
Während oder nach dem Einstellen auf die göttliche Heilkraft kann es zu Schmerzen im Körper kommen, sogenannte Regelungsschmerzen. Diese treten dann auf, wenn durch das Einfließen des Heilstromes der Körper von der ursprünglichen Krankheit (Unordnung) zur Gesundheit (Ordnung) geführt wird. Dabei müssen die angestauten Ablagerungen und Giftstoffe abgebaut und ausgeschieden werden. Bruno Gröning sagte dazu: „Was nicht hinein gehört, muss hinaus!“ (Datum unbekannt) In den Regelungen sah er nichts anderes als einen Reinigungsprozess, der bei manchen Personen einfach notwendig sei. „Der Regelungsschmerz muss sein! Es befürchteten oft einzelne Menschen, wenn der Regelungsschmerz einsetzte, dass ein Rückfall eingetreten sei. (...) Deswegen mache ich sie aufmerksam, wenn der Regelungsschmerz kommt, das zu erdulden. Es passiert nichts Schlimmes, sondern nur, dass der Mensch gesund wird.“ (01.10.1949) „Da, wo alles in Unordnung war, muss die Gesundheit sich auch diesen Weg erkämpfen und solange daran arbeiten, bis das eine oder andere Organ, d.h. das kranke Organ, wieder in Ordnung ist. Nichts fürchten, lassen sie das über sich ergehen. Es ist das Gute, das Göttliche!“ (23.09.150) „Es liegt bloß immer an der Größe des Leidens, das der eine oder andere in oder an seinem Körper hat. Es dauert alles seine Zeit!“ (15.10.1949) So kann es z.B. häufig zu Kopfschmerzen kommen. „Wer Kopfschmerzen kriegt, sage ich prima, denn da muss es ansprechen, das muss jetzt durchgehen, um auf das Organ zu wirken, (...).“ (31.08.1950) Es kann auch zu Schmerzen an den Stellen kommen, wo die Krankheit sich festgesetzt hatte. Reaktionen wie Durchfall, Erbrechen, Fieber, Müdigkeit, u.a.m. sind ebenfalls nicht selten. Bruno Gröning bezeichnete diesen Regelungsprozess als etwas sehr Positives, da dies ein Zeichen dafür sei, dass der Mensch auf die göttliche Kraft anspricht und der Reinigungsvorgang in seinem Körper beginnt.
Aus dem Bereich der Homöopathie ist ebenfalls der Begriff der „Erstverschlimmerung“ bekannt. In den Schriften aus dem 16. Jahrhundert des berühmt gewordenen Arztes Paracelsus, wird bereits deutlich, dass auch er vom Phänomen der „Erstverschlimmerung“ wusste: „Der gesund werden will, der muss daran denken, dass es ohne Schmerzen nit geht, (...) und wie wir in unserem Schweiß die Nahrung gewinnen, so ist es auch hier: in unserem Schweiß, mit Schmerzen werden wir von Krankheiten gesund.“ (aus „Paracelsus, die Geheimnisse“, S. 208) Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass es aber auch viele Heilungen ohne jegliche Regelungszustände gegeben hat und heute noch gibt.
Vor allem ist es wichtig zu betonen, dass man stets unter ärztlicher Kontrolle bleiben sollte. Bruno Gröning hat nie vom Arztbesuch oder vom Gebrauch von Medikamenten abgeraten! Dies belegen viele Tonbandaufnahmen seiner Vorträge.
