Erblindung

Quelle: „Die Wunderheilungen des Bruno Gröning“, Egon-Arthur Schmidt, Falken-Verlag, Berlin 1949, S. 60-62

Ein ganz besonderer Fall ist eine junge Frau. Sie hatte mich schon an der Tür, mehrere Stunden wartend, weinend gebeten, sie zu Herrn Gröning zu führen. Ihr rechtes Auge war mit einer schwarzen Schutzklappe bedeckt. Sie sagte mir, sie wäre auf dem rechten Auge erblindet und müsste in einigen Tagen zur Operation. Sie befürchtete, dass sie ihre Erblindung für das ganze Leben behalten würde und sagte mir, sie glaube so sehr an die Heilkraft von Gröning, und ob sie denn wohl die angeratene Operation durchführen lassen sollte. Ich antwortete, wie immer in solchen Fällen: „Sie müssen selbst tun, was Sie für richtig halten.

Herr Gröning kann keinerlei Unterlassungen gutheißen, sei es in Bezug auf ärztliche Behandlung, Operationen, Einnahme von Medikamenten, Heilmassagen u.a.“ Da ich für die verzweifelte junge Frau besonderes Mitleid empfand, ließ ich sie durch die Tür schlüpfen und sagte, sie solle Herrn Gröning, wenn er die Treppe zum Balkon hinaufginge, abfangen. Ich selbst blieb in unmittelbarer Nähe. Kurz darauf kam Bruno Gröning heraus, sah die Frau mit der schwarzen Kappe, blieb vor ihr stehen und sagte: „Das sieht doch nicht schön aus, das wollen wir mal abnehmen. Darf ich das?“ Die junge Frau ließ gewähren, die Kappe wurde entfernt. Sie wollte in ihrer Erregung die Krankheitsgeschichte ihres Auges erzählen und über die bevorstehende Operation berichten. Er unterbrach sie, und nun sah ich bei ihm eigentlich die einzige als heilerische Maßnahme bekannte Bewegung, die er bemerkenswerterweise nur bei Augenkranken anwendete: Er fuhr mit der ausgestreckten Hand, die Finger gespreizt, etwa vom Scheitel an in Fausthöhe über den Kopf hinweg in Richtung auf die Nasenwurzel, führte dann die ausgestreckten Finger der Hand in den Spitzen zusammen, als ob man „mit spitzen Fingern“ etwas leicht anfasst, zog die Hand schnell weg und schüttelte sie seitlich aus, als ob er etwas von sich werfe. Diese Bewegung wiederholte er mehrfach, in dem er zwischendurch fragte: „Was merken Sie jetzt?“ Die Antwort war: „Es sticht und zieht im Auge.“ Sie musste nun das gesunde linke Auge mit der Hand fest bedecken, so dass sie damit nicht mehr sehen konnte, und wiederholt das kranke Auge schließen und öffnen, während er die geschilderte Bewegung mehrfach wiederholte. Und von mal zu mal antwortete die Frau, dass sie einen zunehmenden Lichtschein sähe, bis sie nach zwei Minuten ganz plötzlich mit der rechten freien Hand – die linke bedeckte immer noch das gesunde Auge – zu mir herüber griff, meinen Rockaufschlag mit streichelnder Bewegung berührte mit den überraschten Worten: „Herr Schmidt, ich kann Sie ja sehen!“ Sie wurde von Gröning gebeten, mit auf den Balkon zu kommen. Ich hatte nun die Aufgabe, sie der Menge vorzustellen, bevor Gröning sprach, und zu erläutern, was inzwischen geschehen war. Die Frau war jedoch durch ihren stundenlangen Aufenthalt unter der Menge, mit ihrer schwarzen Kappe und weil sie viel von ihrer Krankheit gesprochen hatte, schon bekannt. Mein Versuch, das Geschehen zu schildern, war überflüssig. Die Menge sah das von der Kappe befreite Auge. Sie beantwortete die Fragen aus der Menge, ob sie nun sehen könne, mit glückstrahlendem „Ja!“, bedeckte erneut ihr gesundes Auge und schilderte, was sie sehen konnte.

Quelle: „Die Wunderheilungen des Bruno Gröning“, Egon-Arthur Schmidt, Falken-Verlag, Berlin 1949, S. 64

Von der nachwirkenden Heilkraft Grönings folgender verbürgter Bericht: Ein anderer Blinder hielt sich heil-ungssuchend in Begleitung  seiner Frau viele Stunden in der Menge auf, teilweise vor dem Hause, teilweise in dem kleinen Garten dahinter. Gröning kam aber nicht heraus, so dass sich das Ehepaar, von der Reise und dem langen Stehen ermüdet, ins Hotel begab. Zwischengeschaltet muss noch werden, dass es sich um Menschen von selten tiefer Gläubigkeit handelte. In der Gaststube am Tisch sitzend, sagte der Blinde plötzlich zu seiner Frau und in Anwesenheit zahlreicher Gäste und der Kellner: „Ich habe einen deutlichen Schein vor den Augen, ich glaube, ich kann sehen“. Nach einer weiteren Zeitspanne zeigte er plötzlich auf die 5 Meter entfernt befindliche Wand über der Tür und sagte: „Da hängt eine Uhr, ich kann tatsächlich wieder richtig sehen!“ Der Kellner des Hotels berichtet, dass er noch nie zuvor einen solchen Ausbruch der Freude und des Glückes in der vollen Öffentlichkeit einer Gaststube miterlebt habe.

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Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 2.03.04 zum Download