Entstehung des Vereins "Informationskreis: Leben und Lehre Bruno Grönings e.V."

Vor Jahren entschied sich der Bruno Gröning-Freundeskreis, in dem ich (Thomas Busse) mich selber viele Jahre engagierte, alle Passagen aus den Vorträgen Bruno Grönings zu streichen, in denen er über Christus sprach.
Die Begründung war, dass man auf diese Weise es Moslems leichter machen wollte seine Lehre anzunehmen. Freunde von mir und ich selbst waren empört. Nach unserer Überzeugung kam dies einer Manipulation gleich. Jemand sagte verständnislos zu mir: „Wo soll das einmal eine Ende nehmen? Streicht man in Zukunft womöglich auch noch Bruno Grönings Aussagen über Gott, um Atheisten den Zugang zu seiner Lehre zu erleichtern?“

Grundsätzlich hat sich Bruno Gröning zu Christus und seine Lehre bekannt, ohne jedoch irgendeine andere Religion abzuwerten. Sein Bekenntnis bedeutet nicht, dass er in irgendeiner Form dogmatisch oder untolerant gewesen wäre. Niemals hat er behauptet, dass nur der christliche Weg zu Gott führe.

„Ich bin zwar in eine katholische Familie hineingeboren und darin aufgewachsen, aber ich habe nie eine innere Beziehung zu den Riten der Kirche gefunden. Für mich war das Göttliche das erste und wird es auch bleiben. Ich sehe den Menschen nicht danach an, auf welchem Wege und durch welche Form er zu Gott kommt. Für mich ist die Hauptsache, dass er überhaupt zu ihm kommt. Ich frage auch gar nicht danach, welcher Rasse oder Nation jemand angehört, denn, so sagt mir immer meine Eingebung, alle Menschen sind Kinder Gottes (…).“ (21.10.1949 / Süddeutsche Zeitung)

Unmissverständlich stellte er klar:
„Ich frage keinen Menschen nach Religion und Nation. Alle sind sie Menschen, alle Kinder Gottes.“ (31.08.1949)
„Was ich hier vorzubringen habe, geht bestimmt jeden einzelnen Menschen an, ganz gleich, welcher Nation oder Konfession er angehört, ganz gleich, ob er arm ist oder reich, mir ist jeder Mensch gleich, auch die Hautfarbe spielt hierbei keine Rolle und noch viel weniger die Muttersprache.“ (handschriftlich)

Letzen Endes ging es Bruno Gröning um die Umkehr aller Menschen hin zu Gott:
„Ich habe Ihnen auch des öfteren schon zu wissen gegeben, was mein eigentliches Ziel ist: Ich will jeden Menschen wieder zum Glauben zurückführen, denn jeder Mensch ist ein Wesen der Natur, jeder Mensch ist ein Kind Gottes. Wir Menschen haben nur einen Vater, und das ist unser Herrgott. Und weil viele Menschen vom Glauben abgekommen sind, so will ich sie wieder zum Glauben zurückführen.“ (01.10.1949)

Das sich Bruno Gröning dabei zu Christus als Gottes Sohn und zu seiner Lehre bekannte, darf jedoch nicht verschwiegen werden, da es ein Kernpunkt seiner Lehre war. Er sprach mit eindringlichen Worten speziell zu uns Christen:
„Ein wirklich wahrer Christ kann nur der sein, der Christus so folgt, wie Christus es von uns erwartet, wie Seine Lehre uns das alles sagt. Und daher war Christus dreiunddreißig Jahre auf dieser Erde, d.h. in dem Körper, den Gott Ihm für dieses Erdenleben geschenkt, damit Er uns all das vermitteln kann, was Gott für uns, für die gesamte Menschheit zu sagen hat! Denn anders haben die Menschen nicht mehr auf Gott hören können. . (…) Er (der Mensch) hat es nötig, mit Gott verbunden zu sein. (…) Und mehr wollte Christus nicht, mehr wollte Gott nicht, das ist die wirklich wahre göttliche Lehre, das ist die Lehre Christi, wie er sie uns, wie er sie der Menschheit mit auf dem Weg gegeben hat: Gottverbundensein, das, meine lieben Freunde, ist alles!“ (04.12.1958)

Betroffen fügte er hinzu:
„Christus hat uns so viel des Guten mit auf unseren Lebensweg gegeben. Warum haben die Menschen das Gute nicht beherzigt, warum haben sie es nicht in sich aufgenommen?“ (04.12.1958)
„War Christus der Menschheit nicht das größte Vorbild?“ (04.12.1958)
„Es ist nun mal die Lehre Christi, die Sie beherzigen müssten.“ (04.12.1958)

Diese Zitate stammen vom letzen offiziellen Vortrag Bruno Grönings am 4. Dezember 1958, den er speziell für die damaligen Gemeinschaften aufgesprochen hatte. Knapp zwei Monate später verstarb er. Dieses Tondokument ist wie ein Vermächtnis an seine Freunde und, in besonderer Weise, ein eindringlicher Aufruf an alle Christus und seiner Lehre endlich zu folgen. Wenn er, der nachweislich in die Zukunft blicken konnte, nicht gewollt hätte, dass Moslems davon erfahren, dass er sich zu Christus bekannte, so hätte er sicherlich anders gesprochen. Immer wieder bezog er sich in seinen Vorträgen auf ihn.

Dies ist nun mal die Wahrheit! Und diese Wahrheit sollte man nicht verzerren. Als Moslem würde ich mit keiner noch so logisch erscheinenden Erklärung hinters Licht geführt werden wollen. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch lieber die Wahrheit erfährt als zensierte Texte. Außerdem erkennt auch der Islam Christus als einen großen Propheten an. Ob Menschen nun Christus, Mohammed, Buddha oder wen auch als ihr Vorbild sehen, so gilt es dies uneingeschränkt zu akzeptieren und dieser Einstellung mit aller Toleranz zu begegnen. Intoleranz ist ein Problem vieler religiöser Menschen, aber es wäre falsch sich danach zu richten oder auszurichten.

Aufgrund dieser Vorkommnisse wurde der “Informationskreis: Leben und Lehre Bruno Grönings” gegründet. Es ist unser Bestreben vollständig und unzensiert die Lehre Bruno Grönings weiterzugeben, ohne in irgendeiner Form unsere Aktivitäten als den “allein selig machenden Weg” zu sehen. Das man unseren Verein in gewissen Kreisen als Konkurrenz wahrnimmt, ist für uns unverständlich. Wir respektieren jede Gruppierung, die sich für Bruno Gröning und seine Lehre einsetzt. Wir wollen nur unseren speziellen Beitrag dazu leisten, dass sich Interessierte mit Bruno Gröning und seiner Lehre beschäftigen können, um sich ein eigenes Bild davon machen zu können. Wir lehnen jede Form von Personenkult, Menschenhörigkeit, Dogmatismus und Fanatismus ab. Es wurde auch keine der unabhängigen Gemeinschaften, die man auf dieser Homepage findet, von uns ins Leben gerufen. Wir unterstützen sie nur, wenn es gewünscht ist. Sie agieren in völliger Freiheit!

Thomas Busse
(Vorsitzender)