wahrheit sagen.“ (06.10.1958)
Er sagt aber auch:
„Ich weiß nicht viel, ich weiß weiter nur das, was Menschen heute nicht mehr wissen.“ (Datum unbekannt)

Seine Belehrung, bei gleichzeitiger Aufnahme der göttlichen Heilkraft, die Bruno Gröning wie ein Transformator weitergeben durfte, führte viele Menschen tatsächlich zur Gesundheit. Offenbar floss ihm diese Kraft in besonderem Maße zu, so dass er sie wie ein Transformator, je nach Bedarf, weiterleiten konnte.
Er betonte aber immer wieder:
„Nicht ich heile, sondern es führt die Menschen nur zu ihrem Heil.“
Und er wies jeden Dank seiner Person gegenüber von sich.
„Wem die Hilfe zuteil geworden ist, der soll dem Herrgott dafür danken, nicht dem kleinen Gröning. Ich bin nichts, unser Herrgott ist alles!“ (31.08.1949)
„Ich sage (…) immer wieder (…): Danket nie mir, danken wir Gott dafür. Ich danke Gott immer dafür, dass ich das tun darf, dass ich Ihm dienen darf (…). Wie sie sich Gott gegenüber dankbar zeigen, das belasse ich ihnen selbst.“ (03.10.1958)
„Glauben sie nur, dass ich weiter nichts als nur Ihr Helfer bin! Glauben sie, meine lieben Freunde, dass ich weiter nichts als nur ein Diener Gottes bin, was auch sie sein können, wenn sie es nur wollen, wenn sie es nur tun! Und glauben sie, meine lieben Freunde, dass ich doch weiter nichts als nur ein Werkzeug, ein Werkzeug Gottes bin (…).“ (04.12.1958)
„Ich bin und bleibe ein Kind, bin nur ein Kind Gottes, mehr nicht!“ (05.10.1958)

Bruno Gröning lehnte jede Art von Personenkult konsequent ab.
„Ich habe nicht die Absicht gehabt mich emporzuheben, nein, ich wurde erst von kranken Menschen herausgehoben.“ (01.10.1949)
Obwohl er immer wieder darauf hinwies, das man ihn nur als Helfer sehen sollte, gab es Menschen, die sich ihm gegenüber fanatisch zeigten und ihn förmlich vergötterten. Deshalb stellte er klar:
„Ich will nicht von einem einzigen meiner Mitmenschen verherrlicht werden. Ich bin nicht Gott, sondern nur göttlich, wie jeder meiner Mitmenschen!“ (17.10.1955)

Sein Versprechen: „So Gott will, werde ich weiterhelfen!“ (Datum unbekannt), hat sich längst erfüllt. Unzählige Heilungsberichte der heutigen Zeit belegen, dass er auf geistigem Weg diesem Auftrag des Helfens aus einer jenseitigen Dimension weiter nachkommt. Vor allem seine Lehre ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Gesundheit und inneren Zufriedenheit, wenn man sie wirklich beherzigt.
So sind seine Worte zu verstehen:
„Wenn ich einmal nicht mehr auf dieser Erde sein werde, so kann jeder aus sich selbst heraus die Hilfe und Heilung erfahren.“ (Datum unbekannt)

Seine Lehre hat Bruno Gröning nicht in schriftlicher Form festgehalten, sondern hielt in erster Linie frei gesprochene Glaubensvorträge, die zum Teil auf Tonbändern aufgenommen oder mitstenographiert worden sind. Außerdem existieren Gespräche, die ebenfalls auf diese Weise der Nachwelt erhalten blieben sowie einige handschriftliche Notizen von ihm. Wer sich näher mit seiner Lehre beschäftigt, wird eine große Vielfalt an Themen vorfinden, die weit über den Aspekt der Heilung hinausgehen.

Er schöpfte sein Wissen nicht, wie es heutzutage üblich ist, durch den Verstand. Sein Weg zum Erkennen der Wahrheit führte ihn vor allem in die Natur. Bereits als Kind zog es ihn in den Wald.
„Hier erlebte ich Gott: in jedem Strauch, in jedem Baum, in jedem Tier, ja selbst in den Steinen. Überall konnte ich stundenlang – es gab eigentlich keinen Zeitbegriff – stehen und sinnen, und immer war es mir, als weite sich mein ganzes inneres Leben bis in die Unendlichkeit hinein.“ (aus einem seiner Lebensläufe)
„Ich bin kein studierter Mensch, ich bin weder belesen noch habe ich eine menschliche Lehre angenommen, nein. Ich bin meine eigenen Wege (…) gegangen und werde sie auch weiter zu gehen wissen. Ich nehme keine menschliche Lehre an.“ (24.09.1949)

Bruno Gröning besuchte nur die Volksschule bis zur fünften Klasse, was man ihm später, seitens der Gelehrten der heutigen Zeit, sehr negativ auslegte. Man nannte seine einfachen, für jeden verständlichen Worte primitiv und stempelte ihn als ungebildeten, ja sogar dummen Menschen ab. In China gibt es diesbezüglich eine interessante Lebensweisheit: „Ein edler Mensch, der den rechten Weg gefunden hat, muss keineswegs die Tracht der Gelehrten tragen; noch weiß man von jenen, die die Tracht des Gelehrten tragen, keineswegs, ob sie den rechten Weg auch wirklich gefunden haben.“ (Dschang Dse, „Worte, die Berge versetzen – Weisheit der Chinesen“, I,198)

Die Lehre Bruno Grönings hat tatsächlich keinen intellektuellen oder gar wissenschaftlichen Anspruch, sondern er schöpfte aus einer Quelle, die ihm immer das Wichtigste war: Gott und Seine Schöpfung!
Wenn er auch betonte, dass er letzten Endes nichts Neues sagen würde, so fühlte er sich dennoch verpflichtet, mit den Worten der heutigen Zeit, den Menschen auf vieles hinzuweisen und in gewisser Weise wachzurütteln.

„Ich fühle mich verpflichtet den Menschen aufzuklären.“ (22.09.1950)
„Ich lehre unsere Menschen all das, was jeden Menschen durch die Lehre Christi, die wir Menschen in die Tat umzusetzen haben, zu Gott führt.“ (Datum unbekannt)
„Es geht doch hier um die Wahrheit, den Menschen die Wahrheit zu unterbreiten; den Menschen das kundzutun, was Wahrheit ist und wie Gott das Leben (…) für den Menschen bestimmt hat.“ (18.01.1959)
„Wie notwendig es ist, dass man Ihnen immer wieder nur die Wahrheit sagt, nur das sagt, was Sie an Wahrheit auch selbst erfahren können. Nur müssen Sie dazu übergehen, sich davon zu überzeugen.“ (04.12.1958)
„Ich dränge niemandem was auf, ich stelle jedem Menschen alles frei und rate ihm nur immer wieder an, sich (…) von allem zu überzeugen.“ (26.12.1958)
„Seien sie bitte, bitte nicht leichtgläubig! (…) Sie brauchen das nicht zu glauben, was ich sage. (…) Eine Pflicht, die Sie haben: sich selbst von dem zu überzeugen!“ (05.10.1958)

Unverblümt, immer einfach, manchmal sogar recht laut, sprach Bruno Gröning zu den Menschen.
„Glaubten Sie, ich wäre hier, um Sie alle einzeln gesehen nur zu streicheln, (…) Sie zu liebkosen, Sie zu umarmen? Ich glaube, (…) , es ist besser, ich sage offen die Wahrheit, wie Menschen das Leben hier verlebt haben. (05.10.1958)
„Ich habe mich so oft (…) wiederholt, und immer wieder kann ich nur betonend sagen: es ist notwendig, Freunde! (…) Ich sage es jahrein, jahraus, solange ich hier sein darf, bis der Mensch es erfasst hat, bis der Mensch das befolgt, was er zu befolgen hat und bis er dem folgt, dem wir alle über kurz oder lang doch folgen müssen.“ (03.10.1958)
„Wann hört die Not und das Elend einmal auf? Wann wird das Krankheitsheer verringert? (…) So, liebe Freunde, wie der Mensch es gewohnt ist, nicht. (…) Er muss umkehren, er muss wirklich das werden und auch das tun, wozu Gott ihn bestimmt hat, nicht anders, er muss gotthörig werden. Er muss in die göttliche Führung kommen, ohne diese gibt es kein Leben.“ (05.10.1958)

Bruno Gröning erfüllte eine große Liebe und Ehrfurcht vor Gott und seiner Schöpfung. Er sagte:
„Gott ist unser Vater, Schöpfer unserer Erde!“ (31.08.1950)
„Gott ist das Leben. Die Liebe ist Gott.“ (handschriftlich)

Und er machte deutlich:
„Wir alle sind von Gott abhängig. Ohne Gott gibt es kein Leben, denn Gott ist das Leben selbst!“ (05.10.1958)
„Gott ist für uns alles, und was sind wir ohne Ihn? Ich sage überzeugenderweise – ein Nichts!“ (04.12.1958)

In all seinen Vorträgen sprach er immer wieder davon, wie wichtig es sei, dass der Mensch zur Selbsterkenntnis kommt. Alle Menschen, gleich welcher Religion oder Nation, bezeichnete er als Kinder Gottes. Und er erklärte, dass jeder es nötig hätte die Schöpfungsgesetze zu erkennen und umzusetzen.
„Unser wirklicher Gastgeber ist Gott auf dieser Erde (…) und wir haben uns nach unserem Gastgeber zu richten.“ (03.10.1958)
„Jedes Lebewesen gehört zu Gott und Gott hat ein, d.h. sein Gesetz. Wer dieses nicht kennt, dieses nicht beherzigt, dieses nicht befolgt, der hat auch keinen Erfolg.“ (Datum unbekannt)

Mit mahnenden Worten rief er eindringlich die Menschheit zur großen Umkehr auf. Er war davon überzeugt, dass aufgrund der Nichtbefolgung der weisen Gesetze Gottes, so viel Elend, Not und Leid auf der Erde entstanden sei. „Gott wird keinen Menschen, keines Seiner Lebewesen um seinen Willen bringen.“ (05.10.1958), erklärte er weiter. Doch er sagte auch: „Gottes Wille ist bestimmt. Gott will, dass dem Menschen geholfen wird, so er erkannt hat, dass das Böse ihn herabgewürdigt. Gott hilft ihm, Gott führt ihn und Gott verzeiht auch.“ (05.10.1958)
Viele seiner Vorträge beendete er mit den Worten: „Liebet das Leben – Gott! Gott ist überall.“ (04.12.1958)

Ganz klar und sehr häufig bekannte sich Bruno Gröning zu Christus. In vielen seiner Vorträge sprach er immer wieder mit größtem Respekt von ihm und seiner Lehre. Als Zeichen trug er selbst ständig ein Kruzifix um seinen Hals. Er sagte:
„War Christus der Menschheit nicht das größte Vorbild? (…) Er tat all das, was er zu tun hatte, all das, was Gott ihm sagte. Er ging dahin, wohin Gott ihn führte, nicht Menschen. Und er sprach all das, was Gott zu ihm gesprochen. (…) Es ist nun mal die Lehre Christi, die sie beherzigen müssten.“ (…) „Christus hat uns so viel des Guten mit auf unseren Lebensweg gegeben. Warum haben die Menschen das Gute nicht beherzigt, warum haben sie es nicht in sich aufgenommen?“ (04.12.1958)

Ein zentraler Punkt der Lehre Bruno Grönings ist der Aufruf an alle Menschen, Christus endlich ernsthaft zu folgen.
„Ein wirklich wahrer Christ kann nur der sein, der Christus so folgt, wie Christus es von uns erwartet, wie seine Lehre uns das alles sagt, meine lieben Freunde. Und daher war Christus dreiunddreißig Jahre auf dieser Erde (…), damit er uns all das vermitteln kann, was Gott für uns, für die gesamte Menschheit zu sagen hat. Denn anders haben die Menschen nicht mehr auf Gott hören können. (…) Er (der Mensch) hat es nötig, mit Gott verbunden zu sein. (…) Und mehr wollte Christus nicht, mehr wollte Gott nicht, das ist die wirklich wahre göttliche Lehre, das ist die Lehre Christi, wie er sie uns, wie er sie der Menschheit mit auf dem Weg gegeben hat: Gottverbundensein, das, meine lieben Freunde, ist alles!“ (04.12.1058)

Weihnachten empfand Bruno Gröning als das heiligste Fest im Jahr. Er fragte:
„Was bedeutet für Sie dieses Fest, (…)? Was bedeutet für sie die Geburt Christi? (…) Warum schenkte Gott Christus hier ein Erdenleben? (…) Was wollte Gott damit und was sollte Christus hier? (…) Heißt es nicht in dem Lied ´Stille Nacht, heilige Nacht`, dass Christus der Erlöser ist? (…) `Christ, der Retter ist da!` Ja, meine lieben Freunde, sie singen es, aber sie wissen es nicht, sie glauben nicht daran, sie haben das nicht beherzigt! Sie haben nie all das befolgt, was Christus uns durch seine Lehre hier für unser weiteres Erdenleben übergeben hat.“ (04.12.1958)

Und aus Überzeugung sagte er:
„Christus ist immer unter den Menschen, er ist nicht tot, es gibt keinen Tod, es gibt nur eine Erlösung!“ (05.10.1958)

Das Bekenntnis Bruno Grönings zu Christus und seiner Lehre bedeutet jedoch nicht, dass er in irgendeiner Form dogmatisch oder untolerant gewesen wäre. Niemals hat er behauptet, dass nur der christliche Weg zu Gott führe.
Im Gegenteil, er stellte klar: „Mir ist es völlig egal, wie der Mensch zu Gott findet, Hauptsache er findet zu Gott!“ (Datum unbekannt)

„Der größte Arzt aller Menschen ist und bleibt unser Herrgott!“ (24.09.1949)
„Wer hat Ihnen das Leben gegeben? Nur allein der Herrgott! Und Er will ihnen die Gesundheit geben!“ (September 1949)

Bruno Gröning stand mit Nachdruck dafür ein, dass es keine unheilbare Krankheit gäbe.
„Es gibt vieles, das nicht erklärt werden, aber nichts, das nicht geschehen kann.“ (04.09.1950), war eine seiner vielen Lebensweisheiten. Die Gesundheit betrachtete er als die göttliche Ordnung im Menschen, die Krankheit als die Unordnung. Diese Unordnung käme immer dann zustande, wenn der Mensch sich nicht nach den Gesetzen Gottes richten würde, was meistens unbewusst geschähe. Auf diese Weise könnte das Böse (die Krankheit) in den Menschen eindringen.
„Jesus Christus wusste, dass jede Krankheit durch Sünde kommt. Deshalb ermahnte er den Kranken nach der Heilung: ´Sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Ärgeres widerfahre.`“ (handschriftlich)

Leider hätten viele, laut Bruno Gröning, den Glauben daran verloren, dass Gott sie auf geistigem Weg heilen kann.
„Wie viele Menschen es doch abzutun wissen, indem sie von sich aus behaupteten und heute noch behaupten, sie seien ein gläubiger Mensch, (…) und sie haben immer geglaubt, und sie haben zu Gott gebetet, und Er hat sie nicht erhört, und sie sind von dem Übel nicht frei geworden. (…) Ich weiß, (…), dass sie einer Macht verfallen sind, das ist die Macht der Gewohnheit, und dass sie sich mit dem Wort ´Glauben` nur trösten, aber in Wirklichkeit nicht glauben können, denn sie haben das Wort ´Glaube` ja noch nicht beherzigt, sie sind noch gar nicht zur Tat übergegangen!“ (04.12.1958)

Diesen Glauben an Gottes Hilfe stellt Bruno Gröning als Grundbedingung heraus, um eine Heilung auf geistigem Weg erleben zu können.
„Wenn sie nur glauben, dass sie das Heil erfahren werden, dann ist ihnen schon geholfen. Glauben sie nur!“ (05.10.1958)
„Wer an seine Gesundheit glaubt, der glaubt an Gott.“ (handschriftlich)

Aus diesem Grund sagte er auch:
„Es ist falsch, wenn sie fragen: ´Was kann er heilen?` Nein, sie müssen die Frage stellen: ´Wen kann er heilen?` Sie können sich genauso sperren. (…) Aber dann ist es nicht meine Schuld!“ (05.09.1950)
„Sollte ich sie belügen, sollte ich sagen, dass es hier auf einen ankommt, wie ich es bin? Nein, Freunde, es kommt auf sie selbst an, wie Sie das Gute aufnehmen.“ (05.10.1958)

Außerdem stellte er klar:
„Ich frage keinen Hilfesuchenden, welcher Religion oder welcher Nation er angehört. Mensch ist Mensch, wir Menschen sind alle nur Kinder Gottes, da gibt es keinen Unterschied (…)“ (05.09.1950)
Für Bruno Gröning war die Herkunft, der Stand, der Titel, die Hautfarbe, usw. völlig unwichtig, um im Namen Gottes jemanden zu helfen.

Aber eine Bedingung formulierte er immer wieder sehr deutlich:
„Die Hilfe und Heilung kommt nur diesen Menschen zugute, die den festen Glauben an unseren Herrgott haben. Wer ihn aber (…) verloren hat und jetzt bereit ist, ihn wieder in sich aufzunehmen, auch dem soll die Hilfe zuteil werden.“ (27.08.1949)
„Es liegt hier am Menschen selbst, wie er sich freigemacht hat, um die Heilung zu empfangen, d.h. er muss rein sein. Er muss wissen, dass er kein Gotteslästerer ist. Er muss wissen, dass er sich verpflichtet und verbunden fühlt, mit dem Herrgott zu leben. Dann ist er rein.“ (27.08.1949)
„Haben sie vertrauen und stärken sie ihren Glauben!“ (11.09.1949)
„Es soll nicht nur so sein, wie Menschen sich das bisher vorgestellt haben, dass sie einmal in der Woche, und das ist der Sonntag, ins Gotteshaus gehen und dort beten, und damit wäre es wieder für die Woche abgetan, (…). Das ist falsch! Wenn ich sage: ´Ich glaube an den Herrgott`, so muss ich auch dementsprechend der Mensch sein, muss Vorbild sein (…) und muss auch zeigen, dass ich ein guter Mensch bin.“ (17.10.1949)
„Gehen sie in das Gotteshaus, beten sie dort andächtig, (aber) nicht wie bisher, dass einzelne, vielleicht auch viele, nur dorthin gegangen sind, um zu sehen, was der eine oder andere Mensch für Kleidung trägt und über ihn zu reden, und vieles andere Schmutzige, (…). Das soll man nicht tun, wenn man zur Kirche geht! Dort soll man fromm und andächtig beten und dem Herrgott für all das danken, was Er Gutes für den Menschen getan hat.“ (17.10.1949)
„Glauben sie doch, dass sie nicht alleine sind, glauben sie doch, dass sie ein göttliches Geschöpf, glauben sie doch, dass sie ein Kind Gottes sind! Glauben sie doch, dass Gott Ihnen alles gibt, was er für sie, was er für jedes Lebewesen bestimmt hat.“ (05.10.1958)

Bruno Gröning wies aber auch darauf hin, dass niemand etwas von Gott verlangen dürfe.
„Der größte Teil hat erwartet, sofort gesund zu werden. Das ist ein Verlangen. (…) Sie haben nur zu erlangen, zu empfangen!“ (22.09.1950) „Meistens geht es schnell, aber wer sich darauf versteift, dass es schnell geht, das Recht steht keinem Menschen zu, derartiges zu verlangen. Nur nicht drängen und verlangen, sondern den Herrgott bitten (…).“ (10.09.1949)

Das Geschenk der Gesundheit konnte sich auch niemand bei Bruno Gröning erkaufen. Er lehnte solche Vorhaben strikt ab und verwies diese Menschen teilweise sehr schroff von sich.
„Das Gute, das Göttliche können sie sich mit Geld, mit Gold, auch Brillant, mit sonst was, was sie haben, nicht erkaufen. (…) Geld ist Macht, Gesundheit ist Allmacht!“ (03.10.1958)

Die Gesundheit war für ihn das kostbarste Gut und er bezeichnete eine Heilung sogar als Heiligung. Aus diesem Grund sagte er häufig: „Reich sein heißt gesund sein!“

Die regelmäßige Aufnahme der göttlichen Kraft war für Bruno Gröning eine der wichtigsten Voraussetzungen, um auf geistigem Weg eine Heilung erleben zu können. Er bezeichnete die Kraft Gottes auch als Heilstrom und erklärte:
„Jeder dieser abgebauten Körper weist einen großen Energiemangel auf. (…) Je größer der Verlust an Energien ist, desto länger oder öfter bedarf es einer Wiederaufladung, bis der Körper soviel an Energien aufweist, dass er wieder einsatzfähig ist. (handschriftlich)
„Ein Mensch, der nervös ist, sage ich, der ist energielos, der ist um die Kraft, um die eigene Körperkraft gebracht worden.“ (05.10.1958)
„Der Energieverschleiß ist sehr groß, (…) und daher muss er (der Mensch) erst recht dafür sorgen, dass er täglich neue Energien aufnimmt. (…) Denken sie täglich an Ihren Körper. Nehmen sie täglich neue, d.h. gute Kraft auf. (…) Und dann werden sie hernach sagen, so sie genügend Kraft aufgenommen: Jetzt fühle ich mich wohl, jetzt fühle ich mich frei. Ja, um das Böse (Krankheit) zu beseitigen, Freunde, dazu braucht man viel, sogar sehr viel gute Kraft, (…). Und dieses wird nur da dann möglich sein, so er (der Mensch) sich auf die wirklich wahre göttliche Sendung einzustellen und einzuschalten weiß. Also, die Sendung Gottes können wir, kann jeder in sich aufnehmen.“ (Datum unbekannt)

Die Menschen, die nach der Anweisung Bruno Grönings diese Kraft in sich aufnahmen, berichteten häufig, dass sie ein Kribbeln und ein starkes Wärmegefühl in ihrem Körper verspürten. Viele beschrieben dieses Körpergefühl auch als sanften, angenehmen Strom, der den Körper durchflutete, oftmals verbunden mit einem angenehmen Gefühl von Ruhe und Leichtigkeit. Auch heute noch werden diese Phänomene von Menschen beschrieben, die sich, durch die Lehre Bruno Grönings angeregt, der Kraft Gottes öffnen. Die göttliche Kraft sucht ganz von selbst die Stellen auf, an denen sie wirken muss.

Bruno Gröning lehrte, dass der Mensch bei der Aufnahme der göttlichen Kraft nicht die Arme und Beine überkreuzen sollte, da dies das Eindringen des Heilstromes behindere. Die Hände sollten wie geöffnete Blütenkelche auf die Oberschenkel gelegt werden. Optimal wäre außerdem, sich nicht mit dem Rücken an einem Stuhl oder Sessel anzulehnen.
„Und jetzt bitte ich sie, die Hände, die sie zusammenhalten, auseinander zu nehmen.” (09./10.09.1949)
„Den Rücken bitte freihalten, die Lehne hat heute Ausgang.“ (04.09.1950)
„Die noch einen freibeweglichen Körper haben, die verkrampfen ihn so oft so gerne. Das ist (…) die Macht, die Macht der Gewohnheit: Beine über Kreuz, übereinander geschlagen. Sicher kann er (der Mensch) sich mal lümmeln, (…), aber nicht da dann, wenn er das Gute, das Göttliche empfangen will.“ (05.10.1958)

Im autogenen Training spricht man auch von der so genannten „Droschkenkutscherhaltung“. Er erklärte, dass man sich Arme und Beine wie Stromleiter vorstellen könnte. Im technischen Vergleich führe eine Berührung zweier nicht isolierter Stromleiter zu einem Kurzschluss. Ähnlich sei dies im Körper. Das Überkreuzen der Arme oder Beine führe dort zu einem Energiestau, so dass die feinen Energien nicht richtig durchfließen könnten. Selbst wenn ein Mensch bettlägerig ist, kann er dies befolgen. So ist auch im Liegen die Heilkraft Gottes erlebbar.

Bruno Gröning erklärte zudem, dass eine enge Verbindung zwischen der Aufnahme der göttlichen Kraft und dem göttlichen Schutz bestehen würde.
„Nimmt er (der Mensch) die Kraft Gottes in sich auf, bleibt er in der göttlichen Führung, dann hat er den Schutz. Kommt er aber aus dieser Führung heraus, dann hat er ihn nicht, dann ist er ohne Führung.“ (05.10.1958)

Aufgrund dieser Erklärungen wird deutlich, wie elementar wichtig es ist, sich täglich Zeit dafür zu nehmen, um in die Stille zu gehen und die göttliche Kraft in sich aufzunehmen.
Ein Sprichwort sagt schon: „In der Ruhe liegt die Kraft!“
„Denn das muss er (der Mensch) zuerst tun: die Unruhe von sich schütteln, die Unruhe erst gar nicht aufnehmen, sondern nur Eines: die Ruhe aufnehmen, sich zur Ruhe bewegen, (…), und dann wird er nicht nur ein gutes, ein wohlwollendes Gefühl erhalten, sondern dann wird er die guten Gedanken, die Gedanken aus der guten, aus der göttlichen Gedankenquelle empfangen.“ (26.12.1958)

Nicht nur die körperliche Haltung ist bei der Aufnahme der göttlichen Heilkraft wichtig, sondern auch die innere Einstellung.
„Wann können sie es aufnehmen? Nicht früher, bis sie sich selbst von dem Bösen gelöst, dass sie wirklich mit dem Bösen nichts mehr gemein haben. Früher kommt die Aufnahme nicht. Früher ist es nicht möglich. Also, jetzt öffnen Sie ihr Herz und schütten sie wirklich alles aus. Fort mit allen Sorgen und Nöten!“

Ein elementarer Bestandteil der Lehre Bruno Grönings ist das Wissen um die Macht der Gedanken. Der Hilfe- und Heilungssuchende sollte sich ganz bewusst von allen negativen Gedanken lösen, vor allem vom Krankheitsgedanken, von allen Ängsten, Sorgen und Nöten. „Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft“, betonte Bruno Gröning immer wieder. Die innere, positive Einstellung stellte er als  Grundvoraussetzung heraus, damit Gott wirken könne.

„Denken sie nicht an die Krankheit, nicht an das Vergangene.“ (19.09.1950)
Bruno Gröning sagte manchmal, dass viele Menschen förmlich auf der Krankheit sitzen und sie nicht loslassen würden.
„Wenn er (der Mensch) sich mit seinem Leiden beschäftigt, ist es unmöglich, dass er überhaupt empfängt.“ (07.09.1950)
„Immer wieder beschäftigt der Mensch sich mit dem, das er als Unheil an seinem Körper empfunden hat. Er hegt und pflegt es. Er tut alles Mögliche. Er weiß weiter nichts anderes mehr zu tun, da die Macht dieser Gewohnheit ihm so in Fleisch und Blut übergegangen ist, (…). Er beschäftigt sich wirklich mit dem Unheil, und damit wrackt und würdigt er seinen Körper herab.“ (05.10.1958)
„Ich sage, wer sich mit seiner Krankheit beschäftigt, der hält sie fest, wer sie aber los werden will, und das wollen sie wohl alle, der möge nicht daran denken, sondern seinen Körper beobachten, (…). (23.09.1950)
„Das Gute geht nur da hinein, wo das Schlechte entfernt ist.“ (31.08.1950)

Die bewusste Lösung vom Krankheitsgedanken ist also Grundvoraussetzung für jede geistige Heilung. Darum sollte der Mensch auch nicht sagen: „Das ist meine Krankheit“, denn mit diesen Gedanken würde er alles festhalten. Auch sollte er nicht sagen: „Ich habe diese Krankheit“, sondern: „Ich hatte diese Krankheit“, um sich innerlich bereits davon zu lösen. Bruno Gröning warnte die Heilungssuchenden grundsätzlich davor, über Krankheiten zu sprechen.

Wichtig ist, um die Heilwelle zu empfangen, dass der Mensch richtig eingestellt ist, d.h. auf den festen Glauben an die Heilung und auf den richtigen Sender, Gott selbst! Bruno Gröning brachte oftmals den Vergleich mit dem Radio. Alle negativen Gedanken würden einen schlechten Empfang erzeugen. Gott würde immer alles Gute senden, aber viele Menschen könnten es nicht empfinden, da sie eine falsche Lebenseinstellung hätten.

Empfehlenswert ist es, sich während des Einstellens auf den göttlichen Sender eine wohltuende Musik anzuhören und einfach an etwas Schönes zu denken. Viele stellen sich dabei das Meer vor, die Berge, Bilder vom Wald oder einer Landschaft, einen Sonnenuntergang oder anderes. Dabei sollte man den Körper beobachten.
„Sie haben sich nur darauf einzustellen, um hier die wahre göttliche Sendung zu empfangen, besser gesagt zu erlangen. Wie sie diese Sendung erlangen, das stellen sie fest. Aber immer wieder muss ich sagen, erst da dann, so sie ihrem Körper wirkliche Beachtung schenken, so sie acht geben, was in ihm geschieht, noch viel weniger, um ihn, sondern nur in ihm, in ihrem eigenen Körper. So sie von der Umwelt, von ihrer Umgebung abgelenkt werden, dann schließen sie einfach die Augen, (…).“ (Datum unbekannt)

Friedrich Retlow erwähnt in seiner Broschüre aus den fünfziger Jahren „Bruno Grönings Heilstrom – seine Natur und seine Wirkung“ noch einen anderen wichtigen Aspekt bezüglich des positiven Denkens:
„Besonders bei Heilungen durch den Kraftstrom (…), dem die materialistische Welt ungläubig und ablehnend gegenübersteht, ist die Gefahr vorhanden, dass abfällige Meinungen, böswillige Urteile auf den Kranken einstürmen (…) und damit den Glauben an seine Heilung und Gesundung zerstören. (…) Mancher Rückfall in den früheren Krankheitszustand ist auf diese zerstörende Einwirkung von negativen Gedanken zurückzuführen. Gedanken sind Kräfte, die ihre spezifische Schwingung und Ausstrahlung haben. (…) Wenn daher Kranke, (…), aus einer harmonischen Umgebung von guten, hilfsbereiten und zuversichtlichen Menschen in einen anderen Kreis von Spöttern, Zweiflern und Ungläubigen eintreten und dort verbleiben müssen, können aus den genannten Gründen Rückfälle eintreten, deren Ursachen äußerlich gesehen nicht erkennbar sind. Es ist daher ein Gebot der Klugheit, bei einem solchen Wechsel der Umgebung, wie überhaupt im Verkehr mit Skeptikern und Unwissenden, über eine eingeleitete Heilung durch den Strom möglichst zu schweigen. Erst wenn die Übergangszeit beendet und der Gesundheitszustand fest fundiert und gesichert erscheint, sollte man frei darüber reden.“

Auf die Macht der Gedanken, nicht nur im Bezug zur Gesundheit, sondern in allen Lebenslagen, wird in vielen Büchern der heutigen Zeit, zum Teil in Millionenauflage, hingewiesen. Autoren wie Dr. Joseph Murphy, Norman Vincent Peale, K. O. Schmidt,  Dale Carnegie, Louise L. Hay und viele andere haben großartige Bücher zu dieser Thematik verfasst.

Während oder nach dem Einstellen auf die göttliche Heilkraft kann es zu Schmerzen im Körper kommen, sogenannte Regelungsschmerzen. Diese treten dann auf, wenn durch das Einfließen des Heilstromes der Körper von der ursprünglichen Krankheit (Unordnung) zur Gesundheit (Ordnung) geführt wird. Dabei müssen die angestauten Ablagerungen und Giftstoffe abgebaut und ausgeschieden werden.

Bruno Gröning sagte dazu:
„Was nicht hinein gehört, muss hinaus!“ (Datum unbekannt)
In den Regelungen sah er nichts anderes als einen Reinigungsprozess, der bei manchen Personen einfach notwendig sei.
„Der Regelungsschmerz muss sein! Es befürchteten oft einzelne Menschen, wenn der Regelungsschmerz einsetzte, dass ein Rückfall eingetreten sei. (…) Deswegen mache ich sie aufmerksam, wenn der Regelungsschmerz kommt, das zu erdulden. Es passiert nichts Schlimmes, sondern nur, dass der Mensch gesund wird.“ (01.10.1949)
„Da, wo alles in Unordnung war, muss die Gesundheit sich auch diesen Weg erkämpfen und solange daran arbeiten, bis das eine oder andere Organ, d.h. das kranke Organ, wieder in Ordnung ist. Nichts fürchten, lassen sie das über sich ergehen. Es ist das Gute, das Göttliche!“ (23.09.150)
„Es liegt bloß immer an der Größe des Leidens, das der eine oder andere in oder an seinem Körper hat. Es dauert alles seine Zeit!“ (15.10.1949)

So kann es z.B. häufig zu Kopfschmerzen kommen.
„Wer Kopfschmerzen kriegt, sage ich prima, denn da muss es ansprechen, das muss jetzt durchgehen, um auf das Organ zu wirken, (…).“ (31.08.1950)
Es kann auch zu Schmerzen an den Stellen kommen, wo die Krankheit sich festgesetzt hatte. Reaktionen wie Durchfall, Erbrechen, Fieber, Müdigkeit, u.a.m. sind ebenfalls nicht selten. Bruno Gröning bezeichnete diesen Regelungsprozess als etwas sehr Positives, da dies ein Zeichen dafür sei, dass der Mensch auf die göttliche Kraft anspricht und der Reinigungsvorgang in seinem Körper beginnt.

Aus dem Bereich der Homöopathie ist ebenfalls der Begriff der „Erstverschlimmerung“ bekannt. In den Schriften aus dem 16. Jahrhundert des berühmt gewordenen Arztes Paracelsus, wird bereits deutlich, dass auch er vom Phänomen der „Erstverschlimmerung“ wusste: „Der gesund werden will, der muss daran denken, dass es ohne Schmerzen nit geht, (…) und wie wir in unserem Schweiß die Nahrung gewinnen, so ist es auch hier: in unserem Schweiß, mit Schmerzen werden wir von Krankheiten gesund.“ (aus „Paracelsus, die Geheimnisse“, S. 208)
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es aber auch viele Heilungen ohne jegliche Regelungszustände gegeben hat und heute noch gibt.

Vor allem ist es wichtig zu betonen, dass man stets unter ärztlicher Kontrolle bleiben sollte. Bruno Gröning hat nie vom Arztbesuch oder vom Gebrauch von Medikamenten abgeraten! Dies belegen viele Tonbandaufnahmen seiner Vorträge.

„So wahr wie es ist, dass es einen Herrgott gibt, so gibt es auch einen Satan.“ (22.09.1950)
Mit seinen klaren Worten über das Böse wollte Bruno Gröning weder Ängste heraufbeschwören noch religiösem Fanatismus einen Boden bereiten, sondern den modernen Menschen aufklären und vor dieser negativen Kraft warnen. Denn die Existenz des Bösen war für ihn die Ursache für alle negativen Entwicklungen auf der Erde, wie z.B. Kriege, Seuchen, Krankheiten, die Naturzerstörung und vieles andere mehr.

„Dass der Satan hier unter den Menschen wütet, das kann man nicht genug sagen.“ (19.09.1950) „Dem Satan ist sein Werk gelungen. Sein Werk ist vollbracht!“ (23.09.1950)
„Dieser Satan, (…), hat es tatsächlich fertig bekommen, den Menschen mit allem möglichen (…) zu verlocken; er hat es fertig bekommen, den Menschen von dem wahren, göttlichen Weg abzuziehen. Er hat ihn verlockt, er hat ihn gelockt und auf den Irrweg geführt, auf dem die Menschheit sich zum größten Teil befindet.“ (26.09.1950)
Bruno Gröning sprach in diesem Zusammenhang vor allem auch von der Herrsch- und Geldsucht, der viele verfallen wären. Auch hob er hervor, dass das Streben nach materiellen Gütern viele vom Streben nach Gott abgehalten hätte.
„Das Böse (…) setzt alles daran, um immer wieder Menschen daran zu hindern, dass sie ja nicht den guten Weg einschlagen (…).“ (26.12.1958)

Er erklärte auch, wie das Böse Macht über den Menschen bekommen kann und zwar über die Gedanken. Gott stellte er als die gute Gedankenquelle dar, Satan als die böse. Der Mensch müsste immer wieder überprüfen, woher ein Gedanke kommen würde und ob er es wert sei aufgenommen zu werden. Die unguten Gedanken sollte jeder Mensch bewusst von sich weisen, wie. z.B. Gedanken der Rache, des Neides, der Habgier, usw.

Und wieder warnte er:
„Das Böse wird sich zur Wehr setzen. Das Böse wird immer alles dazu tun, damit es nicht beseitigt wird. Und das Böse ist so hinterlistig und weiß sich überall ein- und anzuschleichen.“ (04.12.1958)

Aufgrund der Tatsache, dass viele Menschen durch die Worte Bruno Grönings, bei gleichzeitiger Aufnahme der göttlichen Kraft, große Heilungen erlebten, bildeten sich häufig spontan Gruppen, so genannte Gemeinschaften.

Am 5. Oktober 1958 sagte Bruno Gröning diesbezüglich:
„Ich selbst habe nicht einen Freundeskreis ins Leben gerufen, (…), sondern dieses ist aus freien Stücken von Menschen entstanden, (…). So kamen die Gemeinschaften zustande, liebe Freunde. Es wäre falsch gewesen, wenn ich gesagt hätte: So, du schaffst eine Gemeinschaft (an), du eine, du eine, (…) und so weiter und so fort. (…)` In vielen Fällen ist es (…) so gewesen, (…) wenn der eine und andere das Heil am eigenen Körper erfahren hatten, (das sie) sich schon selbst verpflichtet fühlten, weiteren Menschen auch zu diesem Glück zu verhelfen.“

„Gemeinsam ist man stark“ ist eine bekannte Lebensweisheit und erklärt den Sinn der Gemeinschaften. Ganz gleich in welcher religiösen oder spirituellen Vereinigung, die Menschen suchen stets Gleichgesinnte, um sich gegenseitig im Glauben zu stärken, Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam Kraft aufzunehmen und zu beten. Nicht anders ist es bei den Gemeinschaften, die sich auf Bruno Gröning berufen.

Man kann die göttliche Kraft aber auch im eigenen Heim oder an jedem anderen Ort empfangen.
„Setzen sie sich Zuhause genauso hin, wie sie hier gesessen haben (in der Gemeinschaft). (…) Genauso können sie auch Zuhause empfangen.“ (07.09.1950)
„So wie sie hier diesen Strom, diese Heilwelle erhalten haben, genauso erhalten sie sie, gleich wo sie gehen, gleich wo sie stehen, gleich wo auf dieser Erde.“ (23.09.1950)

Bruno Gröning kam dem Wunsch vieler Gemeinschaftsleiter nach und besuchte solche Freundeskreise. Im Rahmen dieser Zusammenkünfte hielt er unzählige Vorträge. Betreut wurden sie vom „Gröning-Bund“, einer Dachorganisation, die Gröning im Jahre 1953 gründen ließ. An seine Stelle folgte 1958 der „Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Lebensgrundlagen“. Einen eingetragenen Verein hatte Bruno Gröning immer angestrebt, um den gesetzlichen Schutz seines Wirkens zu gewährleisten. Er war aber bereits nach kurzer Zeit sehr unzufrieden mit den verantwortlichen Personen und wollte, wie es eidesstattliche Erklärungen belegen, den Verein wieder auflösen. Aufgrund seines Todes kam es jedoch nicht mehr dazu. Dieser Verein existiert heute noch. Zwischenzeitlich haben sich aus verschiedenen Gründen ganz neue Vereine gebildet. All diese Vereine betreuen die ihnen angegliederten Gemeinschaften.

Mittlerweile gibt es jedoch eine neuartige Entwicklung. In den letzten Jahren entstanden immer häufiger unabhängige Gemeinschaften, in denen die Besucher, losgelöst von einem Verein, sich der Lehre Bruno Grönings widmen und gemeinsam die göttliche Kraft aufnehmen. Diese unabhängigen Gemeinschaften möchte der „Informationskreis: Leben und Lehre Bruno Grönings e.V. “ gerne unterstützen und in gewisser Weise, wenn gewünscht, den Zusammenhalt eines freien Bundes und geistigen Netzwerkes fördern.

Bruno Gröning hat im Laufe seines Lebens einige seiner Pläne, aufgrund ungünstiger Begebenheiten, verändern müssen. Anfangs wollte er, in Verbindung mit Ärzten, Heilstätten errichten. Er wäre bei günstigen Voraussetzungen bereit gewesen, unter ärztlicher Aufsicht, in Krankenhäusern zu wirken. Später strebte er sogar den Beruf des Heilpraktikers an, was man ihm jedoch verwehrte. Er gründete daraufhin, wie schon erwähnt, den „Gröning-Bund“ oder anschließend den „Verein zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher Grundlagen“. Er tat alles, um den Menschen in geordneten Bahnen helfen zu können. Hierbei zeichnete er sich durch seine Flexibilität aus.

Unabhängige Gemeinschaften finden sie hier.

Katharina D. hatte eine steife Hand. Niemand konnte ihr helfen. Bei einer Begegnung mit Bruno Gröning wird sie spontan geheilt.

Hugo P. erhält eine Heilung von jahrelangem Rheuma und Ischiasbeschwerden.

Elisabeth S. war 20 Jahre lang auf dem rechten Ohr taub. Sie wird geheilt, obwohl der behandelnde Arzt ihr erklärte, dass ein Wiedererlangen des Gehörs ausgeschlossen sei.

Frau W. hatte viele Jahre starkes Asthma und drohte zu ersticken. Wird nach einem Vortrag Bruno Grönings völlig geheilt.

Herr S. erhält eine Heilung von Bechterewscher Krankheit, während sich Bruno Gröning in der Heidelberger Ludolf Krehl-Klinik, unter der Schirmherrschaft Prof. Dr. Weizsäckers, der Wissenschaft zur Verfügung stellte. Die “Heilmethode“ Grönings sollte dort erforscht werden.

Zenta S. wird im Alter von 57 Jahren von Stottern geheilt, das sie seit ihrem sechsten Lebensjahr hatte.

Frau K. erhält eine Heilung von neuralgischen Schmerzen, die sie zehn Jahre lang plagten.

Erich B. wird nach vielen Jahren von Multiple Sklerose geheilt. Aus Dankbarkeit wird er ein Mitarbeiter Bruno Grönings.

Lina B. erhält eine Heilung von beidseitiger Hüftgelenksentzündung, die sie jahrelang plagte. Wurde als unheilbar eingestuft.

Johann S. wird nach 13 Jahren von einer sehr schmerzhaften Zwölffingerdarm-Wucherung und schwerer Magensenkung geheilt.

Paula B. wird von einem schweren Herzleiden erlöst.

Adolf G. wird von Magenkrebs geheilt. Besuchte nur einen Vortrag von Bruno Gröning.

Herr R. war seit 7 Jahren auf dem rechten Auge erblindet. Erhält das volle Augenlicht zurück.

Johanna B. litt 20 Jahre lang unter Asthma, hatte so große Atemnot, dass ihr Herz zu versagen drohte. Ihre Heilung wird sogar von ärztlicher Seite bestätigt.

Franz N. hatte seit 30 Jahren spinale Kinderlähmung. Seine Heilung wird ebenfalls ärztlich bestätigt.

Gisela K. hatte starke Ischiasbeschwerden. Sie konnte sich jahrelang nur unter sehr starken Schmerzen bewegen. Ihr drohte der Rollstuhl. Von den Ärzten war sie aufgeben. Nach einer Begegnung mit Gröning wird sie völlig geheilt. Ihre Heilung veröffentlicht „Das neue Blatt“.

Ausführliche Heilungsberichte zu Zeiten Grönings bis heute finden Sie hier.

„Das Phänomen Gröning hat mich als Arzt derartig interessiert, dass ich seit vielen Wochen viele Tage, aber auch viele Nächte an der Seite Grönings verbracht habe. (…) Gröning gibt uns Ärzten Rätsel auf: Erstens vermag er Kranke mit schwersten Leiden, darunter sogar Blinde – ich habe es selbst miterlebt -, durch persönlichen Kontakt und stärkste Konzentration in kurzer Zeit zu heilen oder doch zumindest ihnen Linderung zu verschaffen. Zweitens vermag Gröning durch die von ihm sogenannte Fernheilung die gleichen Erfolge zu erzielen, nämlich völlige Heilung oder doch erhebliche Besserung. Auch Fernheilungen habe ich miterlebt. (…) Wir Ärzte können und müssen sehr viel von Herrn Gröning lernen, denn es ist an Hunderten von Fällen einwandfrei bewiesen, dass der kleine Gröning dort geholfen und völlig geheilt hat, wo die Wissenschaft und ärztliches Können bereits versagten.“ DR. MED. ZETTI

„Es stellte sich heraus, dass Herr Gröning keinen, der zu ihm kam, untersuchte. Mir ist kein Fall bekannt geworden, in dem Herr Gröning einen Patienten körperlich berührt hat. Nie ist mir bekannt geworden, dass er einen Kranken zu bewegen suchte, auf die Hilfe der Fachmediziner zu verzichten. Er verordnete auch keine Medikamente (…). Mir ist kein Fall bekannt geworden, bei dem Herr Gröning einem von ihm behandelten Menschen Geld abverlangt hätte (…). Ich habe ihn nicht für einen Scharlatan gehalten (…). Unbezweifelbar war für mich, dass von ihm Kräfte ausgingen, die Heilung beim Menschen bewirkten.“ BISCHOF DR. HERMANN KUNST

„Es kann von niemand geleugnet werden, dass Bruno Gröning schon viele Kranke geheilt hat, die bisher als unheilbar galten. Die Schulweisheit beeilt sich zu erklären, dass dies nichts Außergewöhnliches sei, sofern es sich um Erkrankungen handle, die ihren Ursprung im Seelischen haben. Warum aber die Schulmedizin bisher so wenig Erfolg hatte in dieser Behandlungsmethode, das wird nicht gesagt. Oder sind diese Fälle so spärlich, dass man lieber ganz davon schweigt? Die ‘neue Heilmethode’ in Herford ist jedenfalls das Aufsehen wert, das man von ihr macht.“ DR. PHIL. A. KAUL

„Gröning ist eine Einmalerscheinung, keiner psychotherapeutischen, psychologischen Schule einzuordnen. Ich denke, er war ein tief religiöser Mensch. Ein bescheidener, glaubwürdiger, gutartiger, hilfsbereiter Mann.“ HELMUT KINDLER Verleger