
„So wahr wie es ist, dass es einen Herrgott gibt, so gibt es auch einen Satan.“ (22.09.1950) Mit seinen klaren Worten über das Böse wollte Bruno Gröning weder Ängste heraufbeschwören noch religiösem Fanatismus einen Boden bereiten, sondern den modernen Menschen aufklären und vor dieser negativen Kraft warnen. Denn die Existenz des Bösen war für ihn die Ursache für alle negativen Entwicklungen auf der Erde, wie z.B. Kriege, Seuchen, Krankheiten, die Naturzerstörung und vieles andere mehr. „Dass der Satan hier unter den Menschen wütet, das kann man nicht genug sagen.“ (19.09.1950) „Dem Satan ist sein Werk gelungen. Sein Werk ist vollbracht!“ (23.09.1950) „Dieser Satan, (...), hat es tatsächlich fertig bekommen, den Menschen mit allem möglichen (...) zu verlocken; er hat es fertig bekommen, den Menschen von dem wahren, göttlichen Weg abzuziehen. Er hat ihn verlockt, er hat ihn gelockt und auf den Irrweg geführt, auf dem die Menschheit sich zum größten Teil befindet.“ (26.09.1950) Bruno Gröning sprach in diesem Zusammenhang vor allem auch von der Herrsch- und Geldsucht, der viele verfallen wären. Auch hob er hervor, dass das Streben nach materiellen Gütern viele vom Streben nach Gott abgehalten hätte. „Das Böse (...) setzt alles daran, um immer wieder Menschen daran zu hindern, dass sie ja nicht den guten Weg einschlagen (...).“ (26.12.1958)
Er erklärte auch, wie das Böse Macht über den Menschen bekommen kann und zwar über die Gedanken. Gott stellte er als die gute Gedankenquelle dar, Satan als die böse. Der Mensch müsste immer wieder überprüfen, woher ein Gedanke kommen würde und ob er es wert sei aufgenommen zu werden. Die unguten Gedanken sollte jeder Mensch bewusst von sich weisen, wie. z.B. Gedanken der Rache, des Neides, der Habgier, usw. Und wieder warnte er: „Das Böse wird sich zur Wehr setzen. Das Böse wird immer alles dazu tun, damit es nicht beseitigt wird. Und das Böse ist so hinterlistig und weiß sich überall ein- und anzuschleichen.“ (04.12.1958) Deshalb forderte Bruno Gröning die Menschen dazu auf, den Kampf gegen das Böse zu führen, d.h. sich gegen all das innerlich zu wehren, was man bereits als Ungutes durchschaut hätte. Ohne Kampf gäbe es keinen Sieg, stellte er klar.
Das eindeutige Bekenntnis Christi im Neuen Testament zur Existenz einer satanischen Macht, wird heutzutage von weiten Kreisen liberaler Theologen leider nur noch als zeitbedingte Fehlvorstellung gedeutet. Es scheint nicht in das Weltbild eines aufgeklärten Menschen zu passen. Dahinter verbirgt sich jedoch eine große Gefahr. Augustinus sagte bereits: „Die Macht des Teufels ist dort am größten, wo man nicht mehr an ihn glaubt.“
Bruno Gröning war sich dessen bewusst und rief deshalb die Menschheit zur großen Umkehr auf: „Zwei Herren, meine lieben Freunde, können sie nicht dienen. Nicht auf der einen Seite dem Bösen und auf der anderen Seite Gott. (...) All das, dass sie bisher in diesem Erdenleben als böse empfunden haben, müssen sie ganz beiseite stellen. Sie müssen dem Bösen den Rücken kehren; Sie müssen den anderen Weg gehen. Und daher rufe ich sie auf zur großen Umkehr! Gehen Sie den Weg, so wie er ihnen von Gott - uns allen durch Christus - bestimmt ist.“ (04.12.1958)
