Bruno Gröning

Positives Denken

Nicht nur die körperliche Haltung ist bei der Aufnahme der göttlichen Heilkraft wichtig, sondern auch die innere Einstellung. „Wann können sie es aufnehmen? Nicht früher, bis sie sich selbst von dem Bösen gelöst, dass sie wirklich mit dem Bösen nichts mehr gemein haben. Früher kommt die Aufnahme nicht. Früher ist es nicht möglich. Also, jetzt öffnen Sie ihr Herz und schütten sie wirklich alles aus. Fort mit allen Sorgen und Nöten!“

Ein elementarer Bestandteil der Lehre Bruno Grönings ist das Wissen um die Macht der Gedanken. Der Hilfe- und Heilungssuchende sollte sich ganz bewusst von allen negativen Gedanken lösen, vor allem vom Krankheitsgedanken, von allen Ängsten, Sorgen und Nöten. „Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft“, betonte Bruno Gröning immer wieder. Die innere, positive Einstellung stellte er als  Grundvoraussetzung heraus, damit Gott wirken könne.

„Denken sie nicht an die Krankheit, nicht an das Vergangene.“ (19.09.1950) Bruno Gröning sagte manchmal, dass viele Menschen förmlich auf der Krankheit sitzen und sie nicht loslassen würden. „Wenn er (der Mensch) sich mit seinem Leiden beschäftigt, ist es unmöglich, dass er überhaupt empfängt.“ (07.09.1950) „Immer wieder beschäftigt der Mensch sich mit dem, das er als Unheil an seinem Körper empfunden hat. Er hegt und pflegt es. Er tut alles Mögliche. Er weiß weiter nichts anderes mehr zu tun, da die Macht dieser Gewohnheit ihm so in Fleisch und Blut übergegangen ist, (...). Er beschäftigt sich wirklich mit dem Unheil, und damit wrackt und würdigt er seinen Körper herab.“ (05.10.1958) „Ich sage, wer sich mit seiner Krankheit beschäftigt, der hält sie fest, wer sie aber los werden will, und das wollen sie wohl alle, der möge nicht daran denken, sondern seinen Körper beobachten, (...). (23.09.1950) „Das Gute geht nur da hinein, wo das Schlechte entfernt ist.“ (31.08.1950) Die bewusste Lösung vom Krankheitsgedanken ist also Grundvoraussetzung für jede geistige Heilung. Darum sollte der Mensch auch nicht sagen: „Das ist meine Krankheit“, denn mit diesen Gedanken würde er alles festhalten. Auch sollte er nicht sagen: „Ich habe diese Krankheit“, sondern: „Ich hatte diese Krankheit“, um sich innerlich bereits davon zu lösen. Bruno Gröning warnte die Heilungssuchenden grundsätzlich davor, über Krankheiten zu sprechen.

Wichtig ist, um die Heilwelle zu empfangen, dass der Mensch richtig eingestellt ist, d.h. auf den festen Glauben an die Heilung und auf den richtigen Sender, Gott selbst! Bruno Gröning brachte oftmals den Vergleich mit dem Radio. Alle negativen Gedanken würden einen schlechten Empfang erzeugen. Gott würde immer alles Gute senden, aber viele Menschen könnten es nicht empfinden, da sie eine falsche Lebenseinstellung hätten.

Empfehlenswert ist es, sich während des Einstellens auf den göttlichen Sender eine wohltuende Musik anzuhören und einfach an etwas Schönes zu denken. Viele stellen sich dabei das Meer vor, die Berge, Bilder vom Wald oder einer Landschaft, einen Sonnenuntergang oder anderes. Dabei sollte man den Körper beobachten. „Sie haben sich nur darauf einzustellen, um hier die wahre göttliche Sendung zu empfangen, besser gesagt zu erlangen. Wie sie diese Sendung erlangen, das stellen sie fest. Aber immer wieder muss ich sagen, erst da dann, so sie ihrem Körper wirkliche Beachtung schenken, so sie acht geben, was in ihm geschieht, noch viel weniger, um ihn, sondern nur in ihm, in ihrem eigenen Körper. So sie von der Umwelt, von ihrer Umgebung abgelenkt werden, dann schließen sie einfach die Augen, (...).“ (Datum unbekannt)

Friedrich Retlow erwähnt in seiner Broschüre aus den fünfziger Jahren „Bruno Grönings Heilstrom – seine Natur und seine Wirkung“ noch einen anderen wichtigen Aspekt bezüglich des positiven Denkens: „Besonders bei Heilungen durch den Kraftstrom (...), dem die materialistische Welt ungläubig und ablehnend gegenübersteht, ist die Gefahr vorhanden, dass abfällige Meinungen, böswillige Urteile auf den Kranken einstürmen (...) und damit den Glauben an seine Heilung und Gesundung zerstören. (...) Mancher Rückfall in den früheren Krankheitszustand ist auf diese zerstörende Einwirkung von negativen Gedanken zurückzuführen. Gedanken sind Kräfte, die ihre spezifische Schwingung und Ausstrahlung haben. (...) Wenn daher Kranke, (...), aus einer harmonischen Umgebung von guten, hilfsbereiten und zuversichtlichen Menschen in einen anderen Kreis von Spöttern, Zweiflern und Ungläubigen eintreten und dort verbleiben müssen, können aus den genannten Gründen Rückfälle eintreten, deren Ursachen äußerlich gesehen nicht erkennbar sind. Es ist daher ein Gebot der Klugheit, bei einem solchen Wechsel der Umgebung, wie überhaupt im Verkehr mit Skeptikern und Unwissenden, über eine eingeleitete Heilung durch den Strom möglichst zu schweigen. Erst wenn die Übergangszeit beendet und der Gesundheitszustand fest fundiert und gesichert erscheint, sollte man frei darüber reden.“

Auf die Macht der Gedanken, nicht nur im Bezug zur Gesundheit, sondern in allen Lebenslagen, wird in vielen Büchern der heutigen Zeit, zum Teil in Millionenauflage, hingewiesen. Autoren wie Dr. Joseph Murphy, Norman Vincent Peale, K. O. Schmidt,  Dale Carnegie, Louise L. Hay und viele andere haben großartige Bücher zu dieser Thematik verfasst.

 

   Informationskreis: Leben und Lehre Bruno Grönings e.V.