
Ganz klar und sehr häufig bekannte sich Bruno Gröning zu Christus. In vielen seiner Vorträge sprach er immer wieder mit größtem Respekt von ihm und seiner Lehre. Als Zeichen trug er selbst ständig ein Kruzifix um seinen Hals. Er sagte: „War Christus der Menschheit nicht das größte Vorbild? (...) Er tat all das, was er zu tun hatte, all das, was Gott ihm sagte. Er ging dahin, wohin Gott ihn führte, nicht Menschen. Und er sprach all das, was Gott zu ihm gesprochen. (...) Es ist nun mal die Lehre Christi, die sie beherzigen müssten.“ (...) „Christus hat uns so viel des Guten mit auf unseren Lebensweg gegeben. Warum haben die Menschen das Gute nicht beherzigt, warum haben sie es nicht in sich aufgenommen?“ (04.12.1958)
Ein zentraler Punkt der Lehre Bruno Grönings ist der Aufruf an alle Menschen, Christus endlich ernsthaft zu folgen. „Ein wirklich wahrer Christ kann nur der sein, der Christus so folgt, wie Christus es von uns erwartet, wie seine Lehre uns das alles sagt, meine lieben Freunde. Und daher war Christus dreiunddreißig Jahre auf dieser Erde (...), damit er uns all das vermitteln kann, was Gott für uns, für die gesamte Menschheit zu sagen hat. Denn anders haben die Menschen nicht mehr auf Gott hören können. (...) Er (der Mensch) hat es nötig, mit Gott verbunden zu sein. (...) Und mehr wollte Christus nicht, mehr wollte Gott nicht, das ist die wirklich wahre göttliche Lehre, das ist die Lehre Christi, wie er sie uns, wie er sie der Menschheit mit auf dem Weg gegeben hat: Gottverbundensein, das, meine lieben Freunde, ist alles!“ (04.12.1058)
Weihnachten empfand Bruno Gröning als das heiligste Fest im Jahr. Er fragte: „Was bedeutet für Sie dieses Fest, (...)? Was bedeutet für sie die Geburt Christi? (...) Warum schenkte Gott Christus hier ein Erdenleben? (...) Was wollte Gott damit und was sollte Christus hier? (...) Heißt es nicht in dem Lied ´Stille Nacht, heilige Nacht`, dass Christus der Erlöser ist? (...) `Christ, der Retter ist da!` Ja, meine lieben Freunde, sie singen es, aber sie wissen es nicht, sie glauben nicht daran, sie haben das nicht beherzigt! Sie haben nie all das befolgt, was Christus uns durch seine Lehre hier für unser weiteres Erdenleben übergeben hat.“ (04.12.1958) Und aus Überzeugung sagte er: „Christus ist immer unter den Menschen, er ist nicht tot, es gibt keinen Tod, es gibt nur eine Erlösung!“ (05.10.1958)
Das Bekenntnis Bruno Grönings zu Christus und seiner Lehre bedeutet jedoch nicht, dass er in irgendeiner Form dogmatisch oder untolerant gewesen wäre. Niemals hat er behauptet, dass nur der christliche Weg zu Gott führe. Im Gegenteil, er stellte klar: „Mir ist es völlig egal, wie der Mensch zu Gott findet, Hauptsache er findet zu Gott!“ (Datum unbekannt)
