Bruno Gröning

Es gibt kein unheilbar

„Der größte Arzt aller Menschen ist und bleibt unser Herrgott!“ (24.09.1949) „Wer hat Ihnen das Leben gegeben? Nur allein der Herrgott! Und Er will ihnen die Gesundheit geben!“ (September 1949) Bruno Gröning stand mit Nachdruck dafür ein, dass es keine unheilbare Krankheit gäbe. „Es gibt vieles, das nicht erklärt werden, aber nichts, das nicht geschehen kann.“ (04.09.1950), war eine seiner vielen Lebensweisheiten. Die Gesundheit betrachtete er als die göttliche Ordnung im Menschen, die Krankheit als die Unordnung. Diese Unordnung käme immer dann zustande, wenn der Mensch sich nicht nach den Gesetzen Gottes richten würde, was meistens unbewusst geschähe. Auf diese Weise könnte das Böse (die Krankheit) in den Menschen eindringen. „Jesus Christus wusste, dass jede Krankheit durch Sünde kommt. Deshalb ermahnte er den Kranken nach der Heilung: ´Sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Ärgeres widerfahre.`“ (handschriftlich)

Leider hätten viele, laut Bruno Gröning, den Glauben daran verloren, dass Gott sie auf geistigem Weg heilen kann. „Wie viele Menschen es doch abzutun wissen, indem sie von sich aus behaupteten und heute noch behaupten, sie seien ein gläubiger Mensch, (...) und sie haben immer geglaubt, und sie haben zu Gott gebetet, und Er hat sie nicht erhört, und sie sind von dem Übel nicht frei geworden. (...) Ich weiß, (...), dass sie einer Macht verfallen sind, das ist die Macht der Gewohnheit, und dass sie sich mit dem Wort ´Glauben` nur trösten, aber in Wirklichkeit nicht glauben können, denn sie haben das Wort ´Glaube` ja noch nicht beherzigt, sie sind noch gar nicht zur Tat übergegangen!“ (04.12.1958) Diesen Glauben an Gottes Hilfe stellt Bruno Gröning als Grundbedingung heraus, um eine Heilung auf geistigem Weg erleben zu können. „Wenn sie nur glauben, dass sie das Heil erfahren werden, dann ist ihnen schon geholfen. Glauben sie nur!“ (05.10.1958) „Wer an seine Gesundheit glaubt, der glaubt an Gott.“ (handschriftlich)

Aus diesem Grund sagte er auch: „Es ist falsch, wenn sie fragen: ´Was kann er heilen?` Nein, sie müssen die Frage stellen: ´Wen kann er heilen?` Sie können sich genauso sperren. (...) Aber dann ist es nicht meine Schuld!“ (05.09.1950) „Sollte ich sie belügen, sollte ich sagen, dass es hier auf einen ankommt, wie ich es bin? Nein, Freunde, es kommt auf sie selbst an, wie Sie das Gute aufnehmen.“ (05.10.1958)

Außerdem stellte er klar: „Ich frage keinen Hilfesuchenden, welcher Religion oder welcher Nation er angehört. Mensch ist Mensch, wir Menschen sind alle nur Kinder Gottes, da gibt es keinen Unterschied (...)“ (05.09.1950) Für Bruno Gröning war die Herkunft, der Stand, der Titel, die Hautfarbe, usw. völlig unwichtig, um im Namen Gottes jemanden zu helfen. Aber eine Bedingung formulierte er immer wieder sehr deutlich: „Die Hilfe und Heilung kommt nur diesen Menschen zugute, die den festen Glauben an unseren Herrgott haben. Wer ihn aber (...) verloren hat und jetzt bereit ist, ihn wieder in sich aufzunehmen, auch dem soll die Hilfe zuteil werden.“ (27.08.1949) „Es liegt hier am Menschen selbst, wie er sich freigemacht hat, um die Heilung zu empfangen, d.h. er muss rein sein. Er muss wissen, dass er kein Gotteslästerer ist. Er muss wissen, dass er sich verpflichtet und verbunden fühlt, mit dem Herrgott zu leben. Dann ist er rein.“ (27.08.1949) „Haben sie vertrauen und stärken sie ihren Glauben!“ (11.09.1949) „Es soll nicht nur so sein, wie Menschen sich das bisher vorgestellt haben, dass sie einmal in der Woche, und das ist der Sonntag, ins Gotteshaus gehen und dort beten, und damit wäre es wieder für die Woche abgetan, (...). Das ist falsch! Wenn ich sage: ´Ich glaube an den Herrgott`, so muss ich auch dementsprechend der Mensch sein, muss Vorbild sein (...) und muss auch zeigen, dass ich ein guter Mensch bin.“ (17.10.1949) „Gehen sie in das Gotteshaus, beten sie dort andächtig, (aber) nicht wie bisher, dass einzelne, vielleicht auch viele, nur dorthin gegangen sind, um zu sehen, was der eine oder andere Mensch für Kleidung trägt und über ihn zu reden, und vieles andere Schmutzige, (...). Das soll man nicht tun, wenn man zur Kirche geht! Dort soll man fromm und andächtig beten und dem Herrgott für all das danken, was Er Gutes für den Menschen getan hat.“ (17.10.1949) „Glauben sie doch, dass sie nicht alleine sind, glauben sie doch, dass sie ein göttliches Geschöpf, glauben sie doch, dass sie ein Kind Gottes sind! Glauben sie doch, dass Gott Ihnen alles gibt, was er für sie, was er für jedes Lebewesen bestimmt hat.“ (05.10.1958)

Bruno Gröning wies aber auch darauf hin, dass niemand etwas von Gott verlangen dürfe. „Der größte Teil hat erwartet, sofort gesund zu werden. Das ist ein Verlangen. (...) Sie haben nur zu erlangen, zu empfangen!“ (22.09.1950) „Meistens geht es schnell, aber wer sich darauf versteift, dass es schnell geht, das Recht steht keinem Menschen zu, derartiges zu verlangen. Nur nicht drängen und verlangen, sondern den Herrgott bitten (...).“ (10.09.1949)

Das Geschenk der Gesundheit konnte sich auch niemand bei Bruno Gröning erkaufen. Er lehnte solche Vorhaben strikt ab und verwies diese Menschen teilweise sehr schroff von sich. „Das Gute, das Göttliche können sie sich mit Geld, mit Gold, auch Brillant, mit sonst was, was sie haben, nicht erkaufen. (...) Geld ist Macht, Gesundheit ist Allmacht!“ (03.10.1958) Die Gesundheit war für ihn das kostbarste Gut und er bezeichnete eine Heilung sogar als Heiligung. Aus diesem Grund sagte er häufig: „Reich sein heißt gesund sein!“

 

 

   Informationskreis: Leben und Lehre Bruno Grönings e.V.