Bechterew’sche Krankheit

Quelle: „Die Wunderheilungen des Bruno Gröning”, Egon-Arthur Schmidt, Falken-Verlag, Berlin 1949, S. 47-48

Bei einem Riesenandrang von Heilungssuchenden, die ich an der Haustür immer wieder vertrösten musste, fiel mir ein alter Mann auf, der an zwei Stöcken im vollen Sinne des Wortes nur noch hing. Er litt an der Bechterew’schen Krankheit – einer fortschreitenden Verknorpelung und Versteifung der Wirbelsäule. Ich konnte ihn, so leid es mir tat, nicht hereinlassen, weil die Räume des Hauses schon mit Heilungssuchenden, etwa 60 Personen, besetzt waren, – sogar der Hausflur war belegt. – Er hatte schon neun Stunden gewartet, es war bereits über Mitternacht geworden, als ich ihn ohne zu wissen, durch wen er Einlass gefunden hatte, im

Flur wieder traf. Ich konnte ihm einen Platz anweisen, wo er sich mit großer Mühe niedersetzte. Kurz darauf kam Gröning, von mir jetzt auf ihn aufmerksam gemacht, und sprach ihn an. Im Bruchteil einer Sekunde verwandelte sich das müde und abgespannte Antlitz des alten Mannes, der mir noch kurz vorher gesagt hatte, dass er bereits seit 10 Jahren an dieser Krankheit leide und als hoffnungsloser Fall von den Ärzten aufgegeben sei. Er erhob sich von seinem Sitz – in diesem Fall war die heilerische Einwirkung besonders schlagartig sichtbar, es wurden mangels Zeit mit ihm auch nicht die sonst üblichen Bewegungsübungen durchgeführt, – und machte sofort Gehversuche ohne Stöcke! Das Lebensgefühl war in ihm so stark geweckt worden, dass er sofort den Wunsch hegte und auch die Tat folgen ließ, nicht nur einmal, sondern mehrfach die Treppe hinauf – und hinunterzugehen, ohne dabei Wände und Geländer als Stütze zu benutzen: Nach zehn Jahren stärkster Bewegungsbehinderung ein Mensch wie neu geboren! Mit vergrämten und verbittertem Gesicht war er zu Gröning gekommen, strahlend glücklich und froh, mit neuem Lebensmut erfüllt, verließ er ihn. Zum Abschluss beleuchtete noch blitzartig ein kleiner Zwischenfall diese Situation besonders deutlich: Der Mann verließ das Haus und wurde in diesem Augenblick von einem Mann, der im Flur stand und ihn genauestens beobachtete, aufgehalten und gefragt: „Welche Krankheit hatten Sie?“ „Die Bechterew’sche“. „Wissen Sie das genau?“ wurde er weiter gefragt, „Wer hat die Diagnose gestellt?“ Der alte Mann, aus Köln stammend, nannte den Namen eines bekannten Professors. Der Fragende dankte mit den Worten: „Wenn der die Diagnose gestellt hat, dann stimmt sie auf alle Fälle, ich danke.“ Er schüttelte, seine Sprachlosigkeit über diese Wandlung im Zustand des Kranken im Gesicht widerspiegelnd, den Kopf, wandte sich ab und ging. Ich konnte nachträglich feststellen, dass es ein Arzt aus einem benachbarten Kurbad war, der sich, wie manch andere Schulmediziner, teils neugierig, teils zweifelnd, teils gläubig unter die Schar der Wartenden gemischt hatte.

Quelle: „Die Wunderheilungen des Bruno Gröning“, Egon-Arthur Schmidt, Falken-Verlag, Berlin 1949, S. 88-90

Auch hier handelt es sich um einen besonders prägnanten Fall. Herr Dr. Berentzen hat den Krankheits-bericht selbst diktiert und mich ausdrücklich autorisiert, seinen vollen Namen nebst Anschrift zu nennen, was sonst grundsätzlich unterblieben ist. Der Bericht hat folgenden Wortlaut: „Infolge einer Wirbelfraktur, die ich mir 1940 während meines Kriegsdienstes zuzog, litt ich an ständig zunehmender Bewegungslosigkeit, die sich, ich darf wohl sagen, zu einem blühenden Bechterew entwickelte. Bis etwa 23. Juni d.Js. hatte ich schon 11 Pfund abgenommen. Seit über einem Jahr habe ich meinen großen Aufgabenkreis in der Nahrungsmittelindustrie und meinen eigenen Betrieben an einen mir befreundeten Herrn abgeben müssen. Ich war die meiste Zeit bettlägerig. Wenn ich gelegentlich einmal in meinem Sessel saß und aufstehen wollte, geschah dies nur unter größten Schmerzen unter ruckweiser Verlagerung des Gesäßes nach vorn und stückweisem Aufrichten. Mein Nacken war stark gebeugt, nur mit Mühe konnte ich aufwärts sehen, ein gehen war nur mit dem Stock in der einen Hand und die andere als Stütze auf Stühlen, Tischen usw. gebrauchend im Zeitlupentempo möglich und auch dann stets nur wenige Schritte. Die Erkrankung war von 17 Ärzten übereinstimmend als Bechterew festgestellt, außer vorübergehenden Linderungen konnte mir keiner der Ärzte helfen. Mein Zustand blieb wechselnd, die Hoffnung auf eine Heilung hatte ich aufgegeben, bis ich aus Bekanntenkreisen von den großen Erfolgen von Herrn Gröning erfuhr. Als Biochemiker hielt ich aber diese Heilungsberichte für Unsinn. Eine seltsame und wunderbare Heilung einer Frau in Ahlen i.W. sowie andere aus meiner näheren Heimat veranlassten meine Frau, mich zu überreden, am 24. Juni, meiner Namenstagfeier, eine schmerzensreiche Fahrt nach Herford vorzuziehen. In Herford hatte ich das Unglück, Herrn Gröning nicht anzutreffen. Im Verlaufe der folgenden Nacht ist mein Sohn ihm begegnet und hat ihm von meinem Leiden erzählt. Ich saß inzwischen in Herford in einer größeren Gesellschaft vorwiegend Heilungssuchender, stand plötzlich auf und sagte: „Ich weiß nicht, wie mir wird, in mir geht etwas vor sich“. Ich bin auch nach Aussage der anderen dreimal aufgestanden, jedes Mal beweglicher. Wie sich nachher herausstellte, hatte mein Sohn die Uhrzeit, während der er mit Herrn Gröning sprach, festgestellt, und es war dieselbe Zeit, von der ab meine Heilung einsetzte. Dies geschah am 25. Juni morgens um 3.00 Uhr. Im Laufe der Nacht gelang es mir dann auch, Herrn Gröning persönlich zu sprechen. Auch diese Begegnung gab mir weiteren Auftrieb. Sie dauerte in der persönlichen Unterhaltung etwa 20 Minuten und anschließend in einer kleinen Gesellschaft etwa zwei Stunden. Er sagte mir: „Ihr Leiden ist ernst und schwer und wird langsam heilen!“ Ich bin am selben Morgen nach Hause gefahren, wo mein ältester Sohn meiner Frau erzählte, ich sei seit 30 Stunden auf den Beinen und möchte sofort ins Bett. Das Bedürfnis, mich zur Ruhe zu begeben, hatte ich aber nach meiner Rückkehr nicht. Meine acht Kinder umjubelten mich als fast wiederhergestellt, und ich blieb bis abends, teilweise meine Angestellten sprechend, teilweise mit der Familie zusammen. Seit diesem Tage geht es mir täglich besser. Dies kann meine aus 80 Personen bestehende Gefolgschaft bekunden. Meine Mitarbeiter kannten mich kaum noch im Betrieb, so selten hatte ich während meiner langen Erkrankung die Betriebsräume betreten.“

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