Heuschnupfen

Januar 2017

Thomas Evers

Auf einem Wandertag in der 6. Klasse merkte ich zum ersten Mal deutliche allergische Reaktionen von Heuschnupfen. Ich habe es so in Erinnerung, dass man damals die Pollen regelrecht als „Wolken“ über den Kornfeldern dahin ziehen sehen konnte. Es juckte auf einmal in den Augen, die Nase lief und ich musste nießen. Seit diesem Zeitpunkt kamen diese Zustände jedes Jahr – etwa im Frühsommer – wieder. Wenn es besonders heftig wurde, hatte ich mir angewöhnt, mich hinzulegen und mir einen nassen Lappen über Nase und Augen zu legen. Ich blieb dann ruhig liegen und wartete, bis es sich beruhigt hatte, was meist nach ca. einer Stunde der Fall war. Probleme mit der Atmung (Asthma o.ä.) hatte ich hierbei glücklicherweise nie. Da ich so damit klar kam, habe ich nie Medikamente eingenommen, eine Therapie gemacht o.ä. Es war sehr unangenehm wenn es auftrat, aber zu ertragen. Manchmal verschob es sich zeitlich etwas (anstatt im Mai kam es dann im Juni oder Juli), mal stärker, mal weniger stark ausgeprägt.

Es muss etwa um 1990 gewesen sein, d.h. einige Jahre nach meiner Einführung in die Lehre Bruno Grönings. Ich habe bereits studiert, zu dem Zeitpunkt war ich jedoch Zuhause zu Besuch, als diese Zustände wieder auftraten. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war überhaupt nicht das typische Wetter für Heuschnupfen. Ich hatte mich wie üblich zurückgezogen. Ich kannte – zumindest vom Hören von Bruno Grönings Lehre – den Vorgang der Reinigungs- oder Regelungszustände, (wie bei der Homöopathie die Erstverschlimmerung), wusste aber nicht wirklich, was es bedeutet, wenn man diese selbst erlebt. Ab einem gewissen Zeitpunkt habe ich dann gedacht „ich will nicht mehr“ und tatsächlich, innerhalb kürzester Zeit waren die Zustände vorbei. Mir war ziemlich schnell klar, dass das jetzt nicht die klügste Entscheidung war, hatte sie aber nun einmal getroffen. Ob ich zum damaligen Zeitpunkt eine Heilung erlebt hätte, kann ich natürlich nicht sagen. In jedem Fall war mir im Nachhinein klar, dass ich durch meinen klaren Willen den Prozess dorthin abgebrochen habe. Obwohl ich mich im Nachhinein und auch später immer wieder für die Heilung einstellte, traten die Zustände Jahr für Jahr wieder auf, allerdings über einen längeren Zeitraum betrachtet, immer ein bisschen weniger. Das Bewusstsein, möglicherweise einen Zeitpunkt verpasst zu haben blieb, genauso wie der Wunsch und auch der Glaube, dass es dennoch irgendwann vollkommen verschwinden kann. Jetzt, im Jahr 2016, d.h. geschätzte 25 Jahre nach obigem Erlebnis, fiel mir selbst erst bei einem Vortrag im Herbst auf, dass ich in diesem Jahr zum ersten Mal keinerlei Zustände hatte. Es ist doch wunderbar, dass – wenn man dran bleibt – irgendwann alles gut werden kann!

Die Informationen auf dieser Website sind u.a. dazu gedacht, mögliche Wege zu einer ganzheitlichen Medizin aufzuzeigen! Keinesfalls soll die persönliche Konsultation oder gar Therapie durch einen geeigneten Arzt ersetzt noch eine ärztliche Anamnese, Diagnose & Therapie oder Medikation vermieden, verschoben oder abgebrochen werden.
Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 2.03.04 zum Download